Dr. NüchelAesthetik
Kryolipolyse bei Dr. Nüchel Aesthetik in MönchengladbachBeispielbild

Körper & Gewicht

Kryolipolyse

Die Kryolipolyse reduziert kleine, hartnäckige Fettpolster gezielt durch kontrollierte Kälte – nicht-invasiv, ohne Operation und ohne nennenswerte Ausfallzeit. In unserer Praxis kombinieren wir die Kältebehandlung mit einer anschließenden Stoßwellentherapie.

Behandelbare Areale

  • Bauch
  • Hüften / Flanken
  • Reiterhosen
  • Oberschenkel
  • Doppelkinn
  • Oberarme
  • Rücken- / BH-Fett

Manche Fettpolster halten sich hartnäckig – auch bei normalem Körpergewicht, gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Häufig betrifft das Zonen wie Bauch, Hüften und Flanken, Reiterhosen oder das Doppelkinn, deren Form zu einem großen Teil anlagebedingt ist. Die Kryolipolyse bietet die Möglichkeit, solche umschriebenen Fettdepots gezielt zu behandeln, ohne Operation und ohne Spritze.

Das Verfahren nutzt ein physikalisches Prinzip: Fettzellen reagieren empfindlicher auf Kälte als das umgebende Gewebe. Wird ein Fettdepot über einen längeren Zeitraum kontrolliert herabgekühlt, werden die Fettzellen geschädigt und in den folgenden Wochen über den körpereigenen Stoffwechsel abgebaut. Wir verwenden dafür ein hochwertiges Kryolipolyse-System eines namhaften deutschen Herstellers, das eine präzise und gleichmäßige Temperaturführung im Behandlungsareal ermöglicht – ein wesentlicher Aspekt für ein gutes und sicheres Ergebnis.

In unserer Praxis kombinieren wir die Kältebehandlung mit einer anschließenden Stoßwellentherapie. Nach unserer Erfahrung kann diese Nachbehandlung den Abbau des behandelten Fettgewebes zusätzlich unterstützen. Wichtig zu wissen: Die Kryolipolyse ist kein Verfahren zur Gewichtsreduktion und ersetzt weder Ernährung noch Bewegung. Sie eignet sich für klar abgrenzbare Fettdepots bei normalgewichtigen Personen – nicht für großflächige Fettansammlungen oder Übergewicht. In einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer Voruntersuchung klären wir gemeinsam, ob die Methode für Sie geeignet ist.

Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.

Wirkprinzip

Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip

Die Anzahl und Verteilung der Fettzellen (Adipozyten) ist zu einem großen Teil anlagebedingt. Bei einer Gewichtsabnahme verkleinern sich die Fettzellen zwar, ihre Anzahl in einer Region bleibt jedoch weitgehend gleich. Deshalb können sich umschriebene Depots – etwa an Bauch, Flanken oder unter dem Kinn – trotz Sport und ausgewogener Ernährung hartnäckig halten.

Die Kryolipolyse macht sich zunutze, dass Fettzellen empfindlicher auf Kälte reagieren als die umliegenden Strukturen wie Haut, Muskulatur, Gefäße und Nerven. Wird das Fettgewebe kontrolliert auf eine definierte Temperatur heruntergekühlt und über etwa 60 Minuten dort gehalten, lösen die Fettzellen einen programmierten Zelltod (Apoptose) aus. Dieser Vorgang wird als selektive Kryolyse bezeichnet – das umgebende Gewebe bleibt dabei weitgehend unbeeinflusst, was die Behandlung zu einem schonenden, nicht-invasiven Verfahren macht.

Entscheidend für Sicherheit und Ergebnis ist die Präzision der Temperaturführung: Nur wenn das Areal gleichmäßig und kontrolliert auf die richtige Temperatur gebracht wird, werden die Fettzellen wirksam erreicht, ohne die Haut zu schädigen. Hochwertige Systeme – wie das in unserer Praxis verwendete Gerät – steuern die Applikatoren entsprechend genau. Ein schützendes Gel-Fleece zwischen Applikator und Haut beugt zusätzlich Kälteschäden der Hautoberfläche vor.

Nach der Behandlung werden die geschädigten Fettzellen über mehrere Wochen durch körpereigene Fresszellen (Makrophagen) abgebaut und über das Lymphsystem und den Leberstoffwechsel abtransportiert. Weil dieser Abbau Zeit benötigt, entwickelt sich das Ergebnis allmählich. Die anschließende Stoßwellenbehandlung soll diesen Prozess über eine Anregung von Durchblutung und Lymphfluss unterstützen.

Indikationen

Für wen geeignet

Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:

  • Bauch und untere Bauchregion bei normalem Körpergewicht
  • Hüften und Flanken (Love Handles)
  • Reiterhosen an der Außenseite der Oberschenkel
  • Innenseite der Oberschenkel
  • Doppelkinn bzw. Fettdepot unter dem Kinn (mit kleinem Applikator)
  • Oberarme
  • Rücken- und BH-Fettpölsterchen
  • Kleine, klar abgrenzbare Fettdepots, die sich trotz Sport und Ernährung nicht zurückbilden
  • Personen, die eine nicht-operative Alternative zur Fettabsaugung für kleine Areale suchen

Studien- & Evidenzlage

Die Kryolipolyse ist ein etabliertes, seit vielen Jahren eingesetztes Verfahren zur nicht-invasiven Reduktion umschriebener Fettdepots; das zugrunde liegende Prinzip der selektiven Kältewirkung auf Fettzellen ist wissenschaftlich beschrieben und behördlich anerkannt. Kontrollierte Studien und Übersichtsarbeiten zeigen für geeignete Areale eine messbare Reduktion der Fettschichtdicke bei insgesamt günstigem Sicherheitsprofil.

Zur ergänzenden Stoßwellenbehandlung gibt es Hinweise aus einzelnen Untersuchungen, dass sie den Fettabbau nach Kryolipolyse zusätzlich verbessern kann. Die Datenlage hierzu ist jedoch begrenzt und die Studien sind klein, sodass sich daraus kein verbindliches Wirkversprechen ableiten lässt. Wir setzen die Kombination ein, weil sie sich in unserer Praxis bewährt hat, kommunizieren die Erwartungen aber bewusst zurückhaltend.

Wichtig für Ihre Einordnung: Das individuelle Ansprechen auf die Kryolipolyse ist unterschiedlich, und nicht jedes Areal eignet sich gleich gut. Seltene Nebenwirkungen wie die paradoxe Fettgewebsvermehrung sind beschrieben und gehören in eine ehrliche Aufklärung. Die Kryolipolyse ist zudem ausdrücklich kein Verfahren zur Gewichtsreduktion – für diese Indikation sind ärztlich begleitete Konzepte die geeignete Wahl.

Schritt für Schritt

Behandlungsablauf

So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.

  1. Beratung und Voruntersuchung

    Im persönlichen Gespräch beurteilen wir das Fettdepot, prüfen die Beschaffenheit von Haut und Gewebe und klären, ob die Kryolipolyse für Sie geeignet ist – oder ob eine andere Methode sinnvoller wäre. Sie werden ausführlich über Wirkweise, realistische Ergebnisse, mögliche Nebenwirkungen und Alternativen aufgeklärt. Auch Vorerkrankungen und mögliche Kontraindikationen (etwa Kälteerkrankungen) werden sorgfältig erfasst.

  2. Vorbereitung und Ansetzen des Applikators

    Am Behandlungstag wird das Areal vermessen und markiert. Zum Schutz der Haut wird ein spezielles Gel-Fleece aufgelegt. Anschließend wird der passende Applikator – die Handstücke gibt es in drei Größen – mit einem Vakuum schonend auf dem Behandlungsareal angesetzt, sodass das Fettpolster sanft angesaugt wird.

  3. Kontrollierte Kühlung (in der Regel 60 Minuten)

    Das angesaugte Areal wird präzise auf die gewünschte Temperatur heruntergekühlt und für etwa 60 Minuten kontrolliert gehalten. Ein gepulstes Vakuum, dessen Intensität sich in zehn Stufen einstellen lässt, unterstützt schon während der Behandlung Durchblutung und Lymphabfluss. Nach den ersten Minuten – wenn das anfängliche Ansaug- und Kältegefühl nachgelassen hat – ist die Behandlung in der Regel gut verträglich; viele Patientinnen und Patienten lesen oder entspannen während dieser Zeit.

  4. Stoßwellen-Nachbehandlung

    Im Anschluss an die Kühlung behandeln wir das Areal mit einem Stoßwellengerät. Nach unserer Erfahrung – und gestützt durch einzelne Studien – kann diese Nachbehandlung den Fettabbau und den Lymphabfluss zusätzlich unterstützen und das Areal in der Rückbildung begünstigen.

  5. Direkt nach der Behandlung und Nachsorge

    Nach dem Abnehmen des Applikators ist das Areal vorübergehend kühl, gerötet und blass-fest; eine kurze Massage hilft, das Gewebe wieder zu erwärmen. Sie sind sofort wieder gesellschaftsfähig und alltagsfähig. Der eigentliche Fettabbau erfolgt schrittweise über mehrere Wochen. Bei einem Kontrolltermin beurteilen wir das Ergebnis und besprechen, ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist.

Transparenz

Preise

Kleiner Bereichz. B. Doppelkinn, Oberarme
250 €
Großer Bereichz. B. Bauch, Flanken
350 €

Die Anzahl der nötigen Areale und Sitzungen besprechen wir in der Voruntersuchung.

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.

Komplette Preisliste ansehen →

Gut vorbereitet

Vorbereitung auf die Behandlung

Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.

  • Kommen Sie mit stabilem Körpergewicht zur Behandlung – die Kryolipolyse formt Konturen, sie ersetzt keine Gewichtsreduktion.
  • Das Behandlungsareal sollte reizfrei sein: keine offene oder entzündete Haut, keine frischen Sonnenbrände.
  • Besprechen Sie die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente vorab mit uns – bitte niemals eigenmächtig absetzen.
  • Tragen Sie am Behandlungstag bequeme Kleidung, unter der das behandelte Areal gut zugänglich ist.
  • Planen Sie für die Sitzung ausreichend Zeit ein; die reine Kühlung dauert pro Areal etwa 60 Minuten.

Nach der Behandlung

Nachsorge

Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:

  • Eine kurze Massage des Areals direkt nach der Behandlung unterstützt die Erwärmung und kann den Effekt begünstigen – wir zeigen Ihnen, wie.
  • Sie sind sofort wieder alltags- und gesellschaftsfähig; ein vorübergehendes Taubheits- oder Spannungsgefühl ist normal.
  • Trinken Sie in den Tagen nach der Behandlung ausreichend Wasser und bewegen Sie sich normal – das unterstützt den Abtransport der Abbauprodukte.
  • Haben Sie Geduld: Das Ergebnis entwickelt sich über mehrere Wochen, das Endergebnis ist nach etwa acht bis zwölf Wochen zu beurteilen.
  • Melden Sie sich bei ungewöhnlich starken Schmerzen, anhaltender Taubheit, Hautverfärbungen oder Blasenbildung umgehend bei uns.
  • Nehmen Sie den vereinbarten Kontrolltermin wahr – erst dann lässt sich beurteilen, ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist.

Aufklärung

Risiken & mögliche Nebenwirkungen

Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.

  • Rötung, Schwellung und Kältegefühl

    Direkt nach der Behandlung ist das Areal typischerweise gerötet, geschwollen, kühl und vorübergehend fest. Diese Reaktionen sind harmlos und klingen meist innerhalb von Minuten bis einigen Tagen ab.

  • Vorübergehendes Taubheitsgefühl

    Durch die Kälteeinwirkung kann die Hautempfindung im behandelten Areal für einige Tage bis wenige Wochen vermindert sein. Diese Sensibilitätsstörung bildet sich in aller Regel vollständig zurück.

  • Druckempfindlichkeit und Muskelkatergefühl

    Das Areal kann in den Tagen nach der Behandlung druckempfindlich sein; manche beschreiben ein ziehendes oder muskelkaterähnliches Gefühl. Auch dies ist vorübergehend.

  • Blutergüsse

    Durch das Ansaugen mit Vakuum können vereinzelt kleine Blutergüsse entstehen, die nach einigen Tagen von selbst verblassen. Bei Einnahme gerinnungshemmender Medikamente ist das Risiko erhöht.

  • Paradoxe Fettgewebsvermehrung (PAH)

    Sehr selten kann sich das behandelte Fettdepot über Monate vergrößern statt verkleinern. Diese paradoxe Adipozytenhyperplasie ist nicht gesundheitsschädlich, kann das ästhetische Ergebnis aber beeinträchtigen und gegebenenfalls eine operative Korrektur (Fettabsaugung) erforderlich machen.

  • Kälteschäden der Haut (sehr selten)

    Bei unsachgemäßer Anwendung sind Erfrierungen oder umschriebene Hautschäden grundsätzlich denkbar. Durch das schützende Gel-Fleece, die kontrollierte Temperaturführung des Systems und die ärztliche Überwachung wird dieses Risiko sehr gering gehalten.

  • Anhaltende Schmerzen oder Missempfindungen

    In seltenen Fällen können Schmerzen oder Missempfindungen im Areal über die üblichen Tage hinaus anhalten. Sollten Beschwerden ungewöhnlich stark sein oder nicht abklingen, melden Sie sich bitte bei uns.

Kontraindikationen

Wann wir nicht behandeln

In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kälteassoziierte Erkrankungen wie Kälteagglutinin-Krankheit, Kryoglobulinämie, paroxysmale Kältehämoglobinurie oder Kälteurtikaria
  • Durchblutungsstörungen wie das Raynaud-Syndrom
  • Hernien (z. B. Nabel- oder Leistenbruch) im oder am Rand des Behandlungsgebiets
  • Offene, entzündete oder erkrankte Haut im Behandlungsareal
  • Deutliches Übergewicht bzw. Adipositas – hier ist die Kryolipolyse nicht die geeignete Methode
  • Relevante Gerinnungsstörungen bzw. Einnahme blutverdünnender Medikamente (individuelle ärztliche Abwägung)
  • Ausgeprägte Gefühlsstörungen (Neuropathien) im Behandlungsareal
  • Frische Narben oder Implantate im Behandlungsgebiet ohne ärztliche Freigabe

Optionen

Alternativen & ergänzende Behandlungen

Ob die Kryolipolyse die richtige Methode ist, hängt vom Befund ab. Geht es um sehr kleine, klar umschriebene Depots wie ein Doppelkinn, kann auch die Injektionslipolyse (Fett-weg-Spritze) eine geeignete Alternative sein. Bei größeren oder ausgeprägten Fettarealen ist hingegen häufig eine operative Fettabsaugung (Liposuktion) die wirksamere Lösung; diese bieten wir nicht selbst an, sprechen die Option in der Beratung aber offen an.

Steht eigentlich eine allgemeine Gewichtssituation im Vordergrund und nicht ein einzelnes Fettpolster, ist unser Medizinisches Gewichtsmanagement der ehrlichere Weg – die Kryolipolyse kann und soll eine Gewichtsreduktion nicht ersetzen.

Welche Methode oder Kombination für Sie geeignet ist, klären wir unvoreingenommen im Beratungsgespräch – auch dann, wenn das Ergebnis lautet, dass die Kryolipolyse für Ihr Anliegen nicht die beste Wahl ist.

FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Kryolipolyse“ besonders oft gestellt werden.

Die Kryolipolyse ist ein weitgehend schmerzarmes Verfahren. In den ersten Minuten kann das Ansaugen des Applikators und die einsetzende Kälte als Ziehen oder Druckgefühl empfunden werden; dieses Gefühl lässt in der Regel nach wenigen Minuten deutlich nach, wenn das Areal taub wird. Während der eigentlichen Kühlphase empfinden die meisten Patientinnen und Patienten die Behandlung als gut erträglich.

Das hängt von Größe und Beschaffenheit des Areals ab. Oft reichen je nach Körperregion ein bis zwei Sitzungen pro Areal aus. Ob und wann eine weitere Behandlung sinnvoll ist, beurteilen wir gemeinsam beim Kontrolltermin, sobald sich das Ergebnis der ersten Sitzung gezeigt hat.

Da die behandelten Fettzellen über den Stoffwechsel abgebaut werden, entwickelt sich das Ergebnis allmählich. Erste Veränderungen zeigen sich meist nach einigen Wochen; das Endergebnis einer Sitzung ist in der Regel nach etwa acht bis zwölf Wochen zu beurteilen. Die langsame Veränderung wirkt dafür besonders natürlich.

Nebenwirkungen sind insgesamt selten und meist mild und vorübergehend. Typisch sind eine vorübergehende Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit sowie ein Taubheitsgefühl im behandelten Areal, das einige Tage bis wenige Wochen anhalten kann; manche berichten über ein muskelkaterähnliches Gefühl. Seltener treten Blutergüsse auf. Über seltene und sehr seltene Risiken klären wir Sie im persönlichen Gespräch ausführlich auf.

Die paradoxe Adipozytenhyperplasie (PAH) ist eine seltene, in der Fachliteratur gut dokumentierte Nebenwirkung der Kryolipolyse: Statt sich zu verkleinern, vergrößert sich das behandelte Fettdepot über Monate. Sie ist nicht gesundheitsschädlich, kann aber das ästhetische Ergebnis beeinträchtigen und gegebenenfalls eine spätere Korrektur (z. B. eine Fettabsaugung) erforderlich machen. Wir sprechen dieses Risiko in der Aufklärung offen an, weil es zu einer seriösen Beratung dazugehört.

Nein. Die Kryolipolyse ist ein Verfahren zur Konturierung kleiner, umschriebener Fettdepots – kein Mittel zur Gewichtsreduktion. Sie eignet sich nicht zur Behandlung von Übergewicht oder großflächigen Fettansammlungen. Wenn es eigentlich um eine Gewichtsreduktion geht, ist unser Medizinisches Gewichtsmanagement der ehrlichere und wirksamere Weg.

Die durch die Kälte geschädigten Fettzellen werden vom Körper abgebaut und bilden sich nicht neu. Bei stabilem Körpergewicht kann das Ergebnis daher langfristig bestehen bleiben. Bei einer deutlichen Gewichtszunahme können sich verbliebene Fettzellen jedoch vergrößern und das Ergebnis beeinträchtigen – ein stabiles Gewicht ist die wichtigste Voraussetzung für ein dauerhaftes Resultat.

Die Stoßwellentherapie im Anschluss an die Kühlung soll Durchblutung, Stoffwechsel und Lymphabfluss im behandelten Areal anregen. Nach unserer Erfahrung und gestützt durch einzelne Studien kann sie den Fettabbau zusätzlich unterstützen. Die Studienlage hierzu ist allerdings begrenzt, und das individuelle Ansprechen kann unterschiedlich ausfallen – wir versprechen daher kein bestimmtes Ergebnis, sondern setzen die Kombination ein, weil sie sich in unserer Praxis bewährt hat.

Nicht behandelt wird in Schwangerschaft und Stillzeit, bei deutlichem Übergewicht sowie bei bestimmten Kälteerkrankungen (z. B. Kälteagglutinin-Krankheit, Kryoglobulinämie, Kälteurtikaria) und Durchblutungsstörungen wie dem Raynaud-Syndrom. Auch Hernien (Brüche) im Behandlungsgebiet, offene oder entzündete Haut und relevante Gefühlsstörungen im Areal sprechen gegen die Behandlung. Ob die Methode für Sie infrage kommt, klären wir in der Voruntersuchung.

Die Kosten richten sich nach Anzahl und Größe der behandelten Areale und der Zahl der Sitzungen. Da es sich um eine ästhetische Wunschbehandlung handelt, erfolgt die Abrechnung als Selbstzahlerleistung; die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Einen transparenten, individuellen Kostenplan erhalten Sie in Ihrem persönlichen Beratungsgespräch.

Indikationsstellung, Aufklärung und Voruntersuchung liegen in ärztlicher Hand. Das ist wichtig, weil die Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten, das Erkennen von Kontraindikationen und der sichere Umgang mit dem System ärztliche Aufgaben sind.

Quellen & Leitlinien

  • Grundlagenarbeiten und Übersichtsarbeiten zur selektiven Kryolyse (Kryolipolyse) in begutachteten dermatologischen und ästhetisch-medizinischen Fachzeitschriften
  • Publikationen zur kombinierten Anwendung von Kryolipolyse und akustischer Stoßwellentherapie (u. a. Arbeiten zur zusätzlichen Reduktion der Fettschichtdicke)
  • Fallberichte und Übersichten zur paradoxen Adipozytenhyperplasie (PAH) als seltener Nebenwirkung der Kryolipolyse
  • AWMF-Leitlinienregister – S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas (zur Abgrenzung von lokaler Konturbehandlung und Gewichtsreduktion)

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.

Persönliche Beratung

Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch

In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.