Laserbehandlungen
Laser-Tattooentfernung
Schonende Entfernung unerwünschter Tätowierungen mit moderner Pico- und Q-Switch-Lasertechnologie – auch bei mehrfarbigen Tattoos. Individuell geplant, ärztlich begleitet.
Behandelbare Areale
- Schriftzüge & Namen
- mehrfarbige Tattoos
- sichtbare Körperstellen
- Permanent Make-up
Ein Tattoo, das einmal eine gute Idee schien, passt heute vielleicht nicht mehr zu Ihnen – sei es aus beruflichen, persönlichen oder ästhetischen Gründen. In unserer Praxisetage für ästhetische Medizin und Lasermedizin in Mönchengladbach bieten wir Ihnen die Laser-Tattooentfernung unter ärztlicher Leitung an. Dabei kombinieren wir zwei moderne Lasersysteme: den Pico-Laser, der mit ultrakurzen Lichtimpulsen im Pikosekundenbereich arbeitet, und den Q-Switch-Nd:YAG-Laser, einen bewährten gütegeschalteten Laser mit verschiedenen Wellenlängen. Je nach Farbspektrum Ihres Tattoos wählen wir das geeignete System – so lassen sich auch mehrfarbige Tätowierungen gezielt adressieren.
Das Prinzip der Behandlung: Die Laserimpulse zertrümmern die Farbpigmente in der Haut in kleinste Partikel, ohne das umliegende Gewebe nennenswert zu schädigen. Diese Partikel werden anschließend über das körpereigene Lymphsystem abtransportiert – ein Prozess, der Zeit braucht. Deshalb erfolgt die Tattooentfernung über mehrere Sitzungen, häufig sind es sechs bis zwölf, mit Abständen von etwa sechs bis acht Wochen. Wie viele Sitzungen tatsächlich nötig sind, hängt von vielen Faktoren ab: den verwendeten Farben, der Stichtiefe, dem Alter des Tattoos, Ihrem Hauttyp und davon, ob es sich um ein Laien- oder ein professionell gestochenes Tattoo handelt.
Wir beraten Sie ehrlich: Eine restlose Entfernung kann nicht in jedem Fall zugesagt werden – manche Pigmente sprechen besser auf die Behandlung an als andere, und in Einzelfällen können Restschatten verbleiben. In einem ausführlichen Beratungsgespräch begutachten wir Ihr Tattoo, besprechen realistische Erwartungen und führen auf Wunsch eine Probebehandlung an einem kleinen Areal durch. So können Sie sich in Ruhe ein Bild davon machen, wie Ihre Haut auf die Behandlung reagiert.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Wirkprinzip
Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip
Eine Tätowierung entsteht, indem Farbpigmente mit einer Nadel in die Lederhaut (Dermis) eingebracht werden – jene Hautschicht, die unter der oberen Hornschicht liegt. Die Pigmentpartikel sind zu groß, als dass die körpereigenen Fresszellen (Makrophagen) sie vollständig abbauen könnten. Sie werden teils in diesen Zellen eingeschlossen, teils im Bindegewebe eingelagert und bleiben dadurch dauerhaft sichtbar. Genau hier setzt die Laserbehandlung an: Sie verkleinert die Pigmente so weit, dass der Körper sie selbst entsorgen kann.
Das physikalische Wirkprinzip beruht auf der selektiven Photothermolyse beziehungsweise – bei sehr kurzen Impulsen – auf einem photoakustischen (photomechanischen) Effekt. Der Laser sendet extrem kurze, energiereiche Lichtimpulse aus, die gezielt von den Farbpigmenten aufgenommen werden. Die Energie wird so schnell abgegeben, dass das Pigment innerhalb von Sekundenbruchteilen stark erhitzt wird und durch die entstehenden Druckwellen in kleinste Partikel zerspringt. Weil die Impulse extrem kurz sind, bleibt die Wärmebelastung des umliegenden Gewebes gering – das schont die gesunde Haut.
Entscheidend ist die Impulsdauer. Gütegeschaltete (Q-switched) Nd:YAG-Laser arbeiten im Nanosekundenbereich (millionstel Sekunden), Pico-Laser im Pikosekundenbereich (billionstel Sekunden). Die noch kürzeren Pikosekunden-Impulse setzen stärker auf den mechanischen Zertrümmerungseffekt und können bestimmte, vor allem bunte Pigmente feiner aufbrechen. Ebenso wichtig ist die Wellenlänge: Jede Farbe absorbiert Licht in einem bestimmten Spektralbereich am besten. Dunkle Pigmente nehmen ein breites Spektrum auf, während bunte Farbtöne passende Wellenlängen benötigen. Aus diesem Grund kombinieren wir je nach Farbspektrum Pico- und Q-Switch-Nd:YAG-Laser.
Wie gut ein Tattoo anspricht, lässt sich anhand mehrerer Faktoren einschätzen, die in der Lasermedizin unter dem Begriff der Kirby-Desai-Faktoren zusammengefasst werden: die enthaltenen Farben, die Schichtung und Pigmentdichte (übereinander gestochene Lagen sind schwerer zu erreichen), die Lage am Körper (rumpfnahe Areale werden über das Lymphsystem besser entsorgt als Hände oder Füße), der Hauttyp, bereits vorhandene Narben sowie die Frage, ob es sich um eine Laien- oder Profitätowierung handelt. Diese Faktoren helfen bei einer realistischen Einschätzung – sie sind jedoch kein verlässlicher Punkte-Score und erlauben keine Garantie über die genaue Sitzungszahl oder das Endergebnis.
Nach jeder Sitzung übernimmt der Körper die eigentliche Arbeit: Das Lymphsystem transportiert die zertrümmerten Pigmentpartikel über Wochen schrittweise ab, sodass das Tattoo von Sitzung zu Sitzung blasser wird. Dieser Abtransport braucht Zeit – deshalb sind Sitzungsabstände von etwa sechs bis acht Wochen, bei tiefer oder empfindlicher Haut auch länger, sinnvoll. Eine intakte Lymphfunktion, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und konsequenter UV-Schutz unterstützen diesen Prozess.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Unerwünschte Tätowierungen, die vollständig oder weitgehend entfernt werden sollen
- Mehrfarbige Tattoos, die durch die Kombination von Pico- und Q-Switch-Nd:YAG-Laser behandelt werden können
- Aufhellung eines bestehenden Tattoos als Vorbereitung für ein Cover-up
- Laientätowierungen und unprofessionell gestochene Tattoos
- Schriftzüge, Namen und kleinere Motive, die nicht mehr zur Lebenssituation passen
- Tattoos, die aus beruflichen Gründen entfernt werden sollen (z. B. sichtbare Körperstellen)
- Permanent Make-up an geeigneten Arealen nach individueller ärztlicher Beurteilung
Studien- & Evidenzlage
Die Laserbehandlung gilt nach derzeitigem Kenntnisstand als das schonendste etablierte Verfahren zur Entfernung von Tätowierungen. Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass sich Tätowierungen mit gütegeschalteten Lasern und mit Pikosekundenlasern in vielen Fällen deutlich aufhellen oder weitgehend entfernen lassen, ohne dass – im Vergleich zu chirurgischen oder abtragenden Verfahren – regelmäßig ausgeprägte Narben zurückbleiben. Die Datenlage spricht insgesamt für eine gute Verträglichkeit bei sachgerechter Anwendung.
Beim Vergleich von Pikosekunden- und Nanosekundentechnik deuten Untersuchungen darauf hin, dass Pikosekundenlaser bei bestimmten Farben und Tattoos mitunter mit weniger Sitzungen auskommen können. Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich und hängen stark von Farbe, Pigmentart, Tattoo-Alter, Hauttyp und Gerätetechnik ab. Eine generelle Überlegenheit eines einzelnen Systems für alle Tattoos lässt sich aus der vorhandenen Evidenz nicht ableiten – vielmehr ergänzen sich die Systeme je nach Farbspektrum.
Wichtig ist eine ehrliche Einordnung der Grenzen dieser Evidenz: Viele Studien umfassen vergleichsweise kleine Fallzahlen, unterschiedliche Geräte und uneinheitliche Bewertungsmaßstäbe, und die Pigmentzusammensetzung handelsüblicher Tätowierfarben ist nicht standardisiert und oft nicht im Detail bekannt. Verlässliche Vorhersagen für das einzelne Tattoo sind daher nur eingeschränkt möglich. Allgemein anerkannt ist, dass die individuelle Reaktion variiert, dass eine restlose Entfernung nicht in jedem Fall gelingt und dass Restschatten, sogenanntes Ghosting oder Pigmentverschiebungen vorkommen können.
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Beratung und Aufklärung
Im persönlichen Gespräch begutachten wir Ihr Tattoo hinsichtlich Farben, Größe, Stichtiefe und Alter und beurteilen Ihren Hauttyp. Wir klären Sie ausführlich über den Ablauf, die voraussichtliche Anzahl der Sitzungen, mögliche Risiken und die Grenzen der Behandlung auf und erstellen einen individuellen Behandlungsplan inklusive Kostenübersicht.
Probebehandlung (optional)
Auf Wunsch oder bei unklarer Pigmentreaktion behandeln wir zunächst ein kleines Testareal. So lässt sich einschätzen, wie die Farbpigmente und Ihre Haut auf den Laser ansprechen, bevor die Behandlung des gesamten Tattoos beginnt.
Vorbereitung der Behandlung
Das Behandlungsareal wird gereinigt und desinfiziert. Sie erhalten eine Schutzbrille, und die Haut wird gekühlt, um die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten. Bei Bedarf kann zuvor eine örtlich betäubende Creme aufgetragen werden.
Laserbehandlung
Je nach Farbspektrum Ihres Tattoos kommt der Pico-Laser, der Q-Switch-Nd:YAG-Laser oder eine Kombination beider Systeme zum Einsatz. Die ultrakurzen Lichtimpulse zertrümmern die Farbpigmente in kleinste Partikel. Während der gesamten Behandlung wird die Haut kontinuierlich gekühlt.
Direkte Nachsorge in der Praxis
Unmittelbar nach der Sitzung wird das Areal erneut gekühlt und mit einer pflegenden Wundsalbe sowie gegebenenfalls einem Verband versorgt. Sie erhalten ausführliche schriftliche Hinweise zur Pflege zu Hause.
Heilungsphase und Folgesitzungen
In den Wochen nach der Behandlung baut Ihr Lymphsystem die zertrümmerten Pigmente schrittweise ab. Wichtig sind konsequenter UV-Schutz und eine sorgfältige Pflege des Areals. Nach etwa sechs bis acht Wochen beurteilen wir das Ergebnis und führen die nächste Sitzung durch – so lange, bis das gewünschte Resultat erreicht ist.
Transparenz
Preise
- Kleinpro Sitzung
- 150 €
- Mittelpro Sitzung
- 250 €
- Großpro Sitzung
- 400 €
- Augenbrauen (Permanent Make-up)pro Sitzung
- 150 €
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.
Komplette Preisliste ansehen →Gut vorbereitet
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Vermeiden Sie für etwa vier bis sechs Wochen vor der Behandlung intensive Sonneneinstrahlung, Solarium und Selbstbräuner – die Haut im Behandlungsareal sollte ungebräunt und intakt sein.
- Gerinnungshemmende Medikamente (z. B. Blutverdünner) oder blutverdünnend wirkende Präparate dürfen nur nach Rücksprache mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt pausiert werden – setzen Sie verordnete Medikamente niemals eigenmächtig ab.
- Informieren Sie uns im Vorfeld über Vorerkrankungen, Allergien, bekannte Reaktionen auf das Tattoo, eine Neigung zu Lippenherpes sowie über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen.
- Reinigen Sie das Behandlungsareal am Behandlungstag und tragen Sie dort keine Cremes, Lotionen, Make-up oder Parfüm auf; behaarte Stellen können bei Bedarf vorab vorsichtig rasiert werden.
- Bei empfindlichen Arealen kann nach Absprache rechtzeitig vor dem Termin eine örtlich betäubende Creme aufgetragen werden; planen Sie hierfür entsprechend Zeit ein.
- Achten Sie auf einen guten Allgemeinzustand: Eine intakte, gesunde Haut ohne Sonnenbrand und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützen Heilung und Pigmentabtransport.
Nach der Behandlung
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Kühlen Sie das behandelte Areal in den ersten Stunden nach der Sitzung schonend, um Schwellung und Wundgefühl zu lindern.
- Halten Sie das Areal sauber und trocken und versorgen Sie es mit der empfohlenen Wundpflege; gegebenenfalls wird das Gebiet anfangs mit einem Verband geschützt.
- Kratzen Sie Krusten nicht ab und öffnen Sie keine Bläschen – das beugt Narben und Infektionen vor und unterstützt eine glatte Abheilung.
- Schützen Sie das Areal konsequent vor UV-Strahlung: Verwenden Sie während der gesamten Behandlungsserie ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) und meiden Sie direkte Sonne und Solarium.
- Verzichten Sie für etwa ein bis zwei Wochen auf Sauna, Dampfbad, Schwimmbad, intensiven Sport und stark schwitzende Aktivitäten, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen.
- Trinken Sie ausreichend und unterstützen Sie so den Abtransport der zertrümmerten Pigmente über das Lymphsystem.
- Beobachten Sie das Areal: Bei Anzeichen einer Infektion (zunehmende Rötung, Überwärmung, Eiter, Fieber) oder ungewöhnlichen Reaktionen nehmen Sie bitte zeitnah Kontakt mit uns auf.
- Halten Sie den vereinbarten Abstand von etwa sechs bis acht Wochen bis zur Verlaufskontrolle ein – erst dann lässt sich das Ergebnis beurteilen und die nächste Sitzung sinnvoll planen.
Aufklärung
Risiken & mögliche Nebenwirkungen
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Rötung, Schwellung und Wundgefühl
Unmittelbar nach der Behandlung sind eine Rötung, eine leichte Schwellung und ein wundes, brennendes Gefühl im behandelten Areal normal. Diese Reaktionen klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden bis Tage ab und lassen sich durch Kühlung gut lindern.
Bläschen, Krusten und punktförmige Blutungen
Häufig bildet sich kurzfristig eine weißliche Verfärbung der Haut, gefolgt von kleinen Bläschen, Krusten oder vereinzelten punktförmigen Blutungen. Diese heilen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen folgenlos ab, sofern Krusten nicht abgekratzt und Bläschen nicht geöffnet werden.
Vorübergehende Hyperpigmentierung
Insbesondere bei dunkleren Hauttypen oder nach UV-Belastung kann die Haut im behandelten Bereich vorübergehend nachdunkeln (postinflammatorische Hyperpigmentierung). Diese Verfärbung bildet sich meist über Wochen bis Monate zurück, konsequenter Sonnenschutz wirkt vorbeugend.
Hypopigmentierung (Aufhellung der Haut)
Die Haut kann im Behandlungsareal heller werden als die umgebende Haut, weil die pigmentbildenden Zellen vorübergehend oder – seltener – dauerhaft beeinträchtigt werden. In den meisten Fällen ist diese Aufhellung rückläufig, ein Fortbestehen über längere Zeit ist jedoch möglich.
Texturveränderungen der Haut
In Einzelfällen kann sich die Oberflächenbeschaffenheit der Haut verändern, etwa durch eine geringfügig unebene oder feinere Textur. Sorgfältig gewählte Laserparameter und eine konsequente Nachsorge reduzieren dieses Risiko.
Paradoxes Nachdunkeln und Ghosting
Bestimmte Pigmente – vor allem weiße, hautfarbene, rote sowie Permanent Make-up – können durch die Laserenergie chemisch verändert werden und paradox nachdunkeln. Als Ghosting bezeichnet man verbleibende, schwer entfernbare Restschatten der ursprünglichen Tätowierung. Eine vorherige Probebehandlung kann das Risiko besser einschätzbar machen.
Reaktion auf freigesetzte Farbpigmente
Durch das Zertrümmern der Pigmente werden Bestandteile der Tätowierfarbe im Körper freigesetzt. In seltenen Fällen kann es – insbesondere bei roten und bestimmten bunten Pigmenten – zu lokalen oder, sehr selten, allgemeinen allergischen Reaktionen kommen. Eine bereits vor der Behandlung bestehende Unverträglichkeit gegen das Tattoo erfordert besondere Vorsicht.
Narbenbildung
Selten kann es zu bleibenden Narben kommen, vor allem wenn Krusten manipuliert werden, eine Infektion auftritt oder eine individuelle Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide) besteht. Eine fachgerechte Durchführung und sorgfältige Nachsorge halten dieses Risiko gering.
Infektion des behandelten Areals
Wie bei jeder Behandlung, die die Hautbarriere kurzfristig beanspruchen kann, ist eine Infektion möglich, wenn das Areal nicht sauber gehalten oder die Wundpflege vernachlässigt wird. Anzeichen wie zunehmende Rötung, Überwärmung, Eiter oder Fieber sollten ärztlich abgeklärt werden.
Unvollständige Entfernung und Restschatten
Trotz mehrerer Sitzungen lässt sich eine restlose Entfernung nicht in jedem Fall erreichen. Je nach Pigment können blasse Restschatten oder einzelne Farbanteile zurückbleiben. Eine vollständige Entfernung kann daher nicht zugesagt werden.
Kontraindikationen
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Schwangerschaft und Stillzeit – in diesem Zeitraum wird die Behandlung vorsorglich nicht durchgeführt.
- Akute Entzündungen, Infektionen, offene Wunden oder Hauterkrankungen im oder am Behandlungsareal (z. B. aktive Herpesinfektion, Schuppenflechte, aktive Neurodermitis im Bereich).
- Frische, intensive Bräunung der Haut oder kürzlicher Solariumbesuch sowie die Anwendung von Selbstbräunern, da dies das Risiko für Pigmentverschiebungen erhöht.
- Bekannte Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide) oder ausgeprägten Wundheilungsstörungen.
- Einnahme von lichtsensibilisierenden Medikamenten oder von Wirkstoffen aus der Gruppe der hochdosierten Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge (Retinoide) – hier ist je nach Wirkstoff ein ausreichender Abstand erforderlich.
- Noch nicht vollständig abgeheilte, frische Tätowierungen – die Haut muss vollständig verheilt sein, in der Regel mehrere Wochen bis Monate nach dem Stechen.
- Bekannte allergische Reaktionen auf das vorhandene Tattoo oder auf Tätowierfarben, da das Freisetzen von Pigmenten die Reaktion verstärken kann.
- Bestimmte Allgemeinerkrankungen, eine eingeschränkte Lymph- oder Immunfunktion oder eine Therapie, die die Wundheilung beeinträchtigt – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung nötig.
- Unrealistische Erwartungen an ein garantiert vollständiges, narbenfreies Ergebnis – ein gemeinsames, ehrliches Erwartungsmanagement ist Voraussetzung für die Behandlung.
Optionen
Alternativen & ergänzende Behandlungen
Nicht in jedem Fall ist die vollständige Laser-Tattooentfernung der einzige Weg. Wenn lediglich ein neues Motiv gewünscht ist, kann eine Aufhellung des bestehenden Tattoos als Vorbereitung für ein Cover-up genügen – hierfür sind oft weniger Sitzungen nötig. Bei sehr kleinen Tätowierungen kommt in Einzelfällen ein chirurgisches Vorgehen in Betracht; dieses hinterlässt jedoch in der Regel eine Narbe und wird in unserer Praxis individuell abgewogen oder an geeignete Fachkollegen verwiesen. Von aggressiven Selbstbehandlungen oder nicht-ärztlichen Entfernungsverfahren (etwa durch Einbringen von Substanzen in die Haut) raten wir wegen des hohen Narben- und Infektionsrisikos ausdrücklich ab.
Die in der Tattooentfernung genutzte Lasertechnik gehört zu unserem breiteren lasermedizinischen Angebot. Verbleiben nach abgeschlossener Entfernung etwa Texturunregelmäßigkeiten oder kleine Narben, können nach individueller Beurteilung abtragende Verfahren wie der fraktionierte CO₂-Laser oder der Erbium:YAG-Laser zur Verbesserung des Hautbildes infrage kommen. Für pigment- oder gefäßbezogene Hautanliegen außerhalb von Tätowierungen stehen je nach Befund der Pico-Laser, der Nd:YAG-Laser oder ein Farbstofflaser zur Verfügung. Welches System geeignet ist, klären wir stets im Einzelfall.
Geht es Ihnen über die Tattooentfernung hinaus um ein insgesamt frischeres, harmonischeres Erscheinungsbild, beraten wir Sie gern zu weiteren Behandlungen unserer Praxis – etwa zur Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin, zur Konturierung und zum Volumenaufbau mit Hyaluronsäure-Fillern, zur Injektionslipolyse bei kleinen, hartnäckigen Fettpölsterchen oder zum medizinischen Gewichtsmanagement. Diese Verfahren ersetzen die Tattooentfernung nicht, lassen sich aber zeitlich und thematisch sinnvoll in ein individuelles Behandlungskonzept einordnen.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Laser-Tattooentfernung“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- AWMF-Leitlinienregister (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) – Leitlinien zu Lasermedizin und ästhetischer Dermatologie.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – fachliche Stellungnahmen und Patienteninformationen zur Lasertherapie und zur Entfernung von Tätowierungen.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) – Informationen zu Tätowiermitteln, Pigmenten und zur Anwendung von Lasern an der Haut.
- Fachinformationen und Herstellerangaben der eingesetzten Lasersysteme sowie einschlägige Hygiene- und Medizinprodukteanforderungen.
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Persönliche Beratung
Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch
In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
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