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Dr. NüchelDermatologie & Allergologie
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Laser- & Lichttherapie (medizinisch)

Aktinische Keratosen

Behandlung aktinischer Keratosen – lichtbedingter Hautveränderungen und Frühform des hellen Hautkrebses – u. a. mit der photodynamischen Therapie (PDT).

Überblick

Aktinische Keratosen sind durch jahrelange UV-Belastung entstandene Hautveränderungen. Sie zeigen sich als raue, schuppende, manchmal rötliche Stellen, vor allem an den sogenannten Sonnenterrassen wie Gesicht, Ohren, Kopfhaut (bei Glatze), Handrücken und Unterarmen. Aktinische Keratosen gelten als Frühform bzw. Vorstufe des hellen Hautkrebses und sollten ärztlich beurteilt und behandelt werden.

Für die Behandlung stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Bei flächigen Veränderungen (Feldkanzerisierung) ist die photodynamische Therapie (PDT) ein etabliertes Verfahren, mit dem sich größere Areale in einer Sitzung behandeln lassen.

Anwendungsgebiete

  • Aktinische Keratosen (einzeln oder flächig)
  • Feldkanzerisierung (mehrere Veränderungen in einem Areal)
  • Morbus Bowen
  • Oberflächliche Basalzellkarzinome nach ärztlicher Beurteilung

Ablauf

  1. Untersuchung und Therapiewahl

    Zunächst beurteilen wir die Hautveränderungen und legen das geeignete Verfahren fest. Bei Unklarheit kann eine feingewebliche (histologische) Untersuchung sinnvoll sein.

  2. Photodynamische Therapie – Wirkstoff auftragen

    Die betroffenen Areale werden mit einer Creme behandelt, die einen lichtaktivierbaren Wirkstoff enthält. Dieser wird vor allem von den veränderten Zellen aufgenommen.

  3. Einwirkzeit

    Anschließend wird das Areal lichtgeschützt abgedeckt – bei der klassischen PDT für etwa drei Stunden, damit sich der Wirkstoff in den veränderten Zellen anreichert.

  4. Belichtung

    Danach wird das Areal mit kaltem roten Licht einer speziellen Lampe für rund zehn Minuten bestrahlt; dabei werden die veränderten Zellen gezielt geschädigt. Bei Bedarf kann die Behandlung nach 10–14 Tagen wiederholt werden.

  5. Alternative Verfahren

    Je nach Befund kommen auch ablative Laser (Erbium-YAG- oder fraktionierter CO₂-Laser), die Vereisung (Kryotherapie) oder Cremes zur Selbstanwendung infrage. Welches Verfahren am besten passt, besprechen wir mit Ihnen.

Was Sie erwartet

  • Während der Belichtung kann die klassische PDT brennen oder schmerzen – teils deutlich; bei Bedarf kühlen wir oder unterbrechen. Die Tageslicht-Variante („Daylight-PDT“) ist meist deutlich schmerzärmer, benötigt aber eine längere Belichtungszeit.
  • Für einige Tage nach der Behandlung sind Rötung, Schwellung und Krustenbildung im behandelten Areal üblich.
  • Mit der PDT lassen sich größere, flächige Areale in einer Sitzung behandeln.
  • Schützen Sie die behandelten Stellen anschließend konsequent vor Sonnenlicht.
  • Bei medizinischer Notwendigkeit ist die Behandlung in der Regel eine Kassenleistung; den Rahmen besprechen wir vorab.

Risiken & Hinweise

  • Vorübergehend können Rötung, Brennen, Schwellung und Krusten auftreten; die Haut ist nach der Behandlung lichtempfindlich.
  • Nicht jede Veränderung spricht vollständig an – Kontrolltermine und ggf. eine Wiederholung sind wichtig.
  • Bleibt ein Befund unklar oder verändert er sich, ist eine feingewebliche Untersuchung zur Sicherung der Diagnose notwendig.
  • Die photodynamische Therapie eignet sich nur für oberflächliche Formen (z. B. oberflächliches Basalzellkarzinom, Morbus Bowen); knotige oder tiefer wachsende Tumoren und invasiver heller Hautkrebs werden anders – meist operativ – behandelt. Vor einer solchen Behandlung sichern wir die Diagnose in der Regel feingeweblich.
  • Bei bestimmten lichtempfindlichen Erkrankungen (z. B. Porphyrie) oder einer Unverträglichkeit gegen den lichtaktivierbaren Wirkstoff ist die PDT nicht geeignet – das klären wir vorab.
  • Schützen Sie das behandelte Areal nach der Belichtung konsequent (in der Regel mindestens 48 Stunden) vor Sonnenlicht; selten bleiben vorübergehende Pigmentverschiebungen oder, sehr selten, kleine Narben zurück.
  • Da aktinische Keratosen Ausdruck einer insgesamt lichtgeschädigten Haut sind, sind regelmäßige Hautkontrollen und konsequenter Sonnenschutz wichtig.

Häufige Fragen

Sind aktinische Keratosen gefährlich?
Sie gelten als Frühform bzw. Vorstufe des hellen Hautkrebses. Einzelne Veränderungen sind meist gut behandelbar; unbehandelt können sie mit der Zeit in einen hellen Hautkrebs übergehen. Deshalb sollten sie ärztlich beurteilt und behandelt werden.
Was ist die photodynamische Therapie?
Ein Verfahren, bei dem ein lichtaktivierbarer Wirkstoff auf die Haut aufgetragen und nach einer Einwirkzeit mit speziellem Licht bestrahlt wird. Dabei werden die veränderten Zellen gezielt geschädigt. Sie eignet sich besonders für flächige Veränderungen.
Tut die Behandlung weh?
Die klassische PDT kann während der Belichtung brennen oder schmerzen – teils deutlich; bei Bedarf wird gekühlt oder pausiert. Die Tageslicht-Variante ist meist deutlich schmerzärmer.