Dermatologie
Haarsprechstunde
Abklärung und Behandlung von Haarausfall bei Frauen und Männern – mit Ursachensuche, computergestützter Verlaufskontrolle (TrichoScan) und individuell abgestimmter Therapie.
Überblick
Haarausfall bei Frauen und Männern kann viele Ursachen haben. In unserer Haarsprechstunde klären wir mögliche Auslöser ab – etwa hormonelle Störungen, Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder einen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. Ziel ist es, die Ursache zu finden und die Behandlung gezielt darauf abzustimmen.
Zur objektiven Verlaufskontrolle setzen wir das computergestützte System TrichoScan ein. Es misst objektiv die Haardichte und das Verhältnis von Haaren in der Wachstums- zur Ruhephase und macht so den Verlauf der Behandlung über die Zeit messbar.
Anwendungsgebiete
- Haarausfall bei Frauen und Männern
- Diffuser Haarausfall (z. B. hormonell, durch Schilddrüse oder Mangelzustände)
- Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
- Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
- Verlaufs- und Erfolgskontrolle einer laufenden Therapie
- Unklare Veränderungen von Haar und Kopfhaut
Ablauf
Anamnese und Ursachenabklärung
Im Gespräch und bei der Untersuchung der Kopfhaut gehen wir möglichen Ursachen nach – hormonelle Störungen, Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen sowie ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. Bei Bedarf ergänzen wir die Abklärung durch Laboruntersuchungen.
TrichoScan (objektive Verlaufskontrolle)
Ein etwa 1 cm² großes Areal wird rasiert; drei Tage später werden die nachgewachsenen Haare gefärbt und mit einer Digitalkamera in 20-facher Vergrößerung aufgenommen. Die Software analysiert die Haardichte sowie das Verhältnis von Anagen- (Wachstums-) zu Telogenhaaren (Ruhephase). Nach drei bis sechs Monaten wird die Untersuchung wiederholt, um den Therapieerfolg zu messen.
Individuell abgestimmte Therapie
Je nach Ursache kommen Haarwässer sowie Präparate mit Vitaminen und Spurenelementen zum Einsatz. Ergänzend können die Mesotherapie oder die PRP-Therapie eingesetzt werden, bei denen Wirkstoffe gezielt in die Kopfhaut eingebracht werden. Bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) bieten wir zusätzlich eine topische Immuntherapie (z. B. mit Diphenylcyclopropenon, DPCP) oder die Behandlung mit dem Excimer-Laser an.
Verlaufskontrolle
In regelmäßigen Abständen beurteilen wir den Verlauf – objektiviert durch den TrichoScan – und passen die Therapie bei Bedarf an.
Was Sie erwartet
- Für den TrichoScan wird ein kleines Areal (ca. 1 cm²) rasiert; der aussagekräftige Vergleich erfolgt nach drei bis sechs Monaten.
- Haarwachstum verändert sich langsam – der Behandlungserfolg lässt sich erst über mehrere Monate beurteilen.
- Die Therapie wird individuell auf die festgestellte Ursache abgestimmt.
- Injektionsbehandlungen (Mesotherapie, PRP) erfolgen in der Regel über mehrere Sitzungen.
- TrichoScan, PRP- und Mesotherapie sind in der Regel Selbstzahler- bzw. IGeL-Leistungen; was im Einzelfall medizinisch notwendig ist, besprechen wir vorab.
Risiken & Hinweise
- Nach Injektionen in die Kopfhaut (Mesotherapie, PRP) können vorübergehend Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse auftreten; Infektionen sind selten.
- Die DPCP-Behandlung löst bewusst eine kontrollierte, ärztlich überwachte Hautreaktion aus, die mit Juckreiz und Rötung einhergeht; sie kann auch stärker ausfallen (ausgeprägtes Ekzem, Blasen, Lymphknotenschwellung im Hals-/Nackenbereich) oder vorübergehende helle oder dunkle Pigmentflecken hinterlassen. Die Dosis wird daher schrittweise und ärztlich überwacht gesteigert.
- Nach einer Excimer-Laser-Behandlung ist eine vorübergehende Rötung möglich.
- Der Behandlungserfolg ist individuell unterschiedlich und nicht garantierbar; je nach Ursache ist Haarausfall nur begrenzt beeinflussbar.
- PRP- und Mesotherapie sowie die DPCP-Behandlung sind für diese Anwendung keine arzneimittelrechtlich zugelassenen Standardtherapien; sie erfolgen als individueller Behandlungsversuch nach ausführlicher Aufklärung, und ihre Wirksamkeit ist je nach Verfahren unterschiedlich belegt.
- Über die für Ihre Therapie relevanten Risiken klären wir Sie vorab persönlich auf.
Häufige Fragen
- Welche Ursachen kann Haarausfall haben?
- Sehr unterschiedliche: hormonelle Störungen, Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen, ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, erblich bedingter Haarausfall oder kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata). In der Haarsprechstunde klären wir die Ursache gezielt ab.
- Was ist der TrichoScan?
- Ein computergestütztes Verfahren zur objektiven Verlaufskontrolle. Es misst die Haardichte und das Verhältnis von Wachstums- zu Ruhehaaren. Durch den Vergleich nach drei bis sechs Monaten lässt sich der Verlauf objektiv beurteilen.
- Welche Behandlungen bieten Sie an?
- Je nach Ursache Haarwässer und Präparate mit Vitaminen und Spurenelementen, ergänzend Mesotherapie oder PRP-Therapie. Bei kreisrundem Haarausfall setzen wir zusätzlich DPCP oder den Excimer-Laser ein.
- Wie schnell sehe ich ein Ergebnis?
- Haar wächst langsam – der Erfolg zeigt sich über mehrere Monate. Deshalb erfolgt die TrichoScan-Kontrolle in der Regel nach drei bis sechs Monaten.
- Sind die Behandlungen schmerzhaft?
- Injektionen in die Kopfhaut können kurz unangenehm sein, werden aber meist gut vertragen. Über den Ablauf der jeweiligen Behandlung informieren wir Sie vorab.