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Dr. NüchelDermatologie & Allergologie
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Laser- & Lichttherapie (medizinisch)

Nagelpilz (Onychomykose)

Behandlung von Nagelpilz mit einem kombinierten Konzept aus Laserbehandlung, äußerlicher und ggf. innerlicher Therapie sowie podologischer Nagelpflege.

Überblick

Nagelpilz (Onychomykose) ist sehr häufig – bei den über 60-Jährigen sind etwa 20 bis 30 Prozent betroffen. Meist sind die Zehennägel befallen, oft begleitet von Fußpilz mit Schuppung an der Sohle und in den Zehenzwischenräumen.

Wir verfolgen ein kombiniertes Behandlungskonzept: die Laserbehandlung des Nagels, eine äußerliche Therapie mit Cremes, Gelen und Nagellacken, bei Bedarf eine innerliche (systemische) Behandlung sowie die podologische Nagelpflege in unserer Praxis.

Anwendungsgebiete

  • Nagelpilz der Zehennägel
  • Nagelpilz der Fingernägel
  • Nagelpilz in Kombination mit Fußpilz

Ablauf

  1. Diagnose und Konzept

    Zunächst sichern wir die Diagnose – in der Regel durch einen Erregernachweis (mikroskopische Untersuchung, Pilzkultur oder eine molekulare Untersuchung), da sich hinter einem veränderten Nagel auch andere Ursachen verbergen können und eine innerliche Behandlung einen gesicherten Pilznachweis voraussetzt. Anschließend legen wir das individuelle Behandlungskonzept fest; häufig ist eine Kombination mehrerer Bausteine sinnvoll.

  2. Podologische Vorbereitung

    Der Nagel wird podologisch so kurz wie möglich abgeschliffen, damit das Laserlicht die Nagelplatte besser durchdringen kann.

  3. Laserbehandlung

    Mit einem Long-Pulse-Nd:YAG-Laser wird der Nagel behandelt; das Laserlicht durchdringt die Nagelplatte und erwärmt gezielt die Nagelstrukturen. Das Verfahren ist darauf ausgerichtet, das umgebende Gewebe (Nagel, Nagelbett, Nagelmatrix, Nagelfalz) zu schonen. Die Behandlung ist schmerzarm und kommt ohne Betäubung aus.

  4. Begleitende Therapie

    Ergänzend kommen äußerliche Antimykotika (Cremes, Gele, Lacke) und – je nach Befund – eine innerliche Behandlung zum Einsatz. Zu Beginn werden in der Regel drei Laserbehandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen empfohlen.

Was Sie erwartet

  • Die Laserbehandlung ist schmerzarm und benötigt keine Betäubung.
  • Zu Beginn sind in der Regel drei Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen vorgesehen.
  • Ein Nagel wächst langsam – ein gesunder Nachwuchs wird erst über Monate sichtbar.
  • Häufig lässt sich Nagelpilz am besten mit einem kombinierten Konzept behandeln; die Gesamtdauer richtet sich nach dem individuellen Befund.

Risiken & Hinweise

  • Während der Behandlung kann ein Wärme- oder Druckgefühl am Nagel auftreten.
  • Der Behandlungserfolg ist individuell unterschiedlich und lässt sich nicht garantieren; Nagelpilz kann erneut auftreten.
  • Die wissenschaftliche Datenlage zur alleinigen Laserbehandlung von Nagelpilz ist begrenzt und uneinheitlich; der Laser wird daher als Baustein eines kombinierten Konzepts eingesetzt.
  • Sehr selten kann es bei zu hoher Hitzeeinwirkung zu einer kleinen Verbrennung oder Blasenbildung am Nagelrand kommen; die Energie wird dem Empfinden angepasst.
  • Eine innerliche (Tabletten-)Behandlung kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben und macht ggf. Laborkontrollen (z. B. Leberwerte) erforderlich; ob sie sinnvoll ist, prüfen wir individuell.
  • Eine konsequente Fuß- und Schuhhygiene sowie die Mitbehandlung von begleitendem Fußpilz sind wichtig, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.
  • Die Nagelpilz-Laserbehandlung ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung.

Häufige Fragen

Ist die Laserbehandlung schmerzhaft?
Nein, sie ist schmerzarm und kommt ohne Betäubung aus. Während der Behandlung kann ein Wärmegefühl am Nagel auftreten.
Wie viele Behandlungen brauche ich?
Zu Beginn sind in der Regel drei Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen vorgesehen. Da der Nagel langsam wächst, zeigt sich ein gesunder Nachwuchs erst über Monate.
Warum reicht der Laser allein oft nicht?
Nagelpilz spricht am besten auf ein kombiniertes Konzept an: Laser, äußerliche und ggf. innerliche Therapie sowie podologische Pflege. Wichtig ist außerdem, begleitenden Fußpilz mitzubehandeln.