Laserbehandlungen
Erbium:YAG-Laser
Schonendes und präzises Abtragen von Altersflecken, Alterswarzen und feinen Fältchen – mit dem Erbium:YAG-Laser und in der Regel kurzer Ausfallzeit.
Behandelbare Areale
- Stirn- & Augenbereich
- Mundbereich
- Gesicht
- Hände
- Dekolleté
- Alterswarzen
Der Erbium:YAG-Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von 2.940 Nanometern, die besonders stark von Wasser in der Haut aufgenommen wird. Dadurch lassen sich oberflächliche Hautschichten sehr präzise und kontrolliert abtragen – man spricht hier vom sogenannten Skin-Resurfacing, also einer gezielten Erneuerung der Hautoberfläche. Die thermische Tiefenwirkung, also die Wärmeausbreitung in das umliegende Gewebe, bleibt dabei gering. Das umgebende gesunde Gewebe wird so weitgehend geschont, und die Haut kann sich in der Regel zügig regenerieren.
Typische Einsatzgebiete sind Altersflecken (medizinisch: Lentigines), Alterswarzen (seborrhoische Keratosen), kleine gutartige Hautveränderungen wie Fibrome sowie feine Fältchen, etwa im Bereich von Augen oder Mund. Im Vergleich zum CO2-Laser ist die Ausfallzeit nach einer Erbium:YAG-Behandlung in der Regel kürzer, da das Gewebe weniger stark erwärmt wird. Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Befund, der Hautregion und dem gewünschten Ergebnis ab – das klären wir gemeinsam im persönlichen Beratungsgespräch.
Wichtig ist uns: Vor jeder Laserbehandlung steht die ärztliche Beurteilung der Hautveränderung. Als Praxis mit dermatologischem Hintergrund prüfen wir zunächst, ob es sich tatsächlich um eine gutartige Veränderung handelt, bevor wir sie entfernen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass keine behandlungsbedürftige Hauterkrankung übersehen wird. Im Anschluss besprechen wir mit Ihnen realistisch, welches Ergebnis erreichbar ist und wie viele Sitzungen voraussichtlich nötig sind.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Wirkprinzip
Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip
Der Erbium:YAG-Laser ist ein sogenannter ablativer Laser – das bedeutet, er trägt Hautgewebe gezielt ab. Sein Festkörper-Lasermedium ist ein mit Erbium dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Kristall, woraus sich der Name ableitet. Er sendet Licht mit einer Wellenlänge von 2.940 Nanometern aus. Entscheidend ist, dass genau diese Wellenlänge fast exakt mit dem Absorptionsmaximum von Wasser zusammenfällt: Wasser nimmt diese Lichtenergie etwa zehnmal stärker auf als die des CO2-Lasers (10.600 Nanometer). Da die obersten Hautschichten zu einem großen Teil aus Wasser bestehen, wird die Laserenergie bereits in einer sehr dünnen Gewebeschicht nahezu vollständig absorbiert.
Aus dieser hohen Wasserabsorption ergibt sich das charakteristische Wirkprinzip: Die aufgenommene Energie verdampft das Gewebewasser schlagartig, wodurch die oberste Hautschicht präzise abgetragen wird – ein Vorgang, der als 'kalte' Ablation bezeichnet wird. 'Kalt' meint dabei nicht, dass keine Wärme entsteht, sondern dass nur sehr wenig Wärme in die tieferen, umliegenden Gewebeschichten abgegeben wird. Die thermische Restschädigung – also der schmale Saum miterhitzten Gewebes unterhalb der abgetragenen Schicht – fällt beim Erbium:YAG-Laser deutlich geringer aus als beim CO2-Laser, der seine Energie weniger fokussiert abgibt und mehr Wärme in die Tiefe leitet.
Diese geringe thermische Tiefenwirkung hat zwei wesentliche Folgen. Zum einen lässt sich die Abtragungstiefe sehr fein und kontrolliert dosieren, sodass oberflächliche Veränderungen schichtweise und präzise entfernt werden können, ohne tieferes Gewebe unnötig zu belasten. Zum anderen heilt die Haut nach einer Erbium:YAG-Behandlung in der Regel zügiger ab (schnellere Reepithelialisierung, also Neubildung der Oberhaut), weil weniger gesundes Gewebe geschädigt wird. Dies erklärt die typischerweise kürzere Ausfallzeit im Vergleich zum CO2-Laser.
Die Kehrseite dieser Schonung betrifft den Straffungseffekt: Die beim CO2-Laser stärkere Erwärmung der Lederhaut (Dermis) regt das kollagene Bindegewebe zur Zusammenziehung und Neubildung an, was zu einer ausgeprägteren Hautstraffung führen kann. Beim Erbium:YAG-Laser fällt dieser Straffungs- und Kollagenstimulationseffekt aufgrund der geringeren Wärmewirkung in der Regel schwächer aus. Für oberflächliche Hautveränderungen und feine Fältchen ist dies meist unerheblich; geht es jedoch primär um eine deutliche Straffung tieferer Falten, kann ein anderes Verfahren besser geeignet sein. Moderne Geräte können diese Eigenschaften zum Teil durch variable Impulsdauern (kürzere, rein ablative versus längere, stärker koagulierende Impulse) anpassen.
Ein zentraler Punkt vor jeder ablativen Laserbehandlung ist die dermatologische Beurteilung der Hautveränderung. Da der Laser das Gewebe abträgt, geht die Möglichkeit verloren, einen Befund nachträglich vollständig feingeweblich (histologisch) zu untersuchen. Deshalb ist es entscheidend, vor der Behandlung zweifelsfrei zu klären, dass eine gutartige Veränderung vorliegt. Bei unklaren oder verdächtigen Befunden wird vor einer Lasertherapie eine Gewebeprobe entnommen und histologisch untersucht oder ein anderes Vorgehen gewählt, damit keine behandlungsbedürftige Hauterkrankung übersehen wird.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Altersflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen oder Dekolleté
- Alterswarzen (seborrhoische Keratosen) nach vorheriger dermatologischer Beurteilung
- Kleine gutartige Hautveränderungen wie Fibrome (weiche Bindegewebsknötchen)
- Feine Fältchen, zum Beispiel um Augen und Mund
- Unebenheiten der Hautoberfläche und einzelne oberflächliche Narben
- Wunsch nach einem feineren, gleichmäßigeren Hautbild durch oberflächliches Skin-Resurfacing
- Patientinnen und Patienten, die eine möglichst kurze Ausfallzeit bevorzugen
Studien- & Evidenzlage
Die ablative Lasertherapie mit dem Erbium:YAG-Laser ist seit vielen Jahren ein etabliertes Verfahren in der dermatologischen und ästhetischen Medizin. Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten beschreiben für das oberflächliche Skin-Resurfacing sowie für die Entfernung gutartiger, oberflächlicher Hautveränderungen wie Lentigines und seborrhoischer Keratosen insgesamt günstige Ergebnisse bei – im Vergleich zum CO2-Laser – meist geringerer thermischer Belastung und kürzerer Heilungszeit. Die zugrunde liegenden physikalischen Wirkmechanismen sind gut verstanden und reproduzierbar.
Bei der Bewertung der Evidenz ist jedoch Zurückhaltung angebracht. Viele Untersuchungen umfassen vergleichsweise kleine Fallzahlen, unterscheiden sich in Lasereinstellungen, Behandlungsprotokollen und Nachbeobachtungszeiträumen und arbeiten teils mit subjektiven Bewertungsmaßstäben. Ein direkter, standardisierter Vergleich zwischen verschiedenen Geräten und Verfahren ist dadurch erschwert. Aussagen zu langfristigen Ergebnissen über mehrere Jahre sind nur eingeschränkt belastbar, zumal die natürliche Hautalterung und die Sonnenexposition fortlaufend weiterwirken.
Wichtig ist die ehrliche Einordnung, dass sich Behandlungsergebnisse individuell unterscheiden und nicht garantiert werden können. Faktoren wie Hauttyp, Art und Tiefe der Veränderung, Lebensalter, Sonnenverhalten und die Sorgfalt in der Nachsorge beeinflussen das Resultat. Wir orientieren uns an den Empfehlungen der Fachgesellschaften und am aktuellen Stand der Literatur, betonen aber gegenüber unseren Patientinnen und Patienten stets, dass eine realistische Erwartungshaltung Teil einer seriösen Beratung ist.
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Ärztliche Beratung und Hautbeurteilung
Zu Beginn untersuchen wir die betreffenden Hautveränderungen, bei Bedarf mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop). So stellen wir sicher, dass es sich um gutartige Befunde handelt, die für eine Laserbehandlung geeignet sind. Anschließend besprechen wir mit Ihnen das geplante Vorgehen, realistische Erwartungen, mögliche Alternativen sowie Risiken und Nebenwirkungen.
Vorbereitung und Betäubung
Die Haut wird gereinigt und desinfiziert. Je nach Größe und Lage des Areals tragen wir eine betäubende Creme auf, die etwa 30 bis 45 Minuten einwirkt, oder setzen eine örtliche Betäubung. Bei sehr kleinen, oberflächlichen Veränderungen ist häufig auch eine Behandlung ohne Betäubung gut möglich. Ihre Augen werden während der Behandlung mit einer speziellen Schutzbrille geschützt.
Laserbehandlung
Mit dem Erbium:YAG-Laser tragen wir die Hautveränderung Schicht für Schicht ab. Durch die präzise Wirkung des Lasers können wir die Abtragungstiefe genau steuern und das umliegende Gewebe weitgehend schonen. Die eigentliche Laserbehandlung dauert je nach Anzahl und Größe der Areale meist nur wenige Minuten bis etwa eine halbe Stunde.
Direkte Nachbehandlung in der Praxis
Unmittelbar nach der Behandlung kühlen wir die behandelten Stellen und tragen eine pflegende Wundsalbe auf. Die Haut kann gerötet sein und leicht brennen, ähnlich wie nach einem Sonnenbrand. Sie erhalten von uns konkrete Empfehlungen für die Pflege zu Hause.
Heilungsphase zu Hause
In den folgenden Tagen bilden sich auf den behandelten Stellen feine Krusten, die nach etwa fünf bis zehn Tagen von selbst abfallen. Wichtig sind in dieser Zeit eine konsequente Wundpflege nach unserer Anleitung sowie ein zuverlässiger Sonnenschutz, um Pigmentverschiebungen zu vermeiden. Die Krusten sollten nicht abgekratzt werden.
Kontrolle und gegebenenfalls Folgesitzung
Bei Bedarf vereinbaren wir einen Kontrolltermin, um das Ergebnis zu beurteilen. Manche Befunde – etwa ausgedehnte Areale oder feine Fältchen – lassen sich schrittweise in mehreren Sitzungen behandeln. Den sinnvollen Abstand zwischen den Sitzungen legen wir individuell fest, in der Regel sind es mehrere Wochen.
Transparenz
Preise
- 1–3 Stellen
- 150 €
- Jede weitere Stelle
- 30 €
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.
Komplette Preisliste ansehen →Gut vorbereitet
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Sonnenkarenz: Meiden Sie in den Wochen vor der Behandlung intensive Sonneneinstrahlung und Solarium im Behandlungsareal. Frisch gebräunte Haut sollte vor dem Eingriff abklingen, da Bräunung das Risiko für Pigmentverschiebungen erhöht.
- Medikamente: Informieren Sie uns über alle Medikamente, die Sie einnehmen – insbesondere über blutgerinnungshemmende Mittel und lichtsensibilisierende Präparate. Gerinnungshemmer setzen Sie bitte niemals eigenmächtig ab, sondern nur nach ausdrücklicher ärztlicher Rücksprache.
- Hautzustand: Das Behandlungsareal sollte am Behandlungstag frei von akuten Entzündungen, Infektionen oder Reizungen sein. Bei bekannter Neigung zu Lippenherpes informieren Sie uns vorab, damit eine vorbeugende Behandlung erwogen werden kann.
- Pflege und Kosmetik: Verzichten Sie am Behandlungstag auf Make-up, Cremes, Selbstbräuner und reizende Pflegeprodukte (z. B. Fruchtsäuren oder Vitamin-A-Säure-Präparate) im Behandlungsareal. Hinweise zum Pausieren bestimmter Wirkstoffe geben wir Ihnen im Vorgespräch.
- Vorerkrankungen und Allergien: Teilen Sie uns relevante Vorerkrankungen, bekannte Allergien (auch gegen Betäubungsmittel) sowie frühere Probleme bei der Wundheilung oder Narbenbildung mit.
- Planung: Planen Sie nach der Behandlung einige Tage ein, in denen mit Rötung und Krustenbildung zu rechnen ist, und vermeiden Sie wichtige gesellschaftliche Termine unmittelbar danach.
Nach der Behandlung
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Kühlung: In den ersten Stunden können Sie die behandelten Stellen vorsichtig kühlen, um Brennen und Schwellung zu lindern. Verwenden Sie dabei keine Eiswürfel direkt auf der Haut.
- Wundpflege: Tragen Sie die von uns empfohlene pflegende Salbe gemäß Anleitung auf und halten Sie das Areal sauber. Die Krusten dürfen keinesfalls abgekratzt werden – sie fallen nach einigen Tagen von selbst ab.
- UV-Schutz: Schützen Sie die behandelte Haut konsequent vor Sonne. Sobald die Haut es zulässt, verwenden Sie einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) und meiden direkte Sonneneinstrahlung für mehrere Wochen – das ist der wichtigste Schutz vor Pigmentverschiebungen.
- Sport-, Sauna- und Schwimmbad-Karenz: Verzichten Sie in den ersten Tagen auf intensiven Sport, starkes Schwitzen, Sauna, Dampfbad und Schwimmbad, da Schweiß, Wärme und Reibung die heilende Haut reizen und das Infektionsrisiko erhöhen können.
- Reinigung und Kosmetik: Reinigen Sie das Areal nur sanft. Make-up und reizende Pflegeprodukte sollten erst nach Abheilung und in Absprache mit uns wieder verwendet werden.
- Keine mechanische Reizung: Vermeiden Sie Reiben, Peelings und enge, scheuernde Kleidung im Behandlungsbereich, bis die Haut vollständig abgeheilt ist.
- Warnzeichen beachten: Bei zunehmender Rötung, starker Schwellung, Schmerzen, Eiterbildung oder Fieber kontaktieren Sie uns bitte – das können Anzeichen einer Infektion sein.
- Verlaufskontrolle: Nehmen Sie vereinbarte Kontrolltermine wahr. So können wir das Ergebnis beurteilen und gegebenenfalls eine Folgesitzung planen.
Aufklärung
Risiken & mögliche Nebenwirkungen
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Rötung, Schwellung und Brennen
Unmittelbar nach der Behandlung ist die Haut im Behandlungsareal gerötet, leicht geschwollen und kann brennen oder spannen – ähnlich wie nach einem Sonnenbrand. Diese Reaktionen sind erwartbar und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab; eine leichte Rötung kann etwas länger bestehen bleiben.
Krustenbildung und Nässen
In den Tagen nach der Behandlung bilden sich auf den abgetragenen Stellen feine Krusten, die behandelten Areale können anfangs leicht nässen. Die Krusten fallen üblicherweise nach etwa fünf bis zehn Tagen von selbst ab. Werden sie vorzeitig abgekratzt, steigt das Risiko für Narben und Pigmentstörungen.
Vorübergehende Pigmentverschiebungen
Die behandelte Haut kann nach der Abheilung vorübergehend dunkler (Hyperpigmentierung) oder heller (Hypopigmentierung) erscheinen. Dies tritt häufiger bei intensiver Sonnenbelastung während der Heilungsphase und bei dunkleren Hauttypen auf. Solche Pigmentverschiebungen bilden sich meist über Wochen bis Monate zurück, können in seltenen Fällen jedoch länger bestehen.
Anhaltende Pigmentstörungen
In selteneren Fällen können Pigmentverschiebungen dauerhaft bestehen bleiben. Vor allem ein anhaltender Pigmentverlust (Hypopigmentierung) lässt sich nicht immer vollständig beheben. Konsequenter UV-Schutz und das Meiden von Sonne in der Heilungsphase senken dieses Risiko.
Verzögerte Wundheilung und Nachrötung
Die Heilung kann individuell langsamer verlaufen als erwartet, und eine sichtbare Rötung (Erythem) kann im Einzelfall über mehrere Wochen anhalten. Bestimmte Vorerkrankungen, Rauchen und mangelnde Nachsorge können die Heilung beeinträchtigen.
Infektionen
Da der Laser eine oberflächliche Wunde erzeugt, besteht – wie bei jeder offenen Hautstelle – ein Infektionsrisiko durch Bakterien oder Viren. Bei bekannter Neigung zu Lippenherpes (Herpes simplex) kann der Eingriff einen erneuten Ausbruch auslösen; in solchen Fällen kann vorbeugend eine medikamentöse Prophylaxe sinnvoll sein. Sorgfältige Wundpflege und Hygiene senken das Risiko.
Narbenbildung
Sichtbare Narben sind bei fachgerechter, oberflächlicher Behandlung selten, lassen sich aber nicht vollständig ausschließen. Ein erhöhtes Risiko besteht bei zu tiefem Abtrag, gestörter Wundheilung, Infektionen oder bei einer persönlichen Neigung zu überschießender Narbenbildung (hypertrophe Narben, Keloide).
Unvollständige Entfernung oder Wiederauftreten
Nicht jede Veränderung lässt sich in einer Sitzung vollständig entfernen; teils sind Folgesitzungen nötig. Altersflecken können bei erneuter Sonnenbelastung wieder auftreten, und an anderen Hautstellen können im Rahmen der natürlichen Hautalterung neue Veränderungen entstehen.
Abweichendes oder ausbleibendes Ergebnis
Das ästhetische Ergebnis ist individuell unterschiedlich und kann von der Erwartung abweichen. Insbesondere beim Resurfacing feiner Fältchen fällt der Effekt aufgrund der geringen thermischen Tiefenwirkung des Erbium:YAG-Lasers meist dezent aus. Ein bestimmtes Ergebnis kann nicht garantiert werden.
Reaktionen auf Betäubung und Lagerung
Bei örtlicher Betäubung sind – sehr selten – Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel möglich. Über entsprechende Vorerkrankungen und Allergien sollten Sie uns vor der Behandlung informieren.
Kontraindikationen
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Hautveränderungen, deren Gutartigkeit nicht zweifelsfrei feststeht – diese müssen zuerst dermatologisch abgeklärt und gegebenenfalls feingeweblich (histologisch) untersucht werden, bevor eine Lasertherapie infrage kommt.
- Schwangerschaft und Stillzeit – in dieser Zeit verzichten wir auf ästhetisch motivierte Laserbehandlungen, da hierzu keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen.
- Akute Hautinfektionen, offene Wunden oder entzündliche Hauterkrankungen im Behandlungsareal (z. B. ein akuter Lippenherpes-Ausbruch oder eine bakterielle Hautinfektion).
- Frische Bräunung oder stark sonnengeschädigte Haut im Behandlungsareal – hier ist das Risiko für Pigmentverschiebungen erhöht; die Behandlung sollte verschoben werden.
- Bekannte Neigung zu überschießender Narbenbildung (hypertrophe Narben, Keloide) – hier ist besondere Zurückhaltung geboten.
- Einnahme bestimmter Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen oder die Wundheilung beeinträchtigen können, sowie eine Aknetherapie mit hochdosierten Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen (Isotretinoin) in den vergangenen Monaten – das Vorgehen wird ärztlich individuell abgewogen.
- Gerinnungsstörungen oder die Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente – diese werden vor der Behandlung ärztlich bewertet; eigenmächtiges Absetzen ist unbedingt zu vermeiden.
- Schwere Allgemeinerkrankungen, eine ausgeprägte Immunschwäche oder andere Faktoren, die die Wundheilung erheblich stören.
- Unrealistische Erwartungen oder fehlende Bereitschaft zur konsequenten Nachsorge und zum UV-Schutz.
Optionen
Alternativen & ergänzende Behandlungen
Ob der Erbium:YAG-Laser die beste Wahl ist, hängt vom Befund, der Hautregion und Ihrem Ziel ab. Geht es um tiefere Falten oder eine ausgeprägtere Hautstraffung, kann der fraktionierte CO₂-Laser geeigneter sein, da seine stärkere Wärmewirkung das Bindegewebe intensiver stimuliert – allerdings meist mit längerer Ausfallzeit. Für oberflächliche, schonende Abtragung mit kürzerer Heilungszeit bleibt der Erbium:YAG-Laser eine sehr präzise Option.
Bei pigmentierten Veränderungen und insbesondere bei Tätowierungen sind güteschaltete Laser wie der Pico-Laser oder der Nd:YAG-Laser oft das Mittel der Wahl, da sie Farbpigmente gezielt zertrümmern, ohne die Hautoberfläche flächig abzutragen. Bei erweiterten Äderchen, Rötungen oder bestimmten Gefäßveränderungen kann der Farbstofflaser sinnvoller sein. Solche gefäß- und pigmentselektiven Verfahren verfolgen ein anderes Wirkprinzip als das ablative Skin-Resurfacing.
Für Anliegen, die nicht die Hautoberfläche, sondern Volumen, Mimik oder Körperkontur betreffen, kommen andere Verfahren der Praxis infrage: mimische Falten lassen sich mit Botulinumtoxin entspannen, Volumenverluste und tiefere Falten mit Hyaluronsäure-Fillern ausgleichen, kleinere Fettpölsterchen mit der Injektionslipolyse behandeln, und bei übergeordneten Gewichtsfragen kann ein medizinisches Gewichtsmanagement der passende Weg sein. Welche Methode – allein oder in Kombination – für Sie sinnvoll ist, besprechen wir individuell und ergebnisoffen im Beratungsgespräch.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Erbium:YAG-Laser“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- AWMF-Leitlinienregister (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) – Leitlinien zu Hauttumoren und dermatologischen Verfahren als Orientierung für die Indikationsstellung und Abklärung von Hautveränderungen.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – fachliche Empfehlungen und Informationen zu dermatologischen Laser- und Hautbehandlungen.
- Fachinformationen und herstellerunabhängige Anwendungsempfehlungen zu medizinischen Lasersystemen sowie publizierte kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zur ablativen Lasertherapie.
- Hinweis: Diese allgemeinen Quellenangaben dienen der Orientierung und ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch.
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Persönliche Beratung
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In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
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