Laserbehandlungen
Pico-Laser
Der Pico-Laser arbeitet mit ultrakurzen Pikosekunden-Impulsen und zerlegt überschüssiges Pigment besonders fein – zur schonenden Behandlung von Pigmentflecken, Sonnenschäden und Sommersprossen sowie zur Verfeinerung des Hautbildes.
Behandelbare Areale
- Altersflecken Gesicht
- Sonnenschäden Hände
- Pigmentflecken Dekolleté
- Sommersprossen
- Porenverfeinerung
- Fältchen
- Aknenarben
Der Pico-Laser ist ein modernes Lasersystem, das mit ultrakurzen Lichtimpulsen im Pikosekundenbereich arbeitet – eine Pikosekunde entspricht dem Billionstel einer Sekunde. Durch diese extrem kurze Impulsdauer wirkt der Laser vorwiegend photoakustisch, also über eine mechanische Druckwelle, und weniger über Hitze. Überschüssig eingelagertes Melanin – der körpereigene Hautfarbstoff, der Pigmentflecken ihre Farbe verleiht – wird dabei in feinste Partikel zerlegt, die der Körper anschließend über sein eigenes Abräumsystem abtransportieren kann. Das umliegende Gewebe wird auf diese Weise vergleichsweise wenig thermisch belastet.
Das Haupteinsatzgebiet des Pico-Lasers in unserer Praxis ist die Behandlung gutartiger Pigmentveränderungen: Altersflecken und Sonnenflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen und Dekolleté, fleckige, unregelmäßige Pigmentierung infolge von Sonnenschäden sowie Sommersprossen, die als störend empfunden werden. Darüber hinaus eignet sich der Pico-Laser zur sanften Verfeinerung des Hautbildes, etwa bei vergröberten Poren, unruhigem Teint oder feinen Knitterfältchen – hier setzt er gezielte Mikroreize in der Haut, ohne die Oberfläche flächig abzutragen. Der Pico-Laser ist zudem ein zentraler Baustein unserer kombinierten Laser-Tattooentfernung, die wir auf einer eigenen Behandlungsseite ausführlich beschreiben.
Vor jeder Behandlung steht bei uns eine ausführliche ärztliche Untersuchung und Beratung: Pigmentveränderungen werden zunächst dermatologisch beurteilt, denn nur eindeutig gutartige Befunde dürfen gelasert werden. Wir prüfen, ob die Behandlung für Ihren Hauttyp und Ihr Anliegen geeignet ist, und besprechen realistische Erwartungen, Ablauf und mögliche Risiken in Ruhe mit Ihnen.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Wirkprinzip
Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip
Der Pico-Laser gehört zu den qualitätsgeschalteten Lasersystemen, deren Besonderheit in der extrem kurzen Impulsdauer liegt. Eine Pikosekunde entspricht einem Billionstel einer Sekunde – die Energie wird also in einem winzigen Zeitfenster auf das Zielpigment übertragen. Maßgeblich für die Wirkung ist das Prinzip der selektiven Photothermolyse: Lichtenergie einer bestimmten Wellenlänge wird bevorzugt von einem Zielfarbstoff (Chromophor) aufgenommen – bei der Pigmentbehandlung ist dies das körpereigene Melanin, das in Pigmentflecken vermehrt eingelagert ist –, während das umliegende Gewebe weitgehend verschont bleibt.
Während klassische Pigmentlaser im Nanosekundenbereich (Milliardstelsekunden) das Pigment vor allem erhitzen und so über einen photothermischen Effekt zerkleinern, ist die Impulsdauer beim Pico-Laser so kurz, dass ein zusätzlicher photoakustischer beziehungsweise photomechanischer Effekt in den Vordergrund tritt: Die schlagartige Energieaufnahme erzeugt eine winzige Druck- oder Stoßwelle, die das Pigment regelrecht mechanisch zerschlägt. Dadurch entstehen tendenziell kleinere Bruchstücke, und die Wärmebelastung des umgebenden Gewebes fällt vergleichsweise gering aus – ein Aspekt, der gerade bei der Behandlung im Gesicht und an empfindlichen Arealen von Bedeutung ist.
Die so entstandenen Melaninpartikel sind klein genug, dass der Körper sie über sein eigenes Abräumsystem entfernen kann: Fresszellen des Immunsystems (Makrophagen) nehmen die Bruchstücke auf, zudem wird ein Teil des behandelten Pigments mit der natürlichen Erneuerung der Oberhaut nach außen abgestoßen. Klinisch zeigt sich das daran, dass behandelte Pigmentflecken zunächst nachdunkeln, feine Krusten oder Schüppchen bilden und nach deren Abfallen heller erscheinen. Dieser Heilungs- und Abbauprozess erklärt, warum das endgültige Ergebnis erst nach einigen Wochen beurteilt werden kann.
Bei Alters- und Sonnenflecken (Lentigines) zielt der Laser auf das vermehrt eingelagerte Melanin in der Oberhaut. Voraussetzung ist stets, dass die Pigmentveränderung zuvor ärztlich als gutartig eingestuft wurde – Laserlicht darf niemals auf unklare oder verdächtige Hautveränderungen angewendet werden, da hierdurch eine notwendige Diagnostik verschleiert werden könnte. Aus diesem Grund gehört die dermatologische Beurteilung, im Zweifel mit dem Auflichtmikroskop, fest zu jeder Pigmentbehandlung in unserer Praxis.
Bei der Verfeinerung des Hautbildes wird teils ein Effekt genutzt, der als laserinduzierte optische Durchbruchbildung (LIOB) bezeichnet wird: In tieferen Hautschichten entstehen mikroskopisch kleine, kontrollierte Reizpunkte, ohne die Hautoberfläche flächig abzutragen. Dies kann körpereigene Reparatur- und Umbauprozesse anregen. Inwieweit sich daraus für die einzelne Patientin oder den einzelnen Patienten ein sichtbarer Effekt ergibt, ist individuell unterschiedlich und sollte nicht überbewertet werden; der Nutzen ist hier zurückhaltender einzuschätzen als bei der eigentlichen Pigmententfernung.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Pigmentflecken wie Altersflecken und Sonnenflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen und Dekolleté
- Fleckige, unregelmäßige Pigmentierung durch Sonnenschäden nach dermatologischer Abklärung
- Sommersprossen, die als störend empfunden werden – nach individueller ärztlicher Beurteilung
- Gutartige oberflächliche Pigmentveränderungen, z. B. einzelne Café-au-lait-Flecken, nach ärztlicher Prüfung im Einzelfall
- Unruhiges, unebenmäßiges Hautbild und vergröberte Poren
- Feine Knitterfältchen und beginnende lichtbedingte Hautalterung zur sanften Hautbildverfeinerung
- Leichte oberflächliche Aknenarben zur Unterstützung eines glatteren Hautbildes
Studien- & Evidenzlage
Pikosekundenlaser sind in der ästhetischen Dermatologie seit mehreren Jahren etabliert und Gegenstand zahlreicher klinischer Untersuchungen. Für die Behandlung gutartiger Pigmentveränderungen – insbesondere von Lentigines (Alters- und Sonnenflecken) und Sommersprossen – zeigen Studien und Fallserien, dass sich behandelte Flecken häufig bereits in wenigen Sitzungen deutlich aufhellen lassen. Einzelne Vergleichsuntersuchungen deuten zudem darauf hin, dass die geringere Wärmebelastung der Pikosekundentechnik bei bestimmten Hauttypen mit einem niedrigeren Risiko für entzündungsbedingte Nachpigmentierungen einhergehen könnte; die Datenlage hierzu ist jedoch nicht einheitlich.
Bei der Hautbildverfeinerung ist die Datenlage insgesamt heterogener: Die untersuchten Geräte, Einstellungen und Bewertungsmaßstäbe variieren erheblich, sodass sich Ergebnisse nur eingeschränkt verallgemeinern lassen. Positive Berichte liegen etwa zur Behandlung vergröberter Poren, feiner Fältchen und oberflächlicher Aknenarben vor, ohne dass daraus ein für alle gleichermaßen erreichbarer Effekt abgeleitet werden kann.
Bei der Einordnung der Evidenz ist Zurückhaltung angebracht. Viele Studien umfassen vergleichsweise kleine Fallzahlen, unterschiedliche Geräte und Behandlungsprotokolle, und die Bewertung des Erfolgs erfolgt nicht immer standardisiert. Ergebnisse aus Studien lassen sich daher nicht eins zu eins auf den einzelnen Befund übertragen. Faktoren wie Tiefe und Dichte der Pigmenteinlagerung, Hauttyp, Lokalisation, UV-Verhalten und individuelle Heilung beeinflussen das Resultat maßgeblich, weshalb sich Behandlungsverlauf und Endergebnis im Vorfeld nicht garantieren lassen.
Unser Anspruch ist eine ehrliche Aufklärung: Der Pico-Laser ist ein leistungsfähiges, gut untersuchtes Verfahren, aber kein Versprechen auf ein bestimmtes Ergebnis. Wir orientieren uns am aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand und an den Empfehlungen der dermatologischen Fachgesellschaften und besprechen mit Ihnen, was in Ihrem Fall realistisch erreichbar ist und wo die Grenzen der Methode liegen.
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Ärztliche Beratung und dermatologische Beurteilung
Im persönlichen Beratungsgespräch untersuchen wir Ihre Haut und beurteilen die Pigmentveränderungen dermatologisch – nur eindeutig gutartige Befunde kommen für eine Laserbehandlung infrage, auffällige oder unklare Pigmentmale werden zuvor abgeklärt. Sie erhalten eine ausführliche Aufklärung über Ablauf, realistische Erwartungen, mögliche Risiken und die voraussichtliche Anzahl der Sitzungen.
Vorbereitung der Haut
Das Behandlungsareal sollte einige Wochen vor der Sitzung nicht intensiv der Sonne ausgesetzt werden, da gebräunte Haut das Risiko für Pigmentverschiebungen erhöht. Am Behandlungstag wird die Haut gereinigt und desinfiziert. Auf Wunsch kann eine betäubende Creme aufgetragen werden, um die Behandlung angenehmer zu gestalten.
Laserbehandlung
Der Pico-Laser gibt ultrakurze Lichtimpulse gezielt auf die einzelnen Pigmentflecken beziehungsweise flächig auf das Behandlungsareal ab. Die Impulse werden häufig als kurzes Zwicken oder als das Schnippen eines Gummibandes beschrieben. Je nach Anzahl und Größe der behandelten Stellen dauert die eigentliche Laserbehandlung nur wenige Minuten bis etwa eine halbe Stunde. Ihre Augen werden während der gesamten Behandlung durch eine spezielle Schutzbrille geschützt.
Kühlung und Versorgung
Unmittelbar nach der Behandlung wird die Haut gekühlt, um Rötung und Schwellung zu lindern. Bei Bedarf wird das Areal mit einer beruhigenden Wundpflege versorgt. Sie erhalten von uns konkrete Hinweise zur Pflege in den folgenden Tagen.
Nachsorge zu Hause
Behandelte Pigmentflecken dunkeln in den ersten Tagen typischerweise etwas nach und bilden feine Krusten oder Schüppchen, die nach etwa ein bis zwei Wochen von selbst abfallen – bitte nicht kratzen oder rubbeln. Auf Sauna, Schwimmbad und intensiven Sport sollten Sie kurzfristig verzichten. Konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist über mehrere Wochen wichtig, um Pigmentverschiebungen vorzubeugen.
Kontrolle und Folgesitzungen
Viele Alters- und Sonnenflecken lassen sich bereits in ein bis drei Sitzungen sichtbar aufhellen; bei der Hautbildverfeinerung ist meist eine Serie mehrerer Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen sinnvoll. Das Ergebnis an behandelten Pigmentflecken lässt sich erst nach vollständiger Abschuppung verlässlich beurteilen. Wir kontrollieren den Verlauf bei jedem Termin und passen die Behandlungsparameter individuell an Ihre Hautreaktion an.
Gut vorbereitet
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Meiden Sie intensive Sonneneinstrahlung und Solarium für etwa vier Wochen vor der Behandlung; das Areal sollte zum Termin möglichst nicht gebräunt sein.
- Verzichten Sie in den Wochen vor dem Termin auf Selbstbräuner im Behandlungsareal, da dieser die Beurteilung der Pigmentflecken und die Laserwirkung beeinflussen kann.
- Informieren Sie uns über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere über gerinnungshemmende Mittel – diese bitte nur nach ärztlicher Rücksprache pausieren, niemals eigenmächtig absetzen.
- Teilen Sie uns Vorerkrankungen, Allergien, eine Neigung zu Herpesbläschen oder zu auffälliger Narbenbildung sowie frühere Behandlungen des Areals mit.
- Das Behandlungsareal sollte am Termin sauber, frei von Make-up, Cremes und Parfüm sein.
- Verzichten Sie unmittelbar vor der Behandlung auf reizende Pflegeprodukte (z. B. Fruchtsäuren oder retinolhaltige Produkte) im Areal.
- Planen Sie nach der Sitzung etwas Schonung ein und vermeiden Sie für die ersten Tage Aktivitäten mit starkem Schwitzen oder mechanischer Reizung der behandelten Stelle.
Nach der Behandlung
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Kühlen Sie das Areal bei Bedarf vorsichtig, etwa mit einem sauberen, in ein Tuch gewickelten Kühlelement, um Rötung und Wärmegefühl zu lindern.
- Halten Sie die behandelte Stelle sauber und trocken und tragen Sie nur die von uns empfohlene Wund- oder Pflegecreme auf.
- Kratzen oder reiben Sie Krusten und Schüppchen nicht ab und lassen Sie sie von selbst abfallen, um Pigmentstörungen, Infektionen und Narben vorzubeugen.
- Schützen Sie das Areal konsequent vor UV-Strahlung und verwenden Sie nach Abheilung über mehrere Wochen einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+).
- Verzichten Sie für einige Tage auf Sauna, Dampfbad, Schwimmbad, intensiven Sport und starkes Schwitzen.
- Vermeiden Sie für die ersten Tage reizende Kosmetika, Selbstbräuner und Peelings im behandelten Bereich.
- Halten Sie vereinbarte Verlaufskontrollen ein; das Ergebnis an behandelten Pigmentflecken lässt sich meist erst nach vollständiger Abschuppung nach etwa zwei bis vier Wochen verlässlich beurteilen.
- Melden Sie sich bei Zeichen einer Infektion (zunehmende Rötung, Schwellung, Schmerzen, Fieber) oder bei ungewöhnlichen Reaktionen umgehend in unserer Praxis.
Aufklärung
Risiken & mögliche Nebenwirkungen
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Rötung, Schwellung und Wärmegefühl
Unmittelbar nach der Behandlung sind eine Rötung, eine leichte Schwellung und ein Wärme- oder Brennempfinden im Behandlungsareal die Regel. Diese Reaktionen sind harmlos und klingen meist innerhalb weniger Stunden bis Tage von selbst ab.
Nachdunkelung und Schuppung der behandelten Flecken
Behandelte Pigmentflecken dunkeln in den ersten Tagen typischerweise nach und bilden feine Krusten oder Schüppchen, bevor sie sich aufhellen. Dies ist Teil des normalen Heilungsverlaufs und kein Grund zur Sorge; die Krusten sollten von selbst abfallen und nicht abgekratzt werden.
Krusten- und Bläschenbildung
Im behandelten Bereich können sich kleine Krusten oder Bläschen bilden, die für die Heilung normal sind. Sie sollten nicht aufgekratzt oder geöffnet werden, da dies das Risiko für Infektionen und Narben erhöht. Die Krusten fallen nach einigen Tagen von selbst ab.
Pigmentverschiebungen
Die behandelte Haut kann vorübergehend heller (Hypopigmentierung) oder dunkler (postinflammatorische Hyperpigmentierung) erscheinen als die umgebende Haut. Solche Verschiebungen bilden sich meist über Wochen bis Monate zurück, treten aber häufiger bei dunkleren Hauttypen und bei vorbestehender Sonnenbräune auf. Konsequenter UV-Schutz vor und nach der Behandlung senkt dieses Risiko.
Unvollständige Aufhellung und Wiederkehr
Nicht jede Pigmentveränderung spricht gleich gut an. Einzelne Flecken können trotz mehrerer Sitzungen sichtbar bleiben oder – insbesondere bei erneuter UV-Belastung – im Verlauf nachpigmentieren. Eine vollständige und dauerhafte Entfernung kann daher nicht zugesagt werden.
Verschlechterung bei Melasma
Bei Melasma kann eine Laserbehandlung die Pigmentierung paradox verstärken oder ein rasches Wiederauftreten begünstigen. Deshalb wird diese Diagnose vor jeder Behandlung ärztlich abgegrenzt und eine Laserbehandlung hier nur sehr zurückhaltend und in ein Gesamtkonzept eingebettet erwogen.
Infektionen
Da die Hautbarriere kurzzeitig gestört sein kann, besteht ein geringes Infektionsrisiko. Eine sorgfältige Wundpflege, Sauberkeit und der Verzicht auf Schwimmbad und Sauna in den ersten Tagen senken dieses Risiko deutlich. Zeichen einer Infektion sind etwa zunehmende Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Eiterbildung.
Texturveränderungen und Narbenbildung
In seltenen Fällen kann es zu bleibenden Veränderungen der Hautoberfläche, etwa zu Vertiefungen, Erhabenheiten oder Narben kommen. Bei entsprechender Veranlagung ist auch eine überschießende Narbenbildung (Keloid) möglich. Die vorwiegend photoakustische Wirkweise des Pico-Lasers gilt als vergleichsweise gewebeschonend, ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen.
Vorübergehende Empfindungsstörungen
Im behandelten Areal können kurzzeitig ein Spannungsgefühl, eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit oder ein leichtes Taubheitsgefühl auftreten. Solche Beschwerden sind in der Regel vorübergehend.
Allergische Reaktionen
Verwendete Pflegeprodukte oder betäubende Cremes können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Teilen Sie uns bekannte Allergien und Unverträglichkeiten daher bitte vor der Behandlung mit.
Augenschädigung bei fehlendem Schutz
Laserlicht kann das Auge ernsthaft schädigen. Während der gesamten Behandlung tragen daher sowohl die behandelte Person als auch das Praxisteam einen geeigneten Augenschutz. Dieses Risiko wird durch konsequente Schutzmaßnahmen praktisch ausgeschlossen.
Kontraindikationen
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Schwangerschaft und Stillzeit – hier wird aus Vorsicht auf elektive ästhetische Laserbehandlungen verzichtet.
- Aktive Hautinfektionen, offene Wunden oder entzündliche Hauterkrankungen (z. B. ein aktiver Lippenherpes) im oder am Behandlungsareal.
- Frisch gebräunte oder stark sonnenexponierte Haut sowie kurz zurückliegende Solariumbesuche, da dies das Risiko für Pigmentverschiebungen erhöht.
- Pigmentveränderungen, deren Gutartigkeit nicht zweifelsfrei feststeht – diese müssen vor jeder Laserbehandlung dermatologisch abgeklärt werden.
- Melasma beziehungsweise hormonell mitbedingte Pigmentstörungen – eine Laserbehandlung kommt hier nur nach besonders zurückhaltender ärztlicher Abwägung infrage, da sich die Pigmentierung verschlechtern kann.
- Bekannte Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden) oder zu ausgeprägten Pigmentstörungen.
- Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente oder bestimmter Wirkstoffe, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen (ärztliche Rücksprache erforderlich).
- Bestimmte Hauterkrankungen, die zu krankhaften Hautreaktionen an Reizstellen neigen (z. B. Schuppenflechte oder Vitiligo im Areal) – Behandlung nur nach individueller ärztlicher Abwägung.
- Akute Bestrahlung des Areals oder kurz zurückliegende chemische Peelings beziehungsweise andere oberflächliche Hautbehandlungen im selben Bereich.
- Eingeschränkte Wundheilung, etwa bei unzureichend eingestelltem Diabetes mellitus oder unter immunsuppressiver Therapie – nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung.
Optionen
Alternativen & ergänzende Behandlungen
Der Pico-Laser ist nicht für jeden Befund das beste Verfahren. Der gütegeschaltete Rubinlaser gilt als klassischer, hochselektiver Pigmentlaser und ist bei vielen Alters- und Sonnenflecken eine ebenso bewährte Option. Für erhabene oder verhornte gutartige Hautveränderungen – etwa Alterswarzen (seborrhoische Keratosen) – ist meist nicht das Zerlegen des Pigments, sondern das schichtweise Abtragen mit dem Erbium:YAG-Laser das geeignetere Vorgehen. Welches Lasersystem für Ihren Befund am besten passt, beurteilen wir individuell im Beratungsgespräch.
Geht es Ihnen um die Entfernung oder Aufhellung einer Tätowierung, finden Sie alle Informationen auf unserer eigenen Behandlungsseite zur Laser-Tattooentfernung: Dort beschreiben wir ausführlich, wie der Pico-Laser als zentraler Baustein mit dem Q-Switch-Nd:YAG-Laser kombiniert wird, um ein breites Farbspektrum zu adressieren.
Bei vaskulären Hautveränderungen wie erweiterten Äderchen oder Rötungen ist der Pico-Laser nicht das Mittel der Wahl; hier kommen gefäßwirksame Systeme wie der Farbstoff-Laser oder der Nd:YAG-Laser in Betracht. Geht es Ihnen primär nicht um Pigmente, sondern um Falten oder Volumenverlust, sind je nach Wunsch Botulinumtoxin (zur Entspannung mimischer Falten) oder Hyaluronsäure-Filler (zum Ausgleich von Volumen und Falten) die passenderen Verfahren. Diese ehrliche Einordnung ist Teil unseres ärztlichen Beratungsgesprächs: Wir empfehlen den Pico-Laser nur dann, wenn er für Ihr Ziel tatsächlich die beste Option ist, und weisen Sie ansonsten auf die sinnvollere Alternative hin.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Pico-Laser“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- Leitlinien und Empfehlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) sowie das AWMF-Leitlinienregister (www.awmf.org) zur Lasertherapie der Haut.
- Informationen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie geltende Vorgaben zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung beim Einsatz von Lasern an der Haut.
- Herstellerangaben und Fachinformationen zum verwendeten Lasersystem sowie zu eingesetzten Pflege- und Betäubungsprodukten.
- Aktuelle Übersichtsarbeiten der dermatologischen Fachliteratur zur laserbasierten Behandlung gutartiger Pigmentveränderungen (allgemeiner Forschungsstand, ohne Einzelfallübertragbarkeit).
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Persönliche Beratung
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In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
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