Dr. NüchelAesthetik
Nd:YAG-Laser bei Dr. Nüchel Aesthetik in MönchengladbachBeispielbild

Laserbehandlungen

Nd:YAG-Laser

Der Nd:YAG-Laser dringt mit seiner Wellenlänge von 1.064 Nanometern besonders tief in die Haut ein und eignet sich für Besenreiser, dauerhafte Haarreduktion und die Entfernung dunkler Tattoo-Pigmente.

Behandelbare Areale

  • Besenreiser Beine
  • Gesichtsbehaarung
  • Körperbehaarung
  • dunkle Tattoos
  • tiefe Gefäße

Der Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) arbeitet mit einer Wellenlänge von 1.064 Nanometern und gehört damit zu den Lasersystemen, die besonders tief in das Gewebe eindringen. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem vielseitigen Instrument der modernen Lasermedizin. Je nach Einstellung und Betriebsmodus lassen sich mit ein und demselben System sehr unterschiedliche Behandlungsziele verfolgen – von Gefäßveränderungen über unerwünschte Körperbehaarung bis hin zu dunklen Tattoo-Pigmenten.

Im sogenannten Long-Pulse-Modus, also mit längeren Lichtimpulsen, behandeln wir Besenreiser an den Beinen und tieferliegende Gefäßveränderungen: Das Laserlicht wird vom roten Blutfarbstoff in den erweiterten Gefäßen aufgenommen, die Gefäßwände veröden und werden vom Körper nach und nach abgebaut. Derselbe Modus eignet sich auch zur dauerhaften Haarreduktion. Weil die Wellenlänge von 1.064 Nanometern vergleichsweise wenig vom Hautpigment Melanin aufgenommen wird, ist der Nd:YAG-Laser hierfür auch bei dunkleren Hauttypen einsetzbar, bei denen viele andere Lasersysteme an ihre Grenzen stoßen.

Im Q-Switch-Modus gibt der Laser dagegen extrem kurze, energiereiche Impulse ab, die Tattoo-Pigmente in winzige Partikel zersprengen, welche der Körper anschließend über das Lymphsystem abtransportiert. Dunkle Farben wie Schwarz und Dunkelblau sprechen darauf in der Regel gut an. Welche Anwendung für Sie infrage kommt, wie viele Sitzungen voraussichtlich nötig sind und welches Ergebnis realistisch erwartet werden kann, besprechen wir ausführlich in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxisetage in Mönchengladbach.

Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.

Wirkprinzip

Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip

Grundlage aller hier beschriebenen Anwendungen ist das Prinzip der selektiven Photothermolyse. Dabei wird Laserlicht einer definierten Wellenlänge gezielt von einer bestimmten Zielstruktur in der Haut aufgenommen – dem sogenannten Chromophor, also einem lichtaufnehmenden Farbstoff wie dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin, dem Hautpigment Melanin oder den Tattoo-Pigmenten. Die aufgenommene Lichtenergie wird in Wärme umgewandelt und zerstört oder verändert die Zielstruktur, während das umliegende Gewebe weitgehend geschont wird. Durch die Wahl von Wellenlänge, Impulsdauer und Energie lässt sich dieser Effekt auf das jeweilige Behandlungsziel abstimmen.

Die Wellenlänge von 1.064 Nanometern ist vergleichsweise lang. Das hat zwei wichtige Konsequenzen: Zum einen dringt das Licht tiefer in die Haut ein als bei kurzwelligeren Systemen und erreicht so auch tiefer gelegene Gefäße und Haarwurzeln. Zum anderen wird es vom Hautpigment Melanin nur in geringem Maße aufgenommen. Dadurch lässt sich der Nd:YAG-Laser – mit angepassten Parametern und entsprechender Vorsicht – auch bei dunkleren Hauttypen (Fitzpatrick-Typen IV bis VI) einsetzen, bei denen kurzwelligere Laser ein höheres Risiko für Verbrennungen und Pigmentstörungen tragen.

Im Long-Pulse-Modus gibt der Laser längere Lichtimpulse ab. Bei Gefäßveränderungen nimmt das Hämoglobin in den erweiterten Äderchen die Energie auf; die Gefäßwand erwärmt sich, das Gefäß verödet (koaguliert) und wird vom Körper über Wochen abgebaut. Bei der Haarreduktion wirkt das Melanin in der Haarwurzel als Chromophor: Die Wärme schädigt den Haarfollikel im Rahmen der sogenannten Follikel-Photothermolyse. Wirksam erreichbar sind dabei vor allem Haare in der aktiven Wachstumsphase (Anagenphase). Da sich zu jedem Zeitpunkt nur ein Teil der Haare in dieser Phase befindet, ist eine Serie von Sitzungen erforderlich – und korrekt spricht man von dauerhafter Haarreduktion, nicht von vollständiger, dauerhafter Entfernung.

Im Q-Switch-Modus erzeugt der Laser dagegen extrem kurze, energiereiche Impulse im Nanosekundenbereich. Diese treffen die Tattoo-Pigmente so schnell und intensiv, dass ein photoakustischer Effekt entsteht: Die Pigmentpartikel zerbersten in winzige Bruchstücke, die anschließend über das Lymphsystem abtransportiert werden. Dunkle Pigmente wie Schwarz und Dunkelblau nehmen die Wellenlänge von 1.064 Nanometern besonders gut auf und sprechen daher in der Regel gut an, während sich andere Farben mit diesem System nur eingeschränkt behandeln lassen.

Entscheidend für die Schonung des umliegenden Gewebes ist die Abstimmung der Impulsdauer auf die jeweilige Zielstruktur. Vereinfacht gilt: Kleine Strukturen wie Tattoo-Pigmente geben Wärme sehr schnell ab und werden daher mit ultrakurzen Impulsen behandelt, größere Strukturen wie Gefäße mit längeren Impulsen. Eine begleitende Hautkühlung schützt zusätzlich die Oberhaut und erhöht den Komfort. Die individuelle Wahl dieser Parameter durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt ist ein wesentlicher Faktor für Wirksamkeit und Sicherheit.

Indikationen

Für wen geeignet

Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:

  • Besenreiser an den Beinen (feine, oberflächlich sichtbare Äderchen)
  • Tieferliegende Gefäßveränderungen, die für oberflächlich wirkende Laser nicht erreichbar sind
  • Unerwünschte Körper- und Gesichtsbehaarung mit dem Wunsch nach dauerhafter Haarreduktion
  • Dunklere Hauttypen, bei denen andere Lasersysteme zur Haarentfernung nicht geeignet sind
  • Eingewachsene Haare und wiederkehrende Entzündungen der Haarfollikel (z. B. nach Rasur)
  • Tattooentfernung dunkler Pigmente (Schwarz, Dunkelblau) im Q-Switch-Modus
  • Aufhellung oder Entfernung unerwünschter Permanent-Make-up-Reste nach individueller Beurteilung

Studien- & Evidenzlage

Der Nd:YAG-Laser zählt zu den seit Langem etablierten und vergleichsweise gut untersuchten Lasersystemen der Dermatologie. Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen für die dauerhafte Haarreduktion eine deutliche und über Monate anhaltende Verringerung der Haardichte. Ein besonderer Stellenwert wird dem System dabei für dunklere Hauttypen zugeschrieben, weil seine geringe Melanin-Absorption das Risiko von Pigmentstörungen im Vergleich zu kurzwelligeren Lasern verringert.

Für die Behandlung von Besenreisern und kleineren Gefäßveränderungen belegen Untersuchungen ebenfalls eine wirksame Aufhellung beziehungsweise Beseitigung sichtbarer Äderchen, wobei die Ergebnisse je nach Gefäßgröße und -tiefe unterschiedlich ausfallen; bei bestimmten Befunden können andere Verfahren wie die Verödung (Sklerosierung) gleichwertig oder überlegen sein. In der Tattooentfernung sind gütegeschaltete (Q-switched) Lasersysteme das fachlich anerkannte Standardverfahren; die Wellenlänge von 1.064 Nanometern eignet sich dabei vor allem für dunkle Pigmente.

Bei aller positiven Datenlage sind die Grenzen der Evidenz ehrlich zu benennen: Die verfügbaren Studien unterscheiden sich erheblich in eingesetzten Geräten, Parametern, Hauttypen und Nachbeobachtungszeiträumen, sodass sich Ergebnisse nicht ohne Weiteres verallgemeinern lassen. Langzeitdaten über viele Jahre sind begrenzt. Das individuelle Ansprechen hängt von zahlreichen Faktoren ab – etwa Haarfarbe und -dichte, Gefäßbeschaffenheit, Tattoo-Tinte, Stichtechnik und Hauttyp. Ein bestimmtes Ergebnis oder eine vollständige Entfernung kann daher nicht garantiert werden; realistische Erwartungen besprechen wir individuell.

Schritt für Schritt

Behandlungsablauf

So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.

  1. Beratung und Aufklärung

    Im persönlichen Gespräch klären wir Ihr Anliegen, beurteilen Haut, Gefäße, Haare oder Tattoo-Pigmente und prüfen mögliche Kontraindikationen wie frische Bräunung, bestimmte Medikamente oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal. Sie erfahren, welches Ergebnis realistisch ist, wie viele Sitzungen voraussichtlich nötig sind und welche Risiken bestehen. Vor der ersten Behandlung erfolgt eine ausführliche schriftliche Aufklärung.

  2. Probebehandlung an einer Testregion

    Insbesondere bei der Tattooentfernung und bei dunkleren Hauttypen führen wir bei Bedarf zunächst eine Testbehandlung an einer kleinen Stelle durch. So können wir die Reaktion Ihrer Haut beurteilen und die Laserparameter individuell anpassen, bevor größere Areale behandelt werden.

  3. Vorbereitung am Behandlungstag

    Das Behandlungsareal wird gereinigt; bei der Haarentfernung werden die Haare zuvor oberflächlich rasiert, damit die Laserenergie die Haarwurzel und nicht das Haar über der Hautoberfläche erreicht. Sie und das Praxisteam tragen während der gesamten Behandlung eine spezielle Schutzbrille. Auf Wunsch kann bei empfindlichen Arealen vorab eine betäubende Creme aufgetragen werden.

  4. Laserbehandlung

    Die Ärztin bzw. der Arzt führt das Laserhandstück systematisch über das Behandlungsareal. Die Impulse werden je nach Indikation im Long-Pulse-Modus (Gefäße, Haarentfernung) oder im Q-Switch-Modus (Tattoo-Pigmente) abgegeben. Eine integrierte Kühlung bzw. begleitende Hautkühlung macht die Behandlung gut verträglich. Je nach Größe des Areals dauert dieser Schritt wenige Minuten bis etwa eine Stunde.

  5. Kühlung und unmittelbare Nachsorge

    Direkt nach der Behandlung wird das Areal gekühlt, um Rötung und Schwellung zu lindern. Bei Bedarf tragen wir eine beruhigende, wundheilungsfördernde Pflege auf. Sie erhalten konkrete Hinweise für die ersten Tage, etwa zur Hautpflege und zum Verzicht auf Sauna, intensiven Sport und direkte Sonne.

  6. Verlaufskontrolle und Folgesitzungen

    Da Haare zyklisch wachsen und Gefäße sowie Tattoo-Pigmente schrittweise abgebaut werden, sind in der Regel mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen erforderlich. Bei Kontrollterminen beurteilen wir den Verlauf, passen die Behandlungsparameter an und planen gemeinsam die nächsten Schritte.

Transparenz

Preise

Pro Laserimpuls (Spotgröße ca. 1,5 mm)
1 €

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.

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Gut vorbereitet

Vorbereitung auf die Behandlung

Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.

  • Meiden Sie intensive Sonne, Solarium und Selbstbräuner für etwa vier bis sechs Wochen vor der Behandlung, damit die Haut möglichst wenig gebräunt ist.
  • Vor einer Haarentfernung die Haare im Areal nicht zupfen, wachsen oder epilieren – die Haarwurzel muss erhalten bleiben. Rasieren ist erlaubt und wird oft kurz vor dem Termin empfohlen.
  • Informieren Sie uns über alle Medikamente und Erkrankungen, insbesondere über gerinnungshemmende oder lichtsensibilisierende Wirkstoffe; gerinnungshemmende Medikamente bitte nur nach ärztlicher Rücksprache pausieren oder anpassen.
  • Erscheinen Sie mit sauberer Haut im Behandlungsareal, ohne Make-up, Cremes, Deodorant oder Parfum.
  • Sagen Sie den Termin ab, wenn im Behandlungsbereich akute Hautirritationen, Infektionen, Sonnenbrand oder ein Lippenherpes bestehen.

Nach der Behandlung

Nachsorge

Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:

  • Kühlen Sie das behandelte Areal in den ersten Stunden bei Bedarf, um Rötung, Wärmegefühl und Schwellung zu lindern.
  • Schützen Sie die behandelte Haut konsequent vor UV-Strahlung und verwenden Sie für mehrere Wochen einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50+; meiden Sie direkte Sonne und Solarium.
  • Verzichten Sie für einige Tage auf Sauna, Dampfbad, Schwimmbad, heiße Vollbäder und intensiven Sport, um Wärme und Reibung im Areal zu vermeiden.
  • Pflegen Sie die Haut schonend mit den empfohlenen, reizarmen Produkten und verzichten Sie auf Peelings, Fruchtsäuren, Retinoide und reizende Kosmetik, bis die Haut beruhigt ist.
  • Lösen Sie entstehende Krusten oder Bläschen – insbesondere nach einer Tattooentfernung – nicht vorzeitig ab, um Narben und Pigmentstörungen vorzubeugen.
  • Vermeiden Sie mechanische Reizung durch enge Kleidung oder kräftiges Rubbeln des Areals.
  • Nehmen Sie vereinbarte Verlaufskontrollen und Folgesitzungen wahr, damit wir das Ergebnis beurteilen und die Behandlung anpassen können.
  • Kontaktieren Sie die Praxis, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten, etwa zunehmende Schmerzen, starke Schwellung, Eiterbildung oder Fieber als mögliche Zeichen einer Infektion.

Aufklärung

Risiken & mögliche Nebenwirkungen

Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.

  • Rötung und Schwellung

    Eine vorübergehende Rötung und leichte Schwellung des behandelten Areals ist die häufigste Reaktion und in der Regel harmlos. Sie klingt meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ab.

  • Hitze-, Spannungs- und Schmerzgefühl

    Während und kurz nach der Behandlung können ein Wärme- oder Spannungsgefühl sowie ein leichtes Brennen auftreten, ähnlich einem Sonnenbrand. Begleitende Kühlung und auf Wunsch eine betäubende Creme lindern diese Empfindungen.

  • Krustenbildung und oberflächliche Wunden

    Insbesondere nach einer Tattooentfernung können sich oberflächliche Krusten, Bläschen oder kleine Wunden bilden, die über ein bis zwei Wochen abheilen. Werden Krusten vorzeitig abgelöst, steigt das Risiko für Narben und Pigmentstörungen.

  • Pigmentverschiebungen

    Vorübergehend oder – seltener – länger anhaltend kann sich die Hautfarbe im behandelten Bereich verändern: Die Haut kann heller (Hypopigmentierung) oder dunkler (Hyperpigmentierung) erscheinen. Frische Bräunung und dunklere Hauttypen erhöhen dieses Risiko, weshalb Sonnenschutz besonders wichtig ist.

  • Blasenbildung

    Bei höherer Energie oder empfindlicher Haut kann es zur Bildung von Blasen kommen. Diese heilen in der Regel ab, sollten aber nicht eröffnet werden, um Infektionen und Narben vorzubeugen.

  • Infektionen

    Wo die Hautoberfläche – etwa durch Krusten nach einer Tattooentfernung – kurzzeitig nicht intakt ist, besteht ein geringes Infektionsrisiko. Sorgfältige Hygiene und das Befolgen der Nachsorgehinweise senken dieses Risiko deutlich.

  • Narbenbildung

    Selten kann es zu bleibenden Narben kommen, vor allem bei vorzeitigem Ablösen von Krusten, Infektionen oder bei einer Veranlagung zu überschießender Narbenbildung (Keloide). Eine sorgfältige Indikationsstellung und angepasste Parameter verringern dieses Risiko.

  • Paradoxe Haarverdichtung

    In sehr seltenen Fällen kann es bei der Haarentfernung an den Randzonen des behandelten Areals zu einem verstärkten Haarwuchs (paradoxe Hypertrichose) kommen. Dieses Phänomen ist nicht vollständig vorhersehbar und wird im Verlauf gemeinsam beurteilt.

  • Farbumschlag und unvollständige Entfernung bei Tattoos

    Einzelne Pigmente – insbesondere helle oder farbige Tinten – können sich durch die Behandlung verfärben (Farbumschlag) oder dauerhaft sichtbar bleiben. Nicht jedes Tattoo lässt sich vollständig entfernen; das Ergebnis ist individuell unterschiedlich und vorab nicht garantierbar.

  • Augenschädigung ohne Schutz

    Laserlicht kann das Auge ernsthaft schädigen. Aus diesem Grund tragen Sie und das Praxisteam während der gesamten Behandlung eine geeignete Schutzbrille. Behandlungen in unmittelbarer Augennähe unterliegen besonderer Vorsicht.

Kontraindikationen

Wann wir nicht behandeln

In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.

  • Schwangerschaft und Stillzeit – aus Vorsorgegründen wird in dieser Zeit nicht behandelt.
  • Frische, intensive Bräunung der Haut durch Sonne, Solarium oder Selbstbräuner im Behandlungsareal.
  • Akute Infektionen oder entzündliche Hauterkrankungen im Behandlungsbereich, etwa eine aktive Lippen- oder Hautherpes-Infektion.
  • Einnahme oder Anwendung von Wirkstoffen, die die Haut lichtempfindlicher machen (photosensibilisierende Substanzen), sowie bestimmte systemische Aknemittel aus der Wirkstoffklasse der Retinoide – hierzu ist eine ärztliche Rücksprache erforderlich.
  • Erkrankungen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit (z. B. bestimmte Autoimmun- oder Stoffwechselerkrankungen).
  • Bekannte Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide oder hypertrophe Narben).
  • Unklare oder auffällige Pigmentmale, Muttermale oder Hautveränderungen im Behandlungsareal – diese müssen vor einer Behandlung dermatologisch abgeklärt werden; über Muttermalen wird nicht gelasert.
  • Bekannter oder vermuteter Hautkrebs im Behandlungsbereich.
  • Einnahme gerinnungshemmender Medikamente – eine Behandlung ist nur nach ärztlicher Rücksprache und individueller Abwägung möglich.
  • Bei der Haarentfernung: sehr helle, graue oder rote Haare, da sie zu wenig Pigment enthalten, um auf die Behandlung anzusprechen.

Optionen

Alternativen & ergänzende Behandlungen

Welches Verfahren am besten geeignet ist, hängt von Ihrem Anliegen, Hauttyp und Befund ab. Für die Tattooentfernung kann neben dem Nd:YAG-Laser ein Pico-Laser sinnvoll sein, der mit noch kürzeren Impulsen arbeitet und bei mehrfarbigen oder besonders hartnäckigen Tätowierungen Vorteile bieten kann. Bei feinen, oberflächlichen Gefäßveränderungen und Rötungen im Gesicht kommt der Farbstofflaser infrage, der sich gezielt an oberflächlichen Gefäßen orientiert; bei größeren Beinvenen kann auch eine Verödung erwogen werden.

Steht eine Verbesserung des Hautbildes selbst im Vordergrund – etwa bei Falten, Narben oder lichtbedingten Veränderungen –, sind ablativ wirkende Systeme wie der fraktionierte CO₂-Laser oder der Erbium:YAG-Laser die passenderen Werkzeuge, da sie die Hautoberfläche gezielt erneuern. Für diese Anliegen ist der Nd:YAG-Laser nicht das Mittel der Wahl.

Geht es um andere ästhetische Ziele, stehen in unserer Praxis weitere Verfahren zur Verfügung: Botulinumtoxin zur Behandlung mimischer Falten, Hyaluronsäure-Filler zum Ausgleich von Volumenverlust, die Injektionslipolyse bei umschriebenen Fettpolstern sowie ein medizinisch begleitetes Gewichtsmanagement bei übergewichtsbedingten Anliegen. In der persönlichen Beratung ordnen wir ein, welcher Weg – allein oder in Kombination – für Sie sinnvoll ist, und benennen ehrlich auch die jeweiligen Grenzen.

FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Nd:YAG-Laser“ besonders oft gestellt werden.

Die meisten Patientinnen und Patienten beschreiben die Impulse als kurzes Zwicken oder Wärmegefühl, ähnlich dem Schnippen eines Gummibandes auf der Haut. Die Tattooentfernung im Q-Switch-Modus wird häufig als etwas intensiver empfunden als die Haarentfernung. Durch begleitende Kühlung und auf Wunsch eine betäubende Creme lässt sich die Behandlung in aller Regel gut tolerieren.

Das hängt stark von der Indikation ab. Bei der dauerhaften Haarreduktion sind meist sechs bis acht Sitzungen im Abstand von etwa vier bis acht Wochen erforderlich, da der Laser nur Haare in der Wachstumsphase wirksam erreicht. Bei Besenreisern sind je nach Ausprägung häufig ein bis drei Sitzungen nötig, bei der Tattooentfernung – abhängig von Farbtiefe, Pigmentdichte und Stichtechnik – oft sechs bis zwölf oder mehr Sitzungen. Eine verlässliche Einschätzung geben wir Ihnen nach der persönlichen Untersuchung.

Behandelte Besenreiser und entfernte Tattoo-Pigmente kommen in der Regel nicht zurück; allerdings können sich im Laufe der Zeit neue Gefäßveränderungen bilden, insbesondere bei entsprechender Veranlagung. Bei der Haarentfernung sprechen wir bewusst von dauerhafter Haarreduktion: Ein Großteil der behandelten Haare bleibt langfristig aus, einzelne feine Haare können jedoch nachwachsen, etwa durch hormonelle Veränderungen. Gelegentliche Auffrischungssitzungen können dann sinnvoll sein.

Typisch und meist vorübergehend sind Rötung, Schwellung und ein Hitzegefühl im behandelten Areal. Seltener treten Blasen, Krusten, vorübergehende Pigmentverschiebungen (hellere oder dunklere Hautstellen) oder – sehr selten – kleine Narben auf. Bei der Tattooentfernung kann es zu Farbumschlägen einzelner Pigmente kommen, und nicht jedes Tattoo lässt sich vollständig entfernen. Durch sorgfältige Indikationsstellung, angepasste Parameter und konsequenten Sonnenschutz lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Über alle relevanten Risiken klären wir Sie vor der Behandlung ausführlich auf.

Die Kosten richten sich nach Indikation, Größe des Behandlungsareals und Anzahl der erforderlichen Sitzungen und werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Eine erste Orientierung bieten die Richtwerte auf unserer Preisliste; da jede Behandlung individuell geplant wird, besprechen wir den konkreten Kostenrahmen vorab transparent im persönlichen Beratungsgespräch. Ästhetisch motivierte Laserbehandlungen sind in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Nd:YAG-Laser ist dank seiner Wellenlänge für viele Hauttypen geeignet, bei der Haarentfernung auch für dunklere Haut. Sehr helle, graue oder rote Haare enthalten allerdings zu wenig Pigment, um auf die Behandlung anzusprechen. Nicht oder nur eingeschränkt behandeln wir bei frischer, intensiver Bräunung, akuten Infektionen oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal, Einnahme bestimmter lichtsensibilisierender Medikamente, Neigung zu überschießender Narbenbildung sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, klären wir im Beratungsgespräch.

Vier bis sechs Wochen vor der Behandlung sollten Sie intensive Sonne und Solarium meiden; vor einer Haarentfernung bitte nicht zupfen oder wachsen, da die Haarwurzel erhalten bleiben muss – Rasieren ist erlaubt. Nach der Behandlung sind konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, der Verzicht auf Sauna, Schwimmbad und intensiven Sport für einige Tage sowie eine schonende Hautpflege wichtig. Bei der Tattooentfernung sollten entstehende Krusten nicht abgelöst werden, um Narben und Pigmentstörungen zu vermeiden.

Die Laserbehandlung wird ausschließlich von approbierten Ärztinnen und Ärzten mit dermatologischem Hintergrund und Erfahrung in der medizinischen Lasertherapie durchgeführt – von der Beratung über die Festlegung der Laserparameter bis zur Behandlung selbst. Die ärztliche Indikationsstellung und Aufklärung sind uns gerade bei einem tief eindringenden Lasersystem wichtig, weil eine sorgfältige Beurteilung von Hauttyp, Pigmentierung und Vorgeschichte das Risiko von Nebenwirkungen deutlich verringert.

In der Regel behandeln wir volljährige Patientinnen und Patienten. Bei Minderjährigen kommt eine Behandlung nur in begründeten Ausnahmefällen, nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung und mit Einwilligung der Sorgeberechtigten infrage. Da sich Haarwuchs und Hautbild bis ins junge Erwachsenenalter hormonell verändern können, besprechen wir den richtigen Zeitpunkt individuell mit Ihnen.

Grundsätzlich ist eine Behandlung ganzjährig möglich, die kühlere Jahreszeit ist jedoch häufig günstiger. Gebräunte Haut enthält mehr Melanin und kann stärker auf das Laserlicht reagieren, wodurch das Risiko für Pigmentverschiebungen steigt. Im Sommer sind daher eine ungebräunte Ausgangshaut, das konsequente Meiden direkter Sonne und ein hoher Lichtschutzfaktor vor und nach der Behandlung besonders wichtig. Behandelte Areale sollten zudem für mehrere Wochen vor intensiver UV-Strahlung geschützt werden.

Beide Systeme zersprengen Tattoo-Pigmente, setzen dabei aber unterschiedlich an. Der Nd:YAG-Laser im Q-Switch-Modus arbeitet mit sehr kurzen Impulsen im Nanosekundenbereich und spricht dunkle Pigmente wie Schwarz und Dunkelblau gut an. Pico-Laser geben noch kürzere Impulse im Pikosekundenbereich ab und können bei mehrfarbigen oder besonders hartnäckigen Tätowierungen Vorteile bieten. Welches Verfahren für Ihr Tattoo geeignet ist, hängt von Farben, Pigmentdichte und Hauttyp ab und wird individuell beurteilt.

Quellen & Leitlinien

  • AWMF-Leitlinienregister – Leitlinien der Fachgesellschaften, u. a. der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), zu dermatologischen und lasermedizinischen Themen.
  • Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) – Informationen und rechtliche Vorgaben zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV).
  • Fachgesellschaften der ästhetischen und lasermedizinischen Dermatologie – allgemeine Empfehlungen und Stellungnahmen zur Lasertherapie.
  • Fachinformationen und Herstellerangaben der eingesetzten Lasersysteme sowie etablierte dermatologische Fachliteratur als Grundlage der Parameterwahl.

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.

Persönliche Beratung

Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch

In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.