Dr. NüchelAesthetik
PRP & PRF (Eigenbluttherapie) bei Dr. Nüchel Aesthetik in MönchengladbachBeispielbild

Regenerative Medizin & Hautqualität

PRP & PRF (Eigenbluttherapie)

Regeneration mit körpereigenen Bestandteilen: Aus einer kleinen Menge Ihres Blutes gewinnen wir ein Konzentrat an Blutplättchen und Wachstumsfaktoren, das wir zur Verbesserung der Hautqualität, unterstützend bei Haarausfall und bei Narben einsetzen – schonend und ohne körperfremde Wirkstoffe.

Behandelbare Areale

  • Feine Linien
  • Augenpartie
  • Gesicht
  • Kopfhaut & Haarausfall
  • Aknenarben
  • Hautqualität

Bei der Eigenbluttherapie – im Fachbereich häufig als PRP (plättchenreiches Plasma) oder PRF (plättchenreiches Fibrin) bezeichnet – nutzen wir die regenerativen Eigenschaften Ihres eigenen Blutes. Dazu wird Ihnen, ähnlich wie bei einer gewöhnlichen Blutabnahme, eine kleine Menge Blut entnommen. Dieses wird anschließend in einer Zentrifuge aufbereitet, also durch schnelle Drehbewegung in seine Bestandteile aufgetrennt. Gewonnen wird dabei ein Konzentrat, das besonders reich an Blutplättchen (Thrombozyten) und den darin enthaltenen Wachstumsfaktoren ist. Diese körpereigenen Botenstoffe spielen bei der natürlichen Wundheilung und Geweberegeneration eine zentrale Rolle.

Das aufbereitete Konzentrat wird anschließend gezielt in die zu behandelnde Region eingebracht – etwa mit feinen Nadeln in die Haut des Gesichts oder der Augenpartie, in die Kopfhaut zur Unterstützung bei Haarausfall oder in Kombination mit einer Microneedling-Behandlung. Die freigesetzten Wachstumsfaktoren sollen körpereigene Reparatur- und Erneuerungsprozesse anregen. Da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, besteht keine Gefahr einer Allergie gegen den Wirkstoff selbst.

Der entscheidende Unterschied zwischen PRP und PRF liegt in der Art der Aufbereitung. Beim PRP wird das Blut stärker und schneller zentrifugiert, meist unter Zusatz eines Gerinnungshemmers im Entnahmeröhrchen. Das Ergebnis ist ein flüssiges Plasma, aus dem die Wachstumsfaktoren vergleichsweise rasch freigesetzt werden. Beim PRF wird langsamer und ohne gerinnungshemmende Zusätze zentrifugiert: Es bildet sich eine natürliche Fibrinmatrix – ein feines Eiweißgerüst, in das die Blutplättchen und häufig auch weiße Blutkörperchen (Leukozyten) eingebettet sind. Aus dieser Matrix werden die Wachstumsfaktoren langsamer und über einen längeren Zeitraum abgegeben. Welcher Ansatz im Einzelfall besser geeignet ist, hängt von der Indikation ab und ist Gegenstand der individuellen ärztlichen Beratung – pauschal ist keines der beiden Verfahren dem anderen überlegen.

Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.

Wirkprinzip

Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip

Blut besteht aus flüssigen und festen Bestandteilen. Zu den festen Bestandteilen zählen die roten Blutkörperchen, die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Die Blutplättchen sind nicht nur für die Blutgerinnung wichtig – sie enthalten in ihrem Inneren eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren, also Botenstoffen, die bei Verletzungen freigesetzt werden und körpereigene Reparatur- und Regenerationsprozesse in Gang setzen. Genau diese Eigenschaft macht sich die Eigenbluttherapie zunutze.

Durch die Aufbereitung in der Zentrifuge werden die Bestandteile des Blutes nach ihrem Gewicht getrennt. So lässt sich ein Konzentrat gewinnen, in dem die Blutplättchen gegenüber dem Ausgangsblut angereichert sind. Werden die Blutplättchen aktiviert, geben sie ihre Wachstumsfaktoren ab. Diese Botenstoffe sollen im Gewebe unter anderem die Zellteilung, die Bildung neuer Blutgefäße und die Produktion von Strukturproteinen wie Kollagen anregen – Prozesse, die für die Hautregeneration und Wundheilung von Bedeutung sind.

Der wesentliche Unterschied zwischen PRP und PRF ergibt sich aus der Aufbereitung. Beim PRP führt eine stärkere, schnellere Zentrifugation – meist unter Zusatz eines Gerinnungshemmers – zu einem flüssigen Plasma, das reich an Blutplättchen ist und seine Wachstumsfaktoren vergleichsweise rasch freisetzt. Beim PRF wird ohne gerinnungshemmende Zusätze und mit geringerer Drehzahl zentrifugiert. Dadurch beginnt das Blut zu gerinnen und bildet eine Fibrinmatrix: ein dreidimensionales Eiweißgerüst, in das Blutplättchen und häufig auch Leukozyten eingebettet sind.

Diese Fibrinmatrix wirkt wie ein natürliches Depot. Die Wachstumsfaktoren werden nicht auf einmal, sondern nach und nach über einen längeren Zeitraum abgegeben. Befürworter des PRF sehen darin den Vorteil einer länger anhaltenden Freisetzung sowie der zusätzlichen Anwesenheit von Leukozyten, die an Heilungsprozessen beteiligt sind. PRP wiederum ist flüssig und lässt sich gut über größere Flächen oder in Kombination mit Microneedling verteilen. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung; die Wahl ist eine Frage der Indikation und der ärztlichen Einschätzung.

Wichtig ist das Verständnis, dass die Eigenbluttherapie keinen körperfremden Wirkstoff zuführt, sondern körpereigene Prozesse anregen soll. Ihr Effekt ist daher nicht unmittelbar wie bei einem Filler sichtbar, sondern entwickelt sich graduell über Wochen. Das Ausmaß der Reaktion hängt von individuellen Faktoren ab und lässt sich nicht garantieren – ein Aspekt, der die ehrliche Beratung und realistische Erwartungen besonders wichtig macht.

Indikationen

Für wen geeignet

Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:

  • Nachlassende Hautqualität: müder Teint, feine Linien, Verlust von Frische und Spannkraft im Gesicht
  • Empfindliche, dünne Haut der Augenpartie (Unterstützung der Hautqualität, kein Volumenaufbau)
  • Unterstützende Behandlung bei diffusem oder anlagebedingtem Haarausfall – nach ärztlicher Abklärung der Ursache
  • Verbesserung des Hautbildes bei Narben, einschließlich Aknenarben
  • Wunsch nach einem regenerativen Verfahren mit körpereigenem Material statt körperfremder Wirkstoffe
  • Sinnvolle Ergänzung zu Microneedling oder anderen hautregenerierenden Verfahren
  • Patientinnen und Patienten, die eine schonende Auffrischung der Hautqualität in mehreren Sitzungen wünschen
  • Vorbeugende Pflege der Hautqualität bei beginnenden Alterungszeichen

Studien- & Evidenzlage

Die Eigenbluttherapie wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt und in der ästhetischen Medizin vor allem zur Verbesserung der Hautqualität, unterstützend bei Haarausfall und bei Narben angewendet. Für einige Anwendungen – insbesondere den anlagebedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) und die Hautqualität – gibt es eine wachsende Zahl kontrollierter Studien und Übersichtsarbeiten, die auf einen möglichen Nutzen hindeuten.

Gleichzeitig ist die Evidenzlage ausdrücklich heterogen und in ihrer Aussagekraft begrenzt. Ein wesentliches Problem ist, dass die Aufbereitungs- und Behandlungsprotokolle uneinheitlich sind: Zentrifugationsverfahren, Konzentration der Blutplättchen, Zahl und Abstand der Sitzungen sowie die Messung des Erfolgs unterscheiden sich von Studie zu Studie erheblich. Dadurch lassen sich Ergebnisse nur eingeschränkt vergleichen und nicht ohne Weiteres verallgemeinern.

Hinzu kommt, dass viele Studien kleine Teilnehmerzahlen, kurze Beobachtungszeiträume oder methodische Schwächen aufweisen. Belastbare Langzeitdaten und einheitliche Standards fehlen in Teilen. Aussagen über das zu erwartende Ausmaß und die Dauer eines Effekts sind daher mit Unsicherheit behaftet – garantierte Ergebnisse lassen sich aus der vorliegenden Evidenz nicht ableiten.

Für die Praxis bedeutet das: Die Eigenbluttherapie ist ein risikoarmes Verfahren mit körpereigenem Material, dessen Nutzen für bestimmte Indikationen durch Studien gestützt wird, ohne dass dies einem Wirksamkeitsversprechen gleichkäme. Wir orientieren uns am aktuellen Kenntnisstand und an einer kritischen Bewertung der Datenlage und besprechen mit Ihnen offen, was im Einzelfall realistisch erreichbar ist und wo die Grenzen des Verfahrens liegen.

Schritt für Schritt

Behandlungsablauf

So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.

  1. Beratung und Indikationsklärung

    Im persönlichen Gespräch erfassen wir Ihr Anliegen, Ihre Krankengeschichte und Ihre aktuelle Medikation. Wir prüfen mögliche Kontraindikationen und klären, ob PRP oder PRF für Ihre Indikation besser geeignet ist. Gerade bei Haarausfall ist eine vorherige ärztliche Abklärung der Ursache wichtig, da nicht jede Form von Haarverlust auf eine Eigenbluttherapie anspricht. Sie erhalten eine ausführliche Aufklärung über Ablauf, mögliche Wirkung, Grenzen, Risiken und Kosten.

  2. Blutentnahme

    Zu Beginn der Behandlung entnehmen wir Ihnen unter sterilen Bedingungen eine kleine Menge Blut aus einer Armvene – vergleichbar mit einer routinemäßigen Blutabnahme. Die benötigte Menge richtet sich nach dem Behandlungsareal und dem gewählten Verfahren.

  3. Aufbereitung in der Zentrifuge

    Das entnommene Blut wird in einer Zentrifuge aufbereitet. Für PRP erfolgt eine stärkere Zentrifugation, meist mit einem Gerinnungshemmer, sodass ein flüssiges, plättchenreiches Plasma entsteht. Für PRF wird langsamer und ohne Zusätze zentrifugiert, wodurch sich eine plättchen- und fibrinreiche Matrix bildet. Die Aufbereitung dauert in der Regel einige Minuten und erfolgt direkt in der Praxis.

  4. Einbringen des Konzentrats

    Das gewonnene Konzentrat wird in das Behandlungsareal eingebracht – mit feinen Nadeln in die Haut bzw. Kopfhaut oder in Kombination mit Microneedling, bei dem das Konzentrat über feinste Kanäle in die oberen Hautschichten eingearbeitet wird. Auf Wunsch kann zuvor eine betäubende Creme aufgetragen werden, um die Behandlung angenehmer zu gestalten.

  5. Abschluss und erste Hinweise

    Im Anschluss kühlen wir bei Bedarf die behandelten Areale und begutachten den Hautzustand. Sie erhalten konkrete Verhaltenshinweise für die ersten Stunden und Tage. Leichte Rötungen oder Schwellungen sind unmittelbar nach der Behandlung normal und klingen meist rasch ab.

  6. Kur und Kontrolle

    Die Eigenbluttherapie wird in der Regel als Kur durchgeführt: Üblich sind etwa drei Sitzungen im Abstand von rund einem Monat. Bei den Folgeterminen beurteilen wir den Verlauf und passen das Vorgehen bei Bedarf an. Eine Auffrischung empfiehlt sich – je nach Indikation und individuellem Ergebnis – meist nach etwa zwölf Monaten.

Transparenz

Preise

pro Sitzung
200 €

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.

Komplette Preisliste ansehen →

Gut vorbereitet

Vorbereitung auf die Behandlung

Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.

  • Informieren Sie uns über Ihre vollständige Krankengeschichte, bestehende Erkrankungen, Allergien und alle Medikamente, die Sie einnehmen – insbesondere blutverdünnende oder gerinnungshemmende Präparate.
  • Blutverdünnende oder gerinnungshemmende Medikamente bitte nicht eigenmächtig absetzen – besprechen Sie deren Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt.
  • Trinken Sie am Behandlungstag ausreichend und erscheinen Sie möglichst nicht nüchtern; eine gute Flüssigkeitsversorgung erleichtert die Blutentnahme und beugt Kreislaufreaktionen vor.
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit am Tag vor und am Tag der Behandlung auf Alkohol sowie auf gerinnungshemmende Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Fischöl, Vitamin E, Ginkgo), da diese die Neigung zu Blutergüssen erhöhen können.
  • Bei geplanter Behandlung der Kopfhaut wegen Haarausfall ist eine vorherige ärztliche Abklärung der Ursache erforderlich; bringen Sie hierzu vorliegende Befunde mit.
  • Planen Sie vor wichtigen sozialen Anlässen einen zeitlichen Puffer ein, da Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse einige Tage sichtbar sein können.

Nach der Behandlung

Nachsorge

Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:

  • Kühlen Sie das behandelte Areal bei Bedarf vorsichtig, um Rötungen und Schwellungen entgegenzuwirken; üben Sie dabei keinen starken Druck aus.
  • Vermeiden Sie es, die behandelten Stellen in den ersten Stunden bis Tagen kräftig zu berühren, zu massieren oder zu reiben, damit die Haut zur Ruhe kommen kann.
  • Verzichten Sie für etwa 24 bis 48 Stunden auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad, Solarium und sehr heiße Bäder, da Wärme und gesteigerte Durchblutung Schwellungen verstärken können.
  • Schützen Sie die Haut konsequent vor UV-Strahlung und verwenden Sie in den Tagen nach der Behandlung einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+); meiden Sie direkte, intensive Sonneneinstrahlung.
  • Pflegen Sie die Haut – besonders nach Kombination mit Microneedling – schonend und verzichten Sie zunächst auf reizende Kosmetika, Peelings oder aggressive Wirkstoffe.
  • Verzichten Sie am Behandlungstag möglichst auf Alkohol, da dieser Blutergüsse begünstigen kann.
  • Melden Sie sich umgehend bei uns, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten – insbesondere zunehmende Schmerzen, Rötung mit Überwärmung, Schwellung oder Anzeichen einer Infektion.
  • Nehmen Sie die vereinbarten Folgetermine der Kur wahr, da das Behandlungskonzept auf der Summe mehrerer Sitzungen beruht.

Aufklärung

Risiken & mögliche Nebenwirkungen

Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.

  • Rötung und Schwellung

    Sehr häufig und in der Regel harmlos: Im behandelten Areal kommt es kurz nach der Behandlung oft zu Rötungen und leichten Schwellungen. Diese Reaktionen klingen meist innerhalb weniger Stunden bis Tage von selbst ab und sind bei Kombination mit Microneedling tendenziell stärker ausgeprägt.

  • Blutergüsse (Hämatome)

    An den Einstichstellen im Behandlungsareal sowie an der Entnahmestelle am Arm können kleine Blutergüsse entstehen. Sie sind häufig, harmlos und verschwinden meist innerhalb einiger Tage. Blutverdünnende Medikamente oder bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können diese Neigung verstärken.

  • Druck- und Spannungsgefühl

    In den ersten Stunden bis Tagen können die behandelten Areale berührungsempfindlich sein oder ein leichtes Druck- und Spannungsgefühl verursachen. Diese Beschwerden klingen üblicherweise rasch ab.

  • Beschwerden an der Entnahmestelle

    Wie bei jeder Blutabnahme kann es an der Einstichstelle am Arm zu einem kleinen Bluterguss, einer leichten Druckempfindlichkeit oder – sehr selten – zu einer Venenreizung kommen. Solche Beschwerden sind in der Regel vorübergehend und harmlos.

  • Kreislaufreaktion bei der Blutentnahme

    Manche Menschen reagieren auf eine Blutabnahme mit Schwindel, Unwohlsein oder selten einer kurzen Ohnmacht (vasovagale Reaktion). Bitte informieren Sie uns vorab, wenn Sie zu solchen Reaktionen neigen, damit wir die Entnahme entsprechend vorbereiten können.

  • Vorübergehende Hautreizung

    Insbesondere bei Kombination mit Microneedling kann die Haut für einige Tage gereizt wirken, sich trocken anfühlen oder leicht schuppen. Eine schonende Pflege und konsequenter Sonnenschutz helfen, die Haut in dieser Phase zu beruhigen.

  • Infektionen

    Wie bei jeder Injektion oder Hautverletzung können trotz steriler Arbeitsweise Keime eindringen und eine örtliche Infektion auslösen, die sich durch zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung äußert. Solche Reaktionen sind selten, müssen aber ärztlich behandelt werden. Bei entsprechenden Anzeichen sollten Sie sich umgehend bei uns melden.

  • Ausbleibendes oder geringes Ansprechen

    Da die Eigenbluttherapie körpereigene Prozesse anregt, ist das Ergebnis individuell unterschiedlich. Es ist möglich, dass der gewünschte Effekt nur gering ausfällt oder ausbleibt. Dies ist kein Behandlungsfehler, sondern Ausdruck der biologischen Variabilität und der begrenzten, heterogenen Studienlage.

  • Aktivierung eines Lippenherpes

    Bei bekannter Neigung zu Lippenherpes kann eine Behandlung im Mund- und Lippenbereich – wie andere Hautreize auch – einen Schub auslösen. In diesem Fall kann eine vorbeugende Medikation sinnvoll sein; bitte sprechen Sie uns vorab darauf an.

Kontraindikationen

Wann wir nicht behandeln

In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.

  • Bekannte Gerinnungsstörungen oder eine Therapie mit blutverdünnenden bzw. gerinnungshemmenden Medikamenten – eine Behandlung erfolgt nur nach ärztlicher Rücksprache und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Akute Infektionen, Entzündungen oder offene Hautstellen im Behandlungsareal (z. B. ein aktiver Lippenherpes); die Behandlung wird bis zum vollständigen Abklingen verschoben.
  • Akute fieberhafte Allgemeinerkrankungen oder ein deutlich reduzierter Allgemeinzustand.
  • Bestimmte hämatologische Erkrankungen, etwa solche mit verminderter oder gestörter Funktion der Blutplättchen oder schwerer Blutarmut.
  • Aktive oder nicht ausreichend abgeklärte Krebserkrankungen sowie bestimmte onkologische Erkrankungen – hier ist eine besonders sorgfältige ärztliche Abwägung erforderlich, im Zweifel in Abstimmung mit den behandelnden Fachärzten.
  • Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Behandlung.
  • Aktive Autoimmun- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen, die gegen eine Behandlung sprechen können – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
  • Einnahme bestimmter Medikamente, die die Blutplättchen oder die Wundheilung beeinflussen – dies klären wir im Beratungsgespräch.
  • Unrealistische Erwartungen oder ein Behandlungswunsch, für den aus ärztlicher Sicht keine sinnvolle Indikation besteht, etwa ein Haarverlust mit ungeklärter oder anderweitig behandlungsbedürftiger Ursache.

Optionen

Alternativen & ergänzende Behandlungen

Geht es vor allem um die Glättung von Ruhefalten oder den Ausgleich von Volumen- und Konturverlusten, sind Hyaluronsäure-Filler häufig das geeignetere Verfahren, da sie unmittelbar Volumen schaffen – etwas, das die Eigenbluttherapie nicht leistet. Beide Ansätze schließen sich nicht aus: Die Eigenbluttherapie zielt auf die Hautqualität, der Filler auf Struktur und Volumen.

Zur Verbesserung der Hautqualität, bei Narben oder feinen Linien lässt sich die Eigenbluttherapie gut mit Microneedling kombinieren; das Konzentrat wird dabei über feinste Hautkanäle eingearbeitet. Für eine intensivere Behandlung von Hautstruktur, Narben und Pigmentveränderungen kommen je nach Befund auch energiebasierte Verfahren wie ein fraktioniertes Microneedling-Radiofrequenz-System (z. B. INFINI™) oder ablative Laserverfahren in Betracht. Welcher Weg für Ihr Hautbild sinnvoll ist, klären wir individuell.

Bei Haarausfall steht die ärztliche Abklärung der Ursache an erster Stelle, da je nach Diagnose unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sind und die Eigenbluttherapie hier nur unterstützend wirkt. Für die Behandlung von Falten, die durch Muskelbewegung entstehen, ist die Eigenbluttherapie nicht geeignet – hier ist die Beratung zu anderen injektionsbasierten Verfahren der passende Weg. Welche Behandlung oder Kombination für Ihr Anliegen am besten geeignet ist, besprechen wir ergebnisoffen im persönlichen Beratungsgespräch.

FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „PRP & PRF (Eigenbluttherapie)“ besonders oft gestellt werden.

Beide Verfahren gewinnen aus Ihrem eigenen Blut ein Konzentrat an Blutplättchen und Wachstumsfaktoren – der Unterschied liegt in der Aufbereitung. PRP (plättchenreiches Plasma) wird stärker und schneller zentrifugiert, meist mit einem Gerinnungshemmer im Röhrchen; es ist flüssig, und die Wachstumsfaktoren werden vergleichsweise rasch freigesetzt. PRF (plättchenreiches Fibrin) wird langsamer und ohne Zusätze zentrifugiert. Dabei bildet sich eine natürliche Fibrinmatrix – ein feines Eiweißgerüst, das die Wachstumsfaktoren langsamer und länger anhaltend abgibt und zusätzlich weiße Blutkörperchen enthalten kann. Welcher Ansatz für Sie sinnvoller ist, hängt von der Indikation ab und wird im Beratungsgespräch festgelegt.

Die Blutentnahme entspricht einer gewöhnlichen Blutabnahme und wird meist als wenig belastend empfunden. Das anschließende Einbringen des Konzentrats kann je nach Areal als leichtes Stechen oder Brennen wahrgenommen werden. Auf Wunsch tragen wir vorab eine betäubende Creme auf, um die Behandlung angenehmer zu gestalten. Insgesamt gilt das Verfahren in der Regel als gut verträglich.

Die Eigenbluttherapie wird üblicherweise als Kur durchgeführt. In der Regel empfehlen wir etwa drei Sitzungen im Abstand von rund einem Monat. Die genaue Zahl richtet sich nach Indikation, Befund und individuellem Ansprechen. Eine einzelne Sitzung führt meist nicht zum gewünschten Effekt – das Konzept setzt auf die Summe mehrerer Anwendungen.

Eine pauschale Angabe ist nicht seriös möglich, da das Ergebnis individuell unterschiedlich ausfällt und vom Behandlungsziel abhängt. Die Wirkung baut sich über die Kur hinweg allmählich auf. Um ein erreichtes Ergebnis zu erhalten, empfiehlt sich – je nach Indikation – meist eine Auffrischung nach etwa zwölf Monaten. Da es sich um die Anregung körpereigener Prozesse handelt, lassen sich weder Dauer noch Ausmaß garantieren.

Da die Eigenbluttherapie körpereigene Regenerationsprozesse anstößt, tritt eine mögliche Verbesserung nicht sofort, sondern allmählich über Wochen ein – häufig wird sie im Verlauf der Kur und einige Wochen nach der letzten Sitzung beurteilt. Unmittelbar nach der Behandlung können vorübergehende Rötungen oder Schwellungen sichtbar sein; diese sind nicht mit dem eigentlichen Behandlungsziel zu verwechseln. Das Ansprechen ist individuell unterschiedlich.

Da körpereigenes Material verwendet wird, besteht keine Allergiegefahr gegenüber dem Wirkstoff selbst, und das Verfahren gilt als risikoarm. Typische, meist harmlose Reaktionen sind Rötungen, Schwellungen, Druckgefühl sowie kleine Blutergüsse an den Einstichstellen oder an der Entnahmestelle am Arm. Wie bei jeder Injektion sind seltene Infektionen möglich. Über alle Risiken klären wir Sie vor der Behandlung ausführlich auf.

Bei bestimmten Formen von Haarausfall – insbesondere anlagebedingtem Haarausfall – wird die Eigenbluttherapie unterstützend eingesetzt, und es gibt eine wachsende Studienlage. Diese ist jedoch heterogen, da Aufbereitungs- und Behandlungsprotokolle uneinheitlich sind, sodass sich keine garantierten Ergebnisse versprechen lassen. Entscheidend ist eine vorherige ärztliche Abklärung der Ursache, denn nicht jeder Haarverlust spricht auf diese Methode an. Wir besprechen offen, was in Ihrem Fall realistisch erreichbar ist und ob ergänzende Maßnahmen sinnvoll sind.

Eine erste Orientierung bieten die Richtwerte auf unserer Preisliste; der endgültige Betrag richtet sich nach Behandlungsareal, Verfahren (PRP oder PRF), Zahl der Sitzungen und individuellem Aufwand. Die Abrechnung erfolgt als privatärztliche Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); ästhetisch motivierte Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Im persönlichen Beratungsgespräch besprechen wir die Kosten vorab transparent und auf Sie zugeschnitten.

Blutentnahme, Aufbereitung und das Einbringen des Konzentrats erfolgen ausschließlich durch approbierte Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Erfahrung. Die ärztliche Indikationsstellung ist gerade bei Haarausfall wichtig, um die Ursache abzuklären, und sie ist Voraussetzung für eine sichere, hygienisch einwandfreie Durchführung der Eigenbluttherapie.

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht; entscheidend sind der individuelle Befund und realistische Erwartungen. In der Praxis betrifft die Behandlung überwiegend Erwachsene. Bei Minderjährigen führen wir ästhetisch motivierte Behandlungen grundsätzlich nicht durch. Liegt einem Haarverlust eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung zugrunde, steht zunächst deren Abklärung im Vordergrund.

Grundsätzlich ist die Eigenbluttherapie ganzjährig möglich. Da in den ersten Tagen Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse auftreten können – besonders in Kombination mit Microneedling –, sollten Sie für wichtige Anlässe einen zeitlichen Puffer einplanen. Im Sommer ist konsequenter Sonnenschutz (LSF 50+) und das Meiden direkter, intensiver Sonneneinstrahlung in den Tagen nach der Behandlung besonders wichtig, um Reizungen und Pigmentverschiebungen vorzubeugen.

Ja. Eine häufige und sinnvolle Kombination ist die mit Microneedling, bei dem das Konzentrat über feinste Hautkanäle eingearbeitet wird. Auch eine Abstimmung mit anderen hautregenerierenden oder injektionsbasierten Verfahren ist möglich. Ob und welche Kombination für Ihr Anliegen geeignet ist, klären wir ergebnisoffen im persönlichen Beratungsgespräch.

Quellen & Leitlinien

  • AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften (www.awmf.org), u. a. zum Thema Haarausfall.
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – Fachgesellschaft für Dermatologie mit Empfehlungen und Patienteninformationen.
  • Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zur Eigenbluttherapie (PRP/PRF) in der Dermatologie und ästhetischen Medizin, unter Berücksichtigung der heterogenen Protokolle.
  • Veröffentlichungen ärztlicher Fachgesellschaften zur Aufbereitung, Anwendung und Hygiene bei der Eigenbluttherapie.

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.

Persönliche Beratung

Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch

In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.