Dr. NüchelAesthetik
Seffiller® – Eigenfett-Filler bei Dr. Nüchel Aesthetik in MönchengladbachBeispielbild

Regenerative Medizin & Hautqualität

Seffiller® – Eigenfett-Filler

Volumenaufbau mit körpereigenem Fett: Beim Seffiller® wird in einem schonenden Verfahren Mikro-Eigenfett gewonnen, im geschlossenen System aufbereitet und als natürlicher, körpereigener Filler injiziert – ärztlich durchgeführt und individuell abgestimmt.

Behandelbare Areale

  • Wangen & Mittelgesicht
  • Tränenrinnen
  • Schläfen
  • Kinn & Kieferlinie

Der Seffiller® ist ein modernes Verfahren der regenerativen ästhetischen Medizin, bei dem Ihr eigenes Fettgewebe als natürlicher Filler genutzt wird. Die Abkürzung SEFF steht für „Superficial Enhanced Fluid Fat“ – also für eine besonders fein aufbereitete, flüssige Form von Eigenfett, die sich gezielt in oberflächliche und mitteltiefe Hautschichten einbringen lässt. Im Gegensatz zu industriell hergestellten Fillern stammt das eingebrachte Material vollständig aus Ihrem eigenen Körper, was den Verzicht auf Fremdmaterial bedeutet.

Das Verfahren verbindet zwei Aspekte in einem Schritt: den unmittelbaren Volumenaufbau durch das eingebrachte Fettvolumen und eine regenerative Komponente, denn körpereigenes Fettgewebe enthält neben Fettzellen auch eine Reihe biologisch aktiver Zellen und Botenstoffe. Das Eigenfett wird über eine schonende Mini-Liposuktion (eine sanfte Fettabsaugung in örtlicher Betäubung, meist an Bauch oder Flanke) gewonnen, anschließend in einem geschlossenen, sterilen System rein mechanisch aufbereitet – ganz ohne Enzyme oder chemische Zusätze – und danach mit feinen Kanülen in das gewünschte Areal injiziert.

Unser Anspruch ist ein natürliches, harmonisches Ergebnis, das Ihre Gesichtszüge unterstreicht. In einem ausführlichen Beratungsgespräch analysieren wir Ihre Anatomie, prüfen, ob ausreichend Fettgewebe als Spenderregion zur Verfügung steht, und erläutern offen, was realistisch erreichbar ist – und was nicht. Wichtig zu wissen: Ein Teil des eingebrachten Fetts wird vom Körper in den ersten Wochen wieder abgebaut, die individuelle Anwachsrate ist unterschiedlich, und in manchen Fällen ist eine zweite Sitzung sinnvoll, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.

Wirkprinzip

Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip

Fettgewebe ist weit mehr als ein reiner Energiespeicher: Es ist ein aktives Gewebe, das neben den eigentlichen Fettzellen (Adipozyten) auch Bindegewebsanteile, kleine Blutgefäße und eine Gruppe biologisch aktiver Zellen enthält. Genau diese Eigenschaft macht körpereigenes Fett für die regenerative ästhetische Medizin interessant. Beim Seffiller®-Verfahren wird dieses Gewebe so aufbereitet, dass es als injizierbarer, körpereigener Filler genutzt werden kann.

Die Abkürzung SEFF steht für „Superficial Enhanced Fluid Fat“. Das Ziel der Aufbereitung ist ein besonders feines, flüssiges Eigenfett, das sich nicht nur in tiefere Schichten, sondern auch in oberflächlichere Hautareale einbringen lässt, in die sich klassisches, gröberes Eigenfett nur eingeschränkt injizieren ließe. Erreicht wird dies durch eine rein mechanische Verarbeitung in einem geschlossenen, sterilen System. Bewusst wird dabei auf den Einsatz von Enzymen (etwa Kollagenase) verzichtet, sodass das Gewebe schonend und ohne chemische Aufschlüsselung verarbeitet wird.

Der Wirkmechanismus beruht auf zwei Säulen. Erstens auf dem unmittelbaren Volumeneffekt: Das eingebrachte Fett füllt Volumendefizite auf und stützt das Gewebe. Zweitens auf einer regenerativen Komponente, denn das Fettgewebe bringt körpereigene Zellen und Botenstoffe mit, denen in der Forschung ein günstiger Einfluss auf das umliegende Gewebe zugeschrieben wird. Wir formulieren hier bewusst vorsichtig: Es handelt sich nicht um eine Stammzelltherapie, und die regenerative Wirkung ist nicht mit einer garantierten Verjüngung gleichzusetzen.

Damit das Ergebnis langfristig Bestand hat, muss das eingebrachte Fett anwachsen, das heißt vom Körper mit Blutgefäßen versorgt und in das umliegende Gewebe integriert werden. Dieser Vorgang gelingt am besten, wenn das Fett in feinen Schichten und kleinen Mengen verteilt wird, sodass jede Fettportion Anschluss an die Blutversorgung findet. Der Anteil des Fetts, der nicht ausreichend versorgt wird, wird vom Körper in den ersten Wochen wieder abgebaut (resorbiert). Diese Anwachsrate ist individuell unterschiedlich und lässt sich nicht exakt vorhersagen – ein wesentlicher Grund, warum manchmal eine zweite Sitzung sinnvoll ist.

Ein wichtiger konzeptioneller Unterschied zu industriell hergestellten Fillern liegt in der Herkunft des Materials: Da das Fett aus dem eigenen Körper stammt, entfällt das Risiko einer Fremdkörperreaktion auf ein industrielles Material, und ein gut eingeheiltes Ergebnis ist in der Regel von Dauer. Diesem Vorteil steht der höhere Aufwand gegenüber – eine Mini-Liposuktion zur Fettgewinnung, eine aufwändigere Aufbereitung und eine längere Schwellungsphase. Im Gegensatz zu Hyaluronsäure lässt sich eingebrachtes Eigenfett zudem nicht einfach durch ein Enzym wieder auflösen.

Indikationen

Für wen geeignet

Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:

  • Volumenverlust im Mittelgesicht, an den Wangen oder im Bereich der Schläfen
  • Eingefallene, müde wirkende Gesichtspartien und Konturverluste durch den Alterungsprozess
  • Tränenrinnen und abgesunkene Bereiche unter den Augen (nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung)
  • Wunsch nach einem körpereigenen Filler ohne industriell hergestelltes Fremdmaterial
  • Wenig definierte Gesichtskonturen, etwa an Kinn oder Kieferlinie, bei vorhandener Fettreserve
  • Verbesserung der Hautqualität und -struktur in zuvor volumenarmen Arealen
  • Patientinnen und Patienten, die ein langfristig angelegtes Ergebnis einem wiederholt aufzufrischenden Filler vorziehen
  • Korrektur kleiner Volumendefizite oder Unregelmäßigkeiten, auch ergänzend zu anderen Verfahren

Studien- & Evidenzlage

Die Verwendung von körpereigenem Fett zum Volumenaufbau (Lipofilling beziehungsweise Eigenfetttransfer) ist in der ästhetischen und rekonstruktiven Medizin seit vielen Jahren etabliert und wird in zahlreichen Veröffentlichungen beschrieben. Kontrollierte Studien und Übersichtsarbeiten berichten bei sachgerechter Anwendung über zufriedenstellende Ergebnisse und ein insgesamt günstiges Sicherheitsprofil. Der grundsätzliche Ansatz, Eigenfett als körpereigenen Filler zu nutzen, ist damit gut untersucht.

Speziell zu den verschiedenen Aufbereitungsverfahren für besonders feines, flüssiges Eigenfett – wie es dem SEFF-Prinzip zugrunde liegt – ist die Datenlage jedoch begrenzter und heterogener. Es existieren unterschiedliche technische Ansätze, und die Studien unterscheiden sich in Aufbereitungsmethode, Injektionstechnik, untersuchtem Areal und Nachbeobachtungszeit. Direkte, hochwertige Vergleichsstudien sind weniger zahlreich, und ein Teil der Untersuchungen ist herstellernah. Aussagen zu Wirksamkeit und Haltbarkeit lassen sich daher nicht uneingeschränkt verallgemeinern.

Besonders zurückhaltend ist die regenerative Komponente zu bewerten. Dass Fettgewebe regenerativ aktive Zellen enthält, ist gut belegt; in welchem Ausmaß diese Zellen unter den Bedingungen einer ästhetischen Behandlung tatsächlich zu einer messbaren Verbesserung von Hautqualität oder Gewebestruktur beitragen, ist Gegenstand laufender Forschung und nicht abschließend geklärt. Wir vermeiden daher bewusst Begriffe wie „Stammzelltherapie“ oder Versprechen einer Verjüngung.

Für die Praxis bedeutet das: Der Eigenfett-Transfer ist ein etabliertes Grundprinzip, das Seffiller®-Verfahren eine moderne, schonende Umsetzung davon. Verlässliche, exakte Häufigkeitsangaben zu individueller Anwachsrate, Haltbarkeit und seltenen Komplikationen lassen sich aus der vorliegenden Evidenz jedoch nicht ableiten. Wir orientieren uns an den Empfehlungen ärztlicher Fachgesellschaften sowie an den Vorgaben des verwendeten Systems und besprechen mit Ihnen offen, was im Einzelfall realistisch erreichbar ist.

Schritt für Schritt

Behandlungsablauf

So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.

  1. Beratung und Analyse

    Im persönlichen Gespräch besprechen wir Ihre Wünsche und Erwartungen, analysieren Ihre Gesichtsanatomie und beurteilen, ob ausreichend Fettgewebe als Spenderregion zur Verfügung steht. Wir prüfen mögliche Kontraindikationen, klären Sie ausführlich über Ablauf, Wirkprinzip, Anwachsverhalten, Risiken und Kosten auf und erläutern, dass die Anwachsrate individuell unterschiedlich ist und eine zweite Sitzung sinnvoll sein kann.

  2. Vorbereitung und Betäubung

    Spender- und Behandlungsareal werden gereinigt und desinfiziert. Die Entnahmestelle (zum Beispiel Bauch oder Flanke) wird mit einer örtlichen Betäubung versorgt, sodass die Fettgewinnung in der Regel gut verträglich ist. Auch das Empfängerareal kann auf Wunsch betäubt werden. Eine Vollnarkose ist für dieses minimalinvasive Verfahren nicht erforderlich.

  3. Schonende Gewinnung des Mikro-Eigenfetts

    Über sehr feine Kanülen wird in einer schonenden Mini-Liposuktion eine kleine Menge Fettgewebe gewonnen. Es geht dabei nicht um eine klassische Fettabsaugung zur Körperformung, sondern ausschließlich um die Entnahme der für die Behandlung benötigten geringen Fettmenge. Der Zugang erfolgt über winzige Einstiche, die in der Regel nicht genäht werden müssen.

  4. Mechanische Aufbereitung im geschlossenen System

    Das gewonnene Fett wird in einem geschlossenen, sterilen System rein mechanisch zu einem feinen, flüssigen Eigenfett (SEFF) aufbereitet – ohne Enzyme, ohne chemische Zusätze. Durch diese Verarbeitung entsteht ein injizierbares Material, das sich auch in oberflächlichere Hautschichten einbringen lässt und neben dem Volumen eine regenerative Komponente mitbringt.

  5. Injektion als körpereigener Filler

    Das aufbereitete Eigenfett wird mit feinen Kanülen präzise und in kleinen Mengen in die zuvor festgelegten Areale eingebracht. Durch das Einbringen in mehreren feinen Schichten soll das Fett gut mit Blutgefäßen versorgt werden und besser anwachsen. Das Ergebnis kontrollieren wir fortlaufend und stimmen es gemeinsam mit Ihnen ab.

  6. Nachsorge und Kontrolle

    Direkt im Anschluss kühlen wir die behandelten Areale und versorgen die Entnahmestelle. Sie erhalten konkrete Verhaltenshinweise für die ersten Tage. Da sich das endgültige Ergebnis erst nach Abklingen der Schwellung und nach der Einheilphase zeigt, vereinbaren wir einen Kontrolltermin, bei dem wir das Resultat beurteilen und – falls gewünscht oder erforderlich – eine ergänzende Sitzung planen.

Transparenz

Preise

pro Behandlung
750 €

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.

Komplette Preisliste ansehen →

Gut vorbereitet

Vorbereitung auf die Behandlung

Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.

  • Blutverdünnende Medikamente sowie gerinnungshemmende Schmerzmittel (z. B. aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika) bitte nicht eigenmächtig absetzen – besprechen Sie deren Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt, um die Neigung zu Blutergüssen einzuschätzen.
  • Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate (etwa Fischöl, Vitamin E, Ginkgo) sowie Alkohol können die Hämatomneigung erhöhen; ein zeitlicher Abstand kann sinnvoll sein.
  • Informieren Sie uns über Ihre vollständige Krankengeschichte, Allergien, frühere ästhetische Behandlungen sowie eine etwaige Neigung zu Lippenherpes oder zu auffälliger Narbenbildung.
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit in den Tagen vor der Behandlung auf intensive Sonnenbäder und Solarium; gereizte Haut sollte vor dem Eingriff abklingen.
  • Planen Sie vor wichtigen sozialen Anlässen oder Reisen einen ausreichenden zeitlichen Puffer ein, da Schwellungen und Blutergüsse an Entnahme- und Injektionsstelle einige Tage bis rund zwei Wochen sichtbar sein können.
  • Erscheinen Sie ausgeruht und gut hydriert zum Termin und tragen Sie bequeme Kleidung, die den Bereich der geplanten Spenderregion nicht einengt.

Nach der Behandlung

Nachsorge

Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:

  • Kühlen Sie die behandelten Areale in den ersten Stunden vorsichtig, um Schwellungen und Blutergüssen entgegenzuwirken; üben Sie dabei keinen starken Druck auf das injizierte Areal aus.
  • Vermeiden Sie es, das behandelte Areal in den ersten Tagen kräftig zu massieren oder darauf zu schlafen, damit das eingebrachte Fett ungestört einheilen kann.
  • Verzichten Sie für einige Tage auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad, Solarium und sehr heiße Bäder, da Wärme und gesteigerte Durchblutung Schwellungen verstärken können.
  • Schonen Sie auch die Entnahmestelle; tragen Sie, falls empfohlen, eine unterstützende Kompression und vermeiden Sie starken Druck oder Reibung in diesem Bereich.
  • Schützen Sie die Haut konsequent vor UV-Strahlung und verwenden Sie in den Tagen nach der Behandlung einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+); meiden Sie direkte, intensive Sonneneinstrahlung.
  • Verzichten Sie am Behandlungstag möglichst auf Alkohol und blutverdünnende Substanzen, da diese Blutergüsse begünstigen können.
  • Melden Sie sich umgehend bei uns, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten – insbesondere starke oder zunehmende Schmerzen, eine auffällige Blässe oder Verfärbung der Haut, zunehmende Schwellung mit Überwärmung, Eiterbildung oder Sehveränderungen.
  • Nehmen Sie den vereinbarten Kontrolltermin wahr; sobald die Einheilphase abgeschlossen ist, beurteilen wir das Ergebnis und besprechen, ob eine ergänzende Sitzung sinnvoll ist.

Aufklärung

Risiken & mögliche Nebenwirkungen

Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.

  • Schwellung, Rötung und Druckgefühl

    Sehr häufig und in der Regel harmlos: Sowohl an der Entnahmestelle als auch im injizierten Areal kommt es zu Schwellungen, Rötungen und einem Spannungs- oder Druckgefühl. Die Schwellungsphase kann etwas länger ausfallen als bei einem Hyaluronsäure-Filler und sich über einige Tage bis rund zwei Wochen erstrecken.

  • Blutergüsse (Hämatome)

    Durch die Fettgewinnung und die Injektion können kleine Blutgefäße verletzt werden, sodass Blutergüsse entstehen – sowohl an der Spenderregion als auch im behandelten Bereich. Sie sind häufig, in der Regel harmlos und klingen meist innerhalb einiger Tage ab. Blutverdünnende Medikamente oder bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können diese Neigung verstärken.

  • Druckempfindlichkeit der Entnahmestelle

    Die Spenderregion (zum Beispiel Bauch oder Flanke) kann nach der Mini-Liposuktion über einige Tage druckempfindlich sein, ähnlich einem Muskelkater. Vorübergehend können dort auch tastbare Verhärtungen oder leichte Schwellungen auftreten, die sich in der Regel von selbst zurückbilden.

  • Unregelmäßigkeiten und tastbare Knötchen

    Im behandelten Areal können sich Unebenheiten oder tastbare Verhärtungen bilden, etwa wenn Fett ungleichmäßig verteilt anwächst. Viele dieser Veränderungen bilden sich zurück oder lassen sich beim Kontrolltermin gezielt beurteilen und gegebenenfalls behandeln.

  • Asymmetrien und ungleichmäßiges Anwachsen

    Da die Anwachsrate des Fetts individuell und seitenabhängig unterschiedlich sein kann, kann das Ergebnis anfangs leicht ungleichmäßig wirken. In manchen Fällen ist eine ergänzende Sitzung sinnvoll, um Volumen anzugleichen und ein harmonisches Ergebnis zu erzielen.

  • Teilweiser Volumenverlust durch Resorption

    Ein Teil des eingebrachten Fetts wird vom Körper in den ersten Wochen wieder abgebaut. Das anfängliche Volumen geht dadurch zurück, bevor sich ein stabiles Ergebnis einstellt. Dies ist kein Fehler der Behandlung, sondern ein normaler biologischer Vorgang – und ein Grund, warum eine zweite Sitzung erforderlich sein kann.

  • Fettgewebsnekrose und Ölzysten

    Selten kann eingebrachtes Fett nicht ausreichend versorgt werden und absterben (Fettgewebsnekrose). Dabei können sich tastbare Verhärtungen oder mit Öl gefüllte Hohlräume (Ölzysten) bilden. Solche Veränderungen erfordern eine ärztliche Beurteilung und werden je nach Befund kontrolliert oder behandelt.

  • Infektionen

    Wie bei jedem Eingriff mit Hautdurchtrennung können trotz steriler Arbeitsweise Keime eindringen und an der Entnahme- oder Injektionsstelle eine Infektion auslösen. Anzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung. Infektionen sind selten, müssen aber ärztlich behandelt werden; bei entsprechenden Beschwerden sollten Sie sich umgehend bei uns melden.

  • Narben an den Einstichstellen

    Die Zugänge für Fettgewinnung und Injektion erfolgen über winzige Einstiche, die in der Regel unauffällig abheilen. Selten kann es – insbesondere bei entsprechender Veranlagung – zu sichtbaren oder überschießenden Narben (Keloiden) kommen.

  • Gefäßkomplikationen

    Wie bei jeder Injektion im Gesicht besteht das sehr seltene, aber ernst zu nehmende Risiko, dass Material in ein Blutgefäß gelangt oder ein Gefäß komprimiert wird und die Durchblutung stört (vaskulärer Verschluss). Mögliche Folgen reichen von Hautblässe und Schmerzen bis hin zum Absterben von Gewebe; in der Fachliteratur sind bei Injektionen im Gesicht in sehr seltenen Einzelfällen auch Sehstörungen beschrieben. Fundierte anatomische Kenntnisse und eine geeignete Technik dienen dazu, dieses Risiko zu minimieren. Bei plötzlichen starken Schmerzen, Hautverfärbungen oder Sehveränderungen ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Kontraindikationen

Wann wir nicht behandeln

In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.

  • Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Behandlung.
  • Bekannte Gerinnungsstörungen oder eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten; eine Behandlung erfolgt nur nach ärztlicher Rücksprache und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Sehr geringe Fettreserven, sodass keine geeignete Spenderregion für die Fettgewinnung zur Verfügung steht.
  • Akute Infektionen, Entzündungen oder offene Hautstellen im Entnahme- oder Behandlungsareal (z. B. ein aktiver Lippenherpes); die Behandlung wird bis zum vollständigen Abklingen verschoben.
  • Schwere internistische Grunderkrankungen oder ein insgesamt reduzierter Allgemeinzustand, die gegen den Eingriff sprechen können.
  • Aktive Autoimmun- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
  • Bekannte Wundheilungsstörungen oder eine ausgeprägte Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden).
  • Akute oder unzureichend behandelte Infektneigung sowie bestimmte immunsupprimierende Therapien (individuelle Abklärung erforderlich).
  • Unrealistische Erwartungen oder ein Behandlungswunsch, für den aus ärztlicher Sicht keine sinnvolle Indikation besteht.

Optionen

Alternativen & ergänzende Behandlungen

Geht es vor allem um einen rasch sichtbaren, gut steuerbaren und bei Bedarf auflösbaren Volumenaufbau, kann der Hyaluronsäure-Filler die passendere Wahl sein: Er kommt ohne Fettgewinnung aus, ist schneller durchführbar und mit dem Enzym Hyaluronidase korrigierbar, wird vom Körper jedoch im Laufe der Zeit abgebaut und muss daher aufgefrischt werden. Der Seffiller® ist demgegenüber aufwändiger, dafür körpereigen und in der Regel langfristig angelegt. Was im Einzelfall sinnvoll ist, klären wir individuell.

Stehen weniger das Volumen als die Qualität und Struktur der Haut im Vordergrund – etwa feine Fältchen, Hauterschlaffung oder Narben –, können regenerative und energiebasierte Verfahren ergänzend oder alternativ sinnvoll sein. In unserer Praxis kommen hierfür unter anderem das Microneedling-Radiofrequenz-System INFINI™ sowie ablative Laserverfahren wie der CO₂-Laser infrage. Für die Kopfhaut und das Haar steht mit dem Eigenfett-basierten Verfahren Seffhair® ein verwandter Ansatz zur Verfügung.

Welche Behandlung – oder welche Kombination – für Ihr Anliegen am besten geeignet ist, hängt von Befund, Spenderregion, Erwartungen und gewünschter Ergebnisdauer ab. Wir beraten Sie hierzu ergebnisoffen und sprechen offen an, wenn aus unserer Sicht ein anderes Verfahren besser passt oder keine sinnvolle Behandlungsindikation besteht.

FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Seffiller® – Eigenfett-Filler“ besonders oft gestellt werden.

Die Fettgewinnung erfolgt in örtlicher Betäubung, sodass dieser Schritt in der Regel gut verträglich ist; während der Betäubung kann ein kurzes Brennen oder Druckgefühl auftreten. Auch das Behandlungsareal kann betäubt werden. In den Tagen nach dem Eingriff können sowohl die Entnahmestelle als auch das injizierte Areal druckempfindlich sein, ähnlich einem Muskelkater oder einem Bluterguss. Diese Beschwerden klingen üblicherweise schrittweise ab.

Häufig lässt sich mit einer Sitzung ein gutes Ergebnis erzielen. Da jedoch ein Teil des eingebrachten Fetts vom Körper wieder abgebaut wird und die Anwachsrate individuell unterschiedlich ist, kann eine zweite Sitzung sinnvoll sein, um das gewünschte Volumen aufzubauen. Dies besprechen wir offen im Beratungsgespräch und beurteilen das Resultat gemeinsam beim Kontrolltermin, sobald die Einheilphase abgeschlossen ist.

Das ist ein zentraler Unterschied zu abbaubaren Fillern: Der Anteil des Eigenfetts, der gut anwächst und vom Körper mit Blutgefäßen versorgt wird, bleibt in der Regel langfristig erhalten. In den ersten Wochen wird allerdings ein Teil des eingebrachten Fetts resorbiert, weshalb das anfängliche Volumen zunächst etwas zurückgeht, bevor sich ein stabiles Ergebnis einstellt. Eine garantierte Haltbarkeit lässt sich nicht zusichern, da das individuelle Anwachsverhalten von Mensch zu Mensch verschieden ist.

Häufig und meist harmlos sind Schwellungen, Rötungen, Druckgefühl und Blutergüsse – und zwar sowohl an der Entnahme- als auch an der Injektionsstelle. Seltener können Unregelmäßigkeiten, tastbare Knötchen, Asymmetrien oder ein ungleichmäßiges Anwachsen auftreten. Selten sind eine Fettgewebsnekrose (Absterben von Fettgewebe) mit Bildung sogenannter Ölzysten sowie Infektionen. Sehr selten, aber ernst zu nehmen, sind Gefäßkomplikationen wie bei jeder Injektion in das Gesicht. Über alle Risiken klären wir Sie vor der Behandlung ausführlich auf.

Eine erste Orientierung bietet Ihnen unsere Preisliste mit ihren Richtwerten; der endgültige Betrag richtet sich nach Behandlungsareal, benötigter Fettmenge und individuellem Aufwand. Die Abrechnung erfolgt als privatärztliche Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); ästhetisch motivierte Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Im persönlichen Beratungsgespräch besprechen wir die Kosten vorab transparent und auf Ihre Behandlung zugeschnitten.

Die Beratung, die Fettgewinnung, die Aufbereitung und die Injektion erfolgen ausschließlich durch approbierte Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Erfahrung. Gerade bei Injektionen im Gesicht sind fundierte anatomische Kenntnisse – insbesondere des Gefäßverlaufs – ein zentraler Sicherheitsaspekt, um seltene, aber ernste Komplikationen zu vermeiden.

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht; entscheidend sind der individuelle Befund, ausreichende Fettreserven als Spenderregion und realistische Erwartungen. In der Praxis betrifft die Behandlung überwiegend Erwachsene, häufig ab dem Alter, in dem altersbedingte Volumenverluste sichtbar werden. Bei Minderjährigen führen wir ästhetisch motivierte Behandlungen grundsätzlich nicht durch.

Grundsätzlich ist die Behandlung ganzjährig möglich. Da an Entnahme- und Injektionsstelle Schwellungen und Blutergüsse auftreten können und die Schwellungsphase etwas länger ausfallen kann, sollten Sie für Urlaub oder wichtige Anlässe einen zeitlichen Puffer einplanen. Im Sommer sind konsequenter Sonnenschutz (LSF 50+) sowie das Meiden von intensiver Sonne, Sauna und Solarium in den ersten Tagen besonders wichtig.

Nein. Körpereigenes Fettgewebe enthält zwar neben Fettzellen auch regenerativ aktive Zellen (unter anderem sogenannte Stromazellen), das Verfahren ist jedoch ausdrücklich keine Stammzelltherapie und wir machen keine Versprechen einer „Verjüngung“ oder „Heilung“. Der Effekt beruht in erster Linie auf dem Volumenaufbau durch körpereigenes Fett; die mögliche regenerative Komponente ist Gegenstand laufender Forschung und sollte nicht überbewertet werden.

Beim Seffiller® wird körpereigenes Fett verwendet, also kein industriell hergestelltes Fremdmaterial, und ein gut eingeheiltes Ergebnis ist in der Regel langfristig angelegt. Dem steht ein höherer Aufwand gegenüber: Es ist eine Mini-Liposuktion zur Fettgewinnung nötig, die Schwellungsphase ist länger, und die Anwachsrate ist individuell unterschiedlich, sodass gegebenenfalls eine zweite Sitzung erforderlich ist. Ein Hyaluronsäure-Filler ist demgegenüber schneller durchführbar und mit dem Enzym Hyaluronidase auflösbar, wird aber nach und nach abgebaut. Welches Verfahren für Sie geeignet ist, klären wir individuell.

Für den Seffiller® wird nur eine geringe Fettmenge entnommen – es handelt sich nicht um eine Fettabsaugung zur Körperformung. Eine sichtbare Veränderung der Spenderregion ist daher in der Regel nicht zu erwarten. An der Entnahmestelle können vorübergehend Blutergüsse, Schwellungen und ein Druckgefühl auftreten; die winzigen Einstiche müssen meist nicht genäht werden und heilen üblicherweise unauffällig ab.

Unmittelbar nach der Behandlung wirkt das Areal durch Schwellung und das eingebrachte Volumen oft voller. In den ersten Wochen klingt die Schwellung ab und ein Teil des Fetts wird resorbiert, sodass das Volumen zunächst zurückgeht. Das stabile Ergebnis zeigt sich erst, wenn die Einheilphase abgeschlossen ist – in der Regel nach einigen Wochen bis Monaten. Beim Kontrolltermin beurteilen wir das Resultat und besprechen, ob eine ergänzende Sitzung sinnvoll ist.

Quellen & Leitlinien

  • AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften (www.awmf.org).
  • Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) und weitere ärztliche Fachgesellschaften – Empfehlungen und Patienteninformationen zum Eigenfett-Transfer.
  • Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zum Eigenfett-Transfer (Lipofilling) in der ästhetischen und rekonstruktiven Medizin.
  • Herstellerangaben und Aufbereitungsvorgaben des verwendeten geschlossenen Systems sowie Bewertungen der zuständigen europäischen Behörden zu Medizinprodukten.

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.

Persönliche Beratung

Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch

In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.