Regenerative Medizin & Hautqualität
Seffhair® – Eigenfett-Therapie bei Haarausfall
Mit der Seffhair®-Technologie wird körpereigenes, schonend aufbereitetes Mikro-Eigenfett in die Kopfhaut eingebracht, um das Umfeld der Haarwurzeln zu unterstützen. Eine ergänzende, individuell zu prüfende Option – stets nach sorgfältiger ärztlicher Abklärung der Ursache Ihres Haarausfalls.
Behandelbare Areale
- Kopfhaut
- Scheitelbereich
- Geheimratsecken
Haarausfall hat viele Gesichter und ebenso viele Ursachen. Bevor überhaupt eine ästhetische oder regenerative Maßnahme infrage kommt, steht für uns die ärztliche Abklärung an erster Stelle: Erst wenn klar ist, warum Ihr Haar dünner wird, lässt sich beurteilen, ob und in welchem Rahmen eine Eigenfett-Therapie sinnvoll sein kann. Seffhair® bezeichnet die Anwendung der Seffiller®-/SEFF-Eigenfett-Technologie speziell an der Kopfhaut – einem Verfahren, bei dem körpereigenes Fettgewebe entnommen, schonend zu einem feinen Mikro-Eigenfett aufbereitet und anschließend in die Kopfhaut injiziert wird.
Die zugrunde liegende Idee ist nicht, Haare künstlich zu ersetzen, sondern das natürliche Umfeld der Haarfollikel (der kleinen Strukturen in der Haut, aus denen die Haare wachsen) zu unterstützen. Mikro-Eigenfett enthält neben Fettzellen auch regenerativ wirksame Zellbestandteile und kann zur lokalen Durchblutung und zum Gewebevolumen beitragen. Der Ansatz versteht sich als regenerative, ergänzende Option – häufig im Zusammenspiel mit anderen Verfahren wie der Eigenblut-Therapie (PRP/PRF) oder einer Mesotherapie – und nicht als Ersatz für die Behandlung einer zugrunde liegenden Erkrankung.
Wir möchten Sie an dieser Stelle bewusst ehrlich informieren: Die Eigenfett-Therapie bei Haarausfall ist ein vergleichsweise neues Verfahren, und die wissenschaftliche Studienlage ist bislang begrenzt und uneinheitlich. Wir stellen Seffhair® deshalb nicht als Wundermittel dar, sondern als eine Möglichkeit, die im Einzelfall geprüft, offen besprochen und realistisch eingeordnet werden sollte. Garantierte Ergebnisse gibt es nicht. Was für Ihren individuellen Befund sinnvoll, sicher und realistisch ist, klären wir gemeinsam in einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Wirkprinzip
Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip
Haare wachsen aus den Haarfollikeln, kleinen Einstülpungen der Haut, die in einem ständigen Zyklus aus Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase stehen. Damit ein Follikel kräftiges Haar produziert, braucht er ein gut versorgtes Umfeld: ausreichende Durchblutung, Nährstoffe und ein gesundes umgebendes Gewebe. Bei vielen Formen des Haarausfalls verkleinern sich die Follikel zunehmend (Miniaturisierung), die Haare werden feiner, kürzer und kraftloser. Regenerative Verfahren setzen am Umfeld dieser Follikel an – nicht an einer künstlichen Neubildung von Haaren.
Bei der Seffhair®-Anwendung wird körpereigenes Fettgewebe genutzt. Fettgewebe ist weit mehr als ein Energiespeicher: Es enthält neben den Fettzellen auch eine zell- und gefäßreiche Fraktion mit regenerativ aktiven Zellbestandteilen und Botenstoffen. Die Überlegung hinter der Therapie ist, dass schonend aufbereitetes Mikro-Eigenfett, in die Kopfhaut eingebracht, das Follikelumfeld unterstützen kann – etwa durch einen Beitrag zur lokalen Durchblutung, durch Gewebevolumen und durch regenerative Signale aus dem eigenen Gewebe.
Technisch entspricht das Vorgehen der Seffiller®-/SEFF-Technologie: Über eine schonende Mini-Liposuktion wird Fettgewebe entnommen und in einem geschlossenen System mechanisch gefiltert und zerkleinert, bis ein sehr feines, dünnflüssiges Mikro-Eigenfett entsteht. Diese feine Konsistenz ist Voraussetzung dafür, das Präparat überhaupt gleichmäßig in die zarte, gut durchblutete Kopfhaut injizieren zu können. Es kommen ausschließlich körpereigene Zellen ohne Fremdstoffe zum Einsatz, was das Risiko echter Unverträglichkeiten gering hält.
Entscheidend ist die ärztliche Einordnung des Haarausfalls. Die häufigste Form ist der anlagebedingte (androgenetische) Haarausfall, daneben gibt es diffusen Haarausfall (oft als Reaktion auf Mangelzustände, Stress, Erkrankungen oder Medikamente), den kreisrunden Haarausfall (eine immunvermittelte Form) sowie vernarbende Formen, bei denen Follikel dauerhaft zerstört werden. Diese Formen sprechen unterschiedlich – und teils gar nicht – auf regenerative Maßnahmen an. Bei vernarbenden oder entzündlichen Prozessen sowie bei klar internistischen Ursachen steht die ursächliche Behandlung im Vordergrund; eine Eigenfett-Therapie ist dort nicht oder nur sehr eingeschränkt sinnvoll.
Aus diesem Grund ist die Differentialdiagnostik unverzichtbar: Anamnese, Beurteilung von Haar und Kopfhaut und – je nach Verdacht – eine Laboruntersuchung (etwa von Eisen, Ferritin, Schilddrüsen- und Hormonwerten) helfen, behandelbare Ursachen zu erkennen. Die Eigenfett-Therapie versteht sich vor diesem Hintergrund als möglicher unterstützender Baustein für ausgewählte Befunde, nicht als universelle Lösung und nicht als Ersatz für die Behandlung einer zugrunde liegenden Erkrankung.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Anlagebedingter (androgenetischer) Haarausfall in frühen bis mittleren Stadien, nach ärztlicher Abklärung und ggf. begleitend zu einer ursächlichen Therapie
- Diffus ausgedünntes Haar, wenn behandelbare Ursachen (z. B. Eisenmangel, Schilddrüsen- oder Hormonstörungen) zuvor abgeklärt und – soweit möglich – behandelt wurden
- Wunsch nach einer regenerativen, körpereigenen Ergänzung zu etablierten Maßnahmen wie der Eigenblut-Therapie (PRP/PRF)
- Sichtbar dünner werdender Scheitelbereich oder Geheimratsecken bei noch vorhandenen, aber geschwächten Haarwurzeln
- Personen, die zunächst konservative und minimal-invasive Optionen ausschöpfen möchten, bevor über eine Haartransplantation nachgedacht wird
- Patientinnen und Patienten mit realistischen Erwartungen, die eine individuell zu prüfende Option mit begrenzter, ehrlich dargestellter Evidenz in Betracht ziehen
- Begleitende Unterstützung des Kopfhaut-Umfelds, wenn Haarwurzeln noch aktiv, das Haar aber feiner und kraftloser geworden ist
Studien- & Evidenzlage
Die Anwendung von körpereigenem Fettgewebe in der regenerativen und ästhetischen Medizin ist in einigen Bereichen seit Jahren etabliert. Der gezielte Einsatz von aufbereitetem Mikro-Eigenfett an der Kopfhaut bei Haarausfall ist demgegenüber ein vergleichsweise neues Anwendungsfeld. Es liegen erste Untersuchungen, Erfahrungsberichte und kleinere Studien vor, die das Verfahren als grundsätzlich gut verträglich beschreiben und Hinweise auf eine mögliche Unterstützung des Follikelumfelds geben.
Die Aussagekraft dieser Evidenz ist jedoch ausdrücklich begrenzt und heterogen. Es fehlen bislang große, qualitativ hochwertige und unabhängige Studien mit langer Beobachtungsdauer und einheitlichen Messmethoden, die einen verlässlichen, übertragbaren Wirksamkeitsnachweis erbringen würden. Untersuchungen unterscheiden sich in Aufbereitungstechnik, Behandlungsschema, Patientenauswahl und Bewertungskriterien, was den Vergleich erschwert. Daraus lassen sich weder garantierte Ergebnisse noch konkrete Erfolgsraten ableiten.
Hinzu kommt, dass die Eigenfett-Therapie häufig in Kombination mit anderen Verfahren – etwa der Eigenblut-Therapie (PRP/PRF) oder einer Mesotherapie – eingesetzt wird. Das entspricht dem praktischen Vorgehen, erschwert aber die isolierte Bewertung des Eigenfett-Anteils zusätzlich. Auch die natürliche Schwankung des Haarwachstums und der subjektive Charakter ästhetischer Beurteilung machen belastbare Aussagen schwierig.
Für die Praxis heißt das: Wir verstehen Seffhair® als eine individuell zu prüfende, ergänzende Option mit begrenzter und uneinheitlicher Studienlage – nicht als belegtes Standardverfahren mit gesichertem Erfolg. Wir orientieren uns an den verfügbaren Daten und am aktuellen fachlichen Diskussionsstand, benennen die Grenzen offen und besprechen mit Ihnen ehrlich, was im Einzelfall realistisch erreichbar ist und was nicht.
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Beratung, Ursachenabklärung und Aufklärung
Am Anfang steht die gründliche ärztliche Abklärung der Ursache Ihres Haarausfalls. Wir erheben Ihre Krankengeschichte, betrachten das Haar- und Kopfhautbild und grenzen die möglichen Formen voneinander ab – etwa anlagebedingt (androgenetisch), diffus, kreisrund oder vernarbend. Bei Hinweisen auf eine internistische oder hormonelle Ursache veranlassen wir eine weiterführende Diagnostik, gegebenenfalls eine Laboruntersuchung, oder verweisen an die passende Fachdisziplin. Erst auf dieser Grundlage besprechen wir, ob Seffhair® für Sie überhaupt sinnvoll ist, klären über Ablauf, Grenzen, Risiken und Kosten auf und ordnen den Nutzen realistisch ein.
Entnahme des Eigenfetts (Mini-Liposuktion)
Ist die Eigenfett-Therapie indiziert, entnehmen wir in örtlicher Betäubung eine kleine Menge Fettgewebe – meist aus Bauch oder Oberschenkel – über eine schonende Mini-Liposuktion mit einer feinen Kanüle. Der Eingriff ist gewebeschonend angelegt; die Entnahmestelle wird zuvor mit einer Betäubungslösung vorbereitet, sodass die Entnahme in der Regel gut verträglich ist.
Aufbereitung zu Mikro-Eigenfett
Das gewonnene Fettgewebe wird mit dem Seffhair®-/Seffiller®-Verfahren in einem geschlossenen System schonend gefiltert und mechanisch zu einem sehr feinen, gut injizierbaren Mikro-Eigenfett aufbereitet. Ziel ist ein dünnflüssiges Präparat, das sich präzise und gleichmäßig in die zarte Kopfhaut einbringen lässt. Es werden ausschließlich körpereigene Zellen ohne Zusatz von Fremdstoffen verwendet.
Injektion in die Kopfhaut
Das aufbereitete Mikro-Eigenfett wird mit feinen Nadeln oder einer stumpfen Kanüle in definierte Areale der Kopfhaut eingebracht, dort wo das Haar ausgedünnt ist. Die Injektion erfolgt in der für die jeweilige Region geeigneten Tiefe und Menge. Während der Behandlung achten wir auf eine gleichmäßige Verteilung; die Kopfhaut wird zuvor gereinigt und – soweit nötig – betäubt.
Abschluss und Hinweise für die ersten Tage
Nach der Injektion versorgen wir die Entnahme- und Behandlungsstellen und kühlen bei Bedarf. Sie erhalten konkrete, schriftliche Verhaltenshinweise für die ersten Tage – etwa zum Umgang mit der Kopfhaut, zur Haarwäsche sowie zum Verzicht auf Sport, Sauna und intensive Sonne. Ein Spannungs- oder Druckgefühl der Kopfhaut in den ersten Stunden ist normal.
Verlaufskontrolle
Da regenerative Effekte Zeit brauchen, beurteilen wir den Verlauf nicht unmittelbar nach der Sitzung, sondern im Abstand von etwa drei bis sechs Monaten. In dieser Kontrolle besprechen wir das Ansprechen, gleichen es mit Ausgangsbefund und Erwartungen ab und entscheiden gemeinsam, ob, wann und in welcher Kombination eine weitere Sitzung sinnvoll ist.
Transparenz
Preise
- pro Behandlung
- 750 €
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.
Komplette Preisliste ansehen →Gut vorbereitet
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Bringen Sie zur Beratung Informationen zu Ihrer Krankengeschichte, bekannten Erkrankungen, Allergien und allen regelmäßig eingenommenen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln mit; relevante Vorbefunde oder Laborwerte zum Haarausfall sind hilfreich.
- Blutverdünnende Medikamente sowie gerinnungshemmende Schmerzmittel (z. B. aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika) bitte nicht eigenmächtig absetzen – besprechen Sie deren Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt, um die Neigung zu Blutergüssen einzuschätzen.
- Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate (etwa Fischöl, Vitamin E, Ginkgo) sowie Alkohol können die Blutungs- und Hämatomneigung erhöhen; ein zeitlicher Abstand vor der Behandlung kann sinnvoll sein.
- Erscheinen Sie mit sauberer, ungestylter Kopfhaut und Haar ohne Haarspray, Gel oder Öl; verzichten Sie am Behandlungstag möglichst auf reizende Haarpflegeprodukte.
- Verzichten Sie in den Tagen vor der Behandlung nach Möglichkeit auf intensive Sonnenbäder und Solarium und planen Sie für die Entnahmestelle bequeme Kleidung ein.
- Planen Sie vor wichtigen sozialen Anlässen oder Reisen einen zeitlichen Puffer ein, da an Kopfhaut und Entnahmestelle für einige Tage Schwellung oder Blutergüsse sichtbar sein können.
Nach der Behandlung
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Behandeln Sie die Kopfhaut in den ersten Tagen schonend: nicht kräftig reiben, kratzen oder massieren, und vermeiden Sie starken Druck auf die behandelten Areale.
- Halten Sie sich an unsere Vorgaben zur ersten Haarwäsche und verwenden Sie zunächst nur milde, nicht reizende Produkte; verzichten Sie vorerst auf aggressive Stylings, Färbungen oder chemische Behandlungen.
- Verzichten Sie für etwa 24 bis 48 Stunden – nach individueller Absprache auch länger – auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad, Schwimmbad und sehr heiße Bäder, da Wärme und gesteigerte Durchblutung Schwellungen verstärken können.
- Schützen Sie die Kopfhaut konsequent vor intensiver Sonne und UV-Strahlung, etwa mit einer leichten, lockeren Kopfbedeckung; meiden Sie Solarium in den ersten Tagen.
- Schonen Sie auch die Entnahmestelle, kühlen Sie bei Bedarf vorsichtig und tragen Sie eine bei der Behandlung empfohlene Versorgung oder Kompression wie besprochen.
- Verzichten Sie am Behandlungstag möglichst auf Alkohol und blutverdünnende Substanzen, da diese Blutergüsse begünstigen können.
- Melden Sie sich umgehend bei uns, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten – insbesondere zunehmende Schmerzen, ausgeprägte oder zunehmende Schwellung mit Überwärmung, Rötung und Eiterbildung oder Fieber.
- Nehmen Sie die vereinbarte Verlaufskontrolle nach etwa drei bis sechs Monaten wahr; erst dann lässt sich das Ansprechen sinnvoll beurteilen und das weitere Vorgehen gemeinsam planen.
Aufklärung
Risiken & mögliche Nebenwirkungen
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Schwellung, Rötung und Druck-/Spannungsgefühl der Kopfhaut
Sehr häufig und in der Regel harmlos: Nach den Injektionen kann die Kopfhaut anschwellen, gerötet und für einige Stunden bis Tage gespannt oder druckempfindlich sein. Dieses Spannungsgefühl der Kopfhaut ist eine typische, vorübergehende Begleiterscheinung und klingt meist von selbst ab.
Blutergüsse (Hämatome)
An Kopfhaut und Entnahmestelle können durch den Einstich kleine Blutgefäße verletzt werden, sodass blaue Flecken entstehen. Hämatome sind häufig, in der Regel harmlos und verschwinden meist innerhalb einiger Tage. Blutverdünnende Medikamente oder bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können diese Neigung verstärken.
Berührungsempfindlichkeit und Beschwerden an der Entnahmestelle
An der Entnahmestelle (meist Bauch oder Oberschenkel) sind nach der Mini-Liposuktion ein Druckgefühl, eine Schwellung, ein Bluterguss oder eine vorübergehende Berührungsempfindlichkeit möglich. Diese Beschwerden bilden sich in der Regel über Tage bis wenige Wochen zurück.
Vorübergehende Unregelmäßigkeiten der Entnahmestelle
Selten können an der Fettentnahmestelle kleine Konturunregelmäßigkeiten, Verhärtungen oder Dellen auftreten. Diese sind meist vorübergehend; in seltenen Fällen können sie länger bestehen bleiben und sollten ärztlich beurteilt werden.
Knötchen oder Verhärtungen im Behandlungsareal
An den Injektionsstellen der Kopfhaut können sich vorübergehend tastbare Verhärtungen oder kleine Knötchen bilden. Diese bilden sich häufig von selbst zurück; bei Bedarf werden sie ärztlich kontrolliert und behandelt.
Infektionen und entzündliche Reaktionen
Wie bei jeder Injektion können trotz steriler Arbeitsweise Keime eindringen und eine örtliche Infektion auslösen, erkennbar an zunehmender Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung. Solche Reaktionen sind selten, müssen aber ärztlich behandelt werden. Bei entsprechenden Anzeichen sollten Sie sich umgehend bei uns melden.
Vorübergehende Empfindlichkeitsstörungen
An Kopfhaut oder Entnahmestelle kann es vorübergehend zu einem veränderten Gefühl wie Taubheit, Kribbeln oder erhöhter Empfindlichkeit kommen. Solche Missempfindungen sind in der Regel vorübergehend.
Reaktionen auf die örtliche Betäubung
Selten kann es zu Reaktionen auf das verwendete lokale Betäubungsmittel kommen, etwa Kreislaufreaktionen oder – sehr selten – allergische Reaktionen. Ihre Verträglichkeiten und Vorerkrankungen erfragen wir vor der Behandlung sorgfältig.
Ausbleibender oder unzureichender Effekt
Da es sich um ein regeneratives Verfahren mit begrenzter Evidenz handelt, kann der gewünschte Effekt geringer ausfallen als erhofft oder ausbleiben. Ein Teil des eingebrachten Eigenfetts wird vom Körper natürlich abgebaut. Ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht garantieren.
Sehr seltene Gefäß- und allgemeine Komplikationen
Wie bei jeder Injektion und jedem kleinen Eingriff sind sehr selten ernstere Komplikationen möglich, etwa eine Gefäß- oder Nervenirritation, eine ausgeprägte Infektion oder allgemeine Reaktionen im Zusammenhang mit der Fettentnahme. Sorgfältige Technik, sterile Bedingungen und eine genaue Voruntersuchung dienen dazu, diese Risiken so gering wie möglich zu halten.
Kontraindikationen
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Behandlung.
- Akute Infektionen, Entzündungen, offene oder nässende Hautstellen sowie aktive entzündliche Kopfhauterkrankungen im Behandlungsareal; die Behandlung wird bis zum Abklingen verschoben.
- Vernarbende Formen des Haarausfalls oder unklare Kopfhautbefunde ohne vorherige ärztliche Abklärung – hier steht die Diagnostik und ggf. ursächliche Behandlung im Vordergrund.
- Nicht abgeklärte oder unbehandelte internistische, hormonelle oder Mangel-bedingte Ursachen des Haarausfalls (z. B. Schilddrüsen- oder Eisenstoffwechselstörungen).
- Bekannte Gerinnungsstörungen oder eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten; eine Behandlung erfolgt nur nach ärztlicher Rücksprache und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
- Aktive Autoimmun- oder schwere chronische Erkrankungen, die gegen Entnahme oder Injektion sprechen können – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
- Bekannte Unverträglichkeit gegenüber dem verwendeten lokalen Betäubungsmittel.
- Akute oder schwer einstellbare Allgemeinerkrankungen, die einen kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung nicht ratsam erscheinen lassen.
- Unrealistische Erwartungen oder ein Behandlungswunsch, für den aus ärztlicher Sicht keine sinnvolle Indikation besteht.
Optionen
Alternativen & ergänzende Behandlungen
Welche Maßnahme bei Haarausfall sinnvoll ist, hängt entscheidend von der Ursache ab – deshalb steht die ärztliche Abklärung immer am Anfang. Liegt eine internistische, hormonelle oder Mangel-bedingte Ursache vor, ist deren gezielte Behandlung vorrangig; eine regenerative Maßnahme kann dann allenfalls ergänzen. Bei vernarbenden oder entzündlichen Kopfhauterkrankungen ist eine andere, ursächliche Therapie erforderlich.
Als regenerative Ergänzungen oder Alternativen zur Eigenfett-Therapie kommen je nach Befund die Eigenblut-Therapie (PRP/PRF) der Kopfhaut sowie die Mesotherapie infrage; häufig werden diese Verfahren miteinander kombiniert, um das Follikelumfeld aus mehreren Richtungen zu unterstützen. Welche Reihenfolge und Kombination im Einzelfall sinnvoll ist, planen wir individuell. Geht es Ihnen demgegenüber um Volumen- oder Strukturthemen der Haut an anderer Stelle, ist die verwandte Eigenfett-Anwendung Seffiller® das passendere Verfahren – hier beraten wir Sie ergebnisoffen.
Bei fortgeschrittenem, stabilem Haarausfall mit deutlich gelichteten Arealen kann eine Haartransplantation die wirksamere Option sein; sie ist ein eigenständiger operativer Eingriff mit eigener Indikationsstellung. Wir ordnen ehrlich ein, wann regenerative Verfahren wie Seffhair® sinnvoll sein können und wann andere Wege erfolgversprechender sind, und besprechen alle Optionen mit ihren jeweiligen Grenzen offen mit Ihnen.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Seffhair® – Eigenfett-Therapie bei Haarausfall“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften, u. a. zu androgenetischem und kreisrundem Haarausfall (www.awmf.org).
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – Fachgesellschaft für Dermatologie mit Empfehlungen und Patienteninformationen zu Haar- und Kopfhauterkrankungen.
- Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zu regenerativen Verfahren bei Haarausfall, die die begrenzte und uneinheitliche Evidenzlage des Verfahrens widerspiegeln.
- Herstellerinformationen und Anwendungshinweise zur eingesetzten Eigenfett-Technologie (Seffiller®/Seffhair®) sowie Bewertungen der zuständigen Behörden zu Verträglichkeit und Anwendung.
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Persönliche Beratung
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In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
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