Regenerative Medizin & Hautqualität
Skinbooster
Feine Hyaluronsäure-Depots versorgen die Haut von innen mit Feuchtigkeit – für mehr Elastizität, geglättete Knitterfältchen und ein frischeres Hautbild an Gesicht, Hals, Dekolleté und Händen.
Behandelbare Areale
- Gesichtsfalten
- Hals
- Dekolleté
- Augenfältchen
- Lippenfältchen
- Handrücken
Skinbooster sind eine Behandlung zur Verbesserung der Hautqualität: Unvernetzte oder nur schwach vernetzte Hyaluronsäure – ein körpereigenes, stark wasserbindendes Zuckermolekül – wird in Form vieler feiner Depots in die Haut eingebracht. Anders als bei klassischen Fillern geht es nicht um Volumen oder das Auffüllen einzelner Falten, sondern um Hydration von innen: mehr Feuchtigkeit, Elastizität und sichtbar gemilderte Knitterfältchen.
Behandelt werden neben dem Gesicht vor allem Hals, Dekolleté und Handrücken. Der Effekt entwickelt sich allmählich, hält in der Regel etwa sechs bis neun Monate und wirkt betont natürlich – die Haut erscheint praller und frischer, ohne dass sich Mimik oder Gesichtszüge verändern. Tiefe Falten, Volumenverlust oder deutliche Hauterschlaffung sind keine Indikation für diese Methode.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Trockene, fahle oder müde wirkende Haut mit nachlassender Spannkraft
- Feine Knitterfältchen an Wangen, um den Mund oder unterhalb der Augenregion
- Querfältchen und Elastizitätsverlust am Hals
- Lichtgealterte, knitterige Haut am Dekolleté
- Dünner gewordene, faltige Haut an den Handrücken
- Erste Zeichen der Hautalterung, wenn kein Volumenaufbau gewünscht ist
- Haut, die durch Sonne, Rauchen oder Stress an Qualität verloren hat
- Ergänzend zu anderen ästhetischen Behandlungen als Baustein eines Gesamtkonzepts
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Beratung und Hautanalyse
Wir beurteilen Ihren Hautzustand und klären, ob Skinbooster die passende Methode sind – oder ob ein anderes Verfahren Ihr Anliegen besser adressiert. Sie erhalten eine vollständige Aufklärung über Ablauf, realistisch erreichbare Effekte, Risiken und Kosten.
Vorbereitung und Betäubung
Die Haut wird gereinigt und sorgfältig desinfiziert. Auf Wunsch tragen wir eine betäubende Creme auf, die etwa 20 bis 30 Minuten einwirkt.
Einbringen der Hyaluronsäure-Depots
Die Hyaluronsäure wird als viele kleine Mikrodepots gleichmäßig in die obere bis mittlere Hautschicht eingebracht. Injektionstechnik, Punktabstände und Menge passen wir dem jeweiligen Areal an.
Abschluss und Sofortmaßnahmen
Wir kontrollieren die Einstichpunkte und kühlen die behandelten Areale. Kleine Quaddeln oder Papeln an den Injektionspunkten sind unmittelbar danach normal und bilden sich meist innerhalb von Stunden bis Tagen zurück.
Folgesitzungen und Kontrolle
Für den Aufbau des Effekts empfehlen sich in der Regel zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Bei den Folgeterminen beurteilen wir die Entwicklung Ihres Hautbilds und legen fest, wann Auffrischungen sinnvoll sind.
Transparenz
Preise
- pro Sitzung
- 350 €
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.
Aufklärung
Sicherheit & Aufklärung
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Rötung und Schwellung an den Einstichpunkten
Sehr häufig und in der Regel harmlos: Unmittelbar nach der Behandlung sind die Injektionspunkte gerötet und leicht geschwollen; das klingt meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ab und lässt sich durch Kühlung lindern.
Papeln und Quaddeln
Kleine, tastbare Erhebungen an den Injektionspunkten – die frisch gesetzten Hyaluronsäure-Depots – verteilen sich in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen im Gewebe; am Hals und an den Handrücken gelegentlich etwas langsamer. Bitte nicht eigenmächtig massieren oder ausdrücken.
Blutergüsse (Hämatome)
Durch die vielen feinen Einstiche können sich punktförmige blaue Flecken bilden. Sie sind harmlos, verschwinden meist innerhalb weniger Tage und lassen sich gut abdecken; blutverdünnende Medikamente oder bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können die Neigung verstärken.
Spannungsgefühl und Berührungsempfindlichkeit
In den ersten Tagen können die behandelten Areale gespannt oder berührungsempfindlich sein – Ausdruck der Wassereinlagerung und der mechanischen Reizung. Die Beschwerden klingen üblicherweise rasch und ohne weitere Maßnahmen ab.
Länger anhaltende Knötchen oder Unregelmäßigkeiten
Gelegentlich bleiben einzelne Depots länger tastbar oder es bilden sich kleine Verhärtungen, etwa bei sehr oberflächlicher Lage. Meist hilft Geduld; störende, anhaltende Knötchen lassen sich mit dem Enzym Hyaluronidase gezielt auflösen.
Reaktivierung von Lippenherpes
Bei Behandlungen im Gesicht, insbesondere in der Mundregion, kann der Injektionsreiz bei entsprechender Veranlagung einen Herpesschub auslösen. Bei bekannter Herpesneigung besprechen wir vorab eine vorbeugende Medikation.
Infektionen
Wie bei jeder Injektion können trotz steriler Arbeitsweise Keime eindringen und eine örtliche Infektion auslösen – erkennbar an zunehmender Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung. Das ist selten, muss aber ärztlich behandelt werden; melden Sie sich in diesem Fall bitte umgehend bei uns.
Allergische Reaktionen
Echte allergische Reaktionen auf moderne Hyaluronsäure-Präparate sind selten, da das Material körperähnlich ist; möglich sind Reaktionen auf Begleitstoffe wie lokale Betäubungsmittel. Sehr selten kann eine ausgeprägte allergische Reaktion auftreten, die einer raschen ärztlichen Versorgung bedarf.
Gefäßkomplikationen
Die versehentliche Injektion in ein Blutgefäß mit nachfolgender Durchblutungsstörung ist die ernsteste bekannte Komplikation von Hyaluronsäure-Injektionen. Bei Skinboostern ist sie wegen der oberflächlichen Injektionstechnik und des fließfähigen, unvernetzten Materials sehr unwahrscheinlich, aber nicht vollständig auszuschließen; anatomische Kenntnisse, geeignete Technik und sofort verfügbare Hyaluronidase sind die zentralen Sicherheitsmaßnahmen. Bei plötzlichen starken Schmerzen oder auffälligen Hautverfärbungen nach der Behandlung kontaktieren Sie uns bitte umgehend.
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Behandlung.
- Akute Infektionen, Entzündungen oder offene Hautstellen im Behandlungsareal (z. B. aktiver Herpes, akute Akne-Schübe, Ekzeme); die Behandlung wird bis zum vollständigen Abklingen verschoben.
- Bekannte Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Hyaluronsäure oder enthaltenen Begleitstoffen wie lokalen Betäubungsmitteln.
- Aktive Autoimmun- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen, die gegen eine Injektionsbehandlung sprechen können – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
- Bekannte Gerinnungsstörungen oder eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten; eine Behandlung erfolgt nur nach ärztlicher Rücksprache und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
- Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden) im geplanten Behandlungsareal.
- Frühere ausgeprägte oder verzögerte Reaktionen auf Hyaluronsäure-Injektionen in der Vorgeschichte.
- Unrealistische Erwartungen – etwa der Wunsch nach Volumenaufbau oder der Korrektur tiefer Falten, wofür Skinbooster nicht geeignet sind – oder das Fehlen einer sinnvollen Behandlungsindikation aus ärztlicher Sicht.
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Für Interessierte
Medizinische Details & Vertiefung
Wirkprinzip & Studienlage
Hyaluronsäure (Hyaluronan) ist ein körpereigenes Glykosaminoglykan mit außergewöhnlicher Wasserbindungskapazität: Ein Gramm kann ein Vielfaches seines Eigengewichts an Feuchtigkeit speichern. In der Lederhaut (Dermis) bildet sie zusammen mit Kollagen- und Elastinfasern die extrazelluläre Matrix, die der Haut Spannkraft und Elastizität verleiht. Mit zunehmendem Alter – beschleunigt durch UV-Strahlung, Rauchen und oxidativen Stress – nimmt der Hyaluronsäuregehalt ab: Die Haut wird trockener, dünner und knitteriger.
Skinbooster setzen genau hier an: Das fließfähige Präparat ohne die feste Gelstruktur klassischer Filler wird als viele Mikrodepots flächig in die obere bis mittlere Dermis verteilt und wirkt dort als Feuchtigkeitsreservoir – ein Effekt, den auftragende Kosmetik nicht in gleicher Weise erreicht, da ihre Wirkstoffe die Hautbarriere kaum durchdringen. Da das Material kaum oder gar nicht vernetzt ist, bauen die körpereigenen Hyaluronidasen es schneller ab als Filler-Gele – daher das Kur-Prinzip. Zugleich ist es vollständig abbaubar und ließe sich im seltenen Bedarfsfall mit medizinisch eingesetzter Hyaluronidase gezielt auflösen; die oberflächliche Injektionstechnik macht Komplikationen an tiefer liegenden Strukturen unwahrscheinlicher als bei Volumenfillern.
In der Fachliteratur wird diskutiert, dass die eingebrachte Hyaluronsäure und der Injektionsreiz die Bindegewebszellen (Fibroblasten) zu vermehrter Kollagen- und Elastinbildung anregen können. Das Ausmaß dieses biostimulatorischen Effekts ist individuell unterschiedlich und wissenschaftlich nicht abschließend geklärt – wir stellen ihn daher als möglichen Zusatznutzen dar, nicht als gesicherte Wirkung.
Die Behandlung der Hautqualität mit injizierbarer, unvernetzter oder schwach vernetzter Hyaluronsäure ist international verbreitet und in kontrollierten Studien und Übersichtsarbeiten untersucht; beschrieben werden messbare Verbesserungen von Hautfeuchtigkeit, Elastizität und Oberflächenstruktur bei insgesamt guter Verträglichkeit. Die Evidenz hat jedoch klare Grenzen: kleine Teilnehmerzahlen, kurze Beobachtungszeiträume, unterschiedliche Präparate und Techniken, nicht selten Herstellerfinanzierung – und ästhetische Endpunkte wie ein „frischeres Hautbild“ lassen sich nur eingeschränkt objektivieren. Ergebnisse einzelner Studien sind daher nicht ohne Weiteres auf jedes Produkt, jedes Areal und jede Person übertragbar.
Für die Praxis bedeutet das: Skinbooster sind ein etabliertes, im Risikoprofil günstiges Verfahren zur Verbesserung von Hautfeuchtigkeit und Hautbild – konkrete Ergebnisgarantien oder bezifferbare Verbesserungen lassen sich aus der Studienlage nicht ableiten. Wie deutlich der Effekt ausfällt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem vom Ausgangszustand der Haut ab; wir orientieren uns an den Empfehlungen ärztlicher Fachgesellschaften und den Fachinformationen der verwendeten Präparate.
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Verzichten Sie in den Tagen vor der Behandlung möglichst auf intensive Sonnenbäder und Solarium; gereizte Haut sollte sich vor der Sitzung beruhigen.
- Blutverdünnende Medikamente und gerinnungshemmende Schmerzmittel nicht eigenmächtig absetzen – besprechen Sie deren Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt.
- Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel (etwa Fischöl, Vitamin E, Ginkgo) sowie Alkohol können die Hämatomneigung erhöhen; ein zeitlicher Abstand vor der Behandlung kann sinnvoll sein.
- Informieren Sie uns über Ihre Krankengeschichte, Allergien, frühere ästhetische Behandlungen und eine etwaige Neigung zu Lippenherpes.
- Kommen Sie nach Möglichkeit ungeschminkt zur Behandlung oder rechnen Sie mit einer gründlichen Reinigung der Haut vor der Sitzung.
- Planen Sie vor wichtigen Anlässen einen Puffer von etwa ein bis zwei Wochen ein, da Papeln, Rötungen oder kleine Blutergüsse einige Tage sichtbar sein können.
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Kühlen Sie die behandelten Areale bei Bedarf vorsichtig, ohne starken Druck auszuüben.
- Berühren, reiben oder massieren Sie die Einstichpunkte in den ersten Tagen nicht, damit sich die Depots gleichmäßig verteilen können.
- Verzichten Sie für etwa 24 bis 48 Stunden auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad und sehr heiße Bäder, da Wärme Schwellungen verstärken kann.
- Schützen Sie die behandelte Haut konsequent vor UV-Strahlung (LSF 50+) und meiden Sie in der ersten Woche intensive Sonne und Solarium – besonders an Dekolleté und Handrücken.
- Tragen Sie auf die frischen Einstichpunkte frühestens nach 24 Stunden wieder Make-up auf, um das Infektionsrisiko gering zu halten.
- Verzichten Sie für etwa eine Woche auf reizende Kosmetika, Fruchtsäure-Peelings, Microneedling und ähnliche Behandlungen im behandelten Areal.
- Trinken Sie ausreichend Wasser – eine gute Flüssigkeitsversorgung unterstützt den Feuchtigkeitseffekt.
- Melden Sie sich umgehend bei uns bei ungewöhnlichen Beschwerden – insbesondere zunehmenden Schmerzen, ausgeprägter Rötung mit Überwärmung, auffälligen Hautverfärbungen oder Papeln, die nach mehreren Tagen nicht abklingen.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Skinbooster“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften (www.awmf.org).
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – Fachgesellschaft für Dermatologie mit Empfehlungen und Patienteninformationen.
- Fachinformationen der eingesetzten Medizinprodukte sowie Bewertungen der zuständigen europäischen Behörden zu Verträglichkeit und Anwendung.
- Kontrollierte Studien und Übersichtsarbeiten der dermatologischen und ästhetisch-medizinischen Fachliteratur zu injizierbarer Hyaluronsäure und Hautqualität.
- Veröffentlichungen ärztlicher Fachgesellschaften der ästhetischen Medizin zu Injektionstechnik und Komplikationsmanagement, einschließlich des Einsatzes von Hyaluronidase.
Persönliche Beratung
Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch
In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
Weitere Behandlungen
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