Regenerative Medizin & Hautqualität
Skinbooster
Feine Hyaluronsäure-Depots versorgen die Haut von innen mit Feuchtigkeit – für mehr Elastizität, geglättete Knitterfältchen und ein frischeres Hautbild an Gesicht, Hals, Dekolleté und Händen.
Behandelbare Areale
- Gesichtsfalten
- Augenfältchen
- Mundregion & Lippenfältchen
- Hals
- Dekolleté
- Handrücken
Skinbooster sind eine Behandlung zur Verbesserung der Hautqualität: Unvernetzte oder nur schwach vernetzte Hyaluronsäure – ein körpereigenes Zuckermolekül, das große Mengen Wasser binden kann – wird in Form vieler feiner Depots direkt in die Haut eingebracht. Anders als bei klassischen Fillern geht es dabei ausdrücklich nicht um Volumen oder das Auffüllen einzelner Falten. Das Ziel ist eine Hydration von innen: Die Haut wird intensiv mit Feuchtigkeit versorgt, gewinnt an Elastizität und Geschmeidigkeit, und feine Knitterfältchen können sichtbar gemildert werden.
Behandelt werden können neben dem Gesicht auch Areale, die im Alltag oft vernachlässigt werden, aber das Alter besonders sichtbar machen: der Hals mit seinen feinen Querfältchen, das sonnenbelastete Dekolleté und die Handrücken, deren Haut mit den Jahren dünner und knitteriger wird. Der Effekt entwickelt sich allmählich und wirkt betont natürlich – die Haut erscheint praller, ebenmäßiger und erholter, ohne dass sich an Mimik oder Gesichtszügen etwas verändert. Niemand sieht, dass etwas „gemacht“ wurde; die Haut wirkt schlicht gepflegter und frischer.
In unserer Praxis beginnt jede Skinbooster-Behandlung mit einer ärztlichen Hautanalyse und einem ausführlichen Beratungsgespräch. Wir besprechen offen, was Skinbooster leisten können – und wo ihre Grenzen liegen: Tiefe Falten, Volumenverlust oder deutliche Hauterschlaffung sind keine Indikation für diese Methode. Für den Aufbau des Effekts empfehlen sich in der Regel zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen, anschließend genügen meist Auffrischungen in Abständen von etwa sechs bis neun Monaten. Ob die Behandlung zu Ihrem Hautbild und Ihren Erwartungen passt, klären wir gemeinsam und ergebnisoffen.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Wirkprinzip
Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip
Hyaluronsäure (Hyaluronan) ist ein körpereigenes Glykosaminoglykan – ein Zuckermolekül, das in der Haut, im Bindegewebe und in der Gelenkflüssigkeit vorkommt. Seine zentrale Eigenschaft ist die außergewöhnliche Wasserbindungskapazität: Ein Gramm Hyaluronsäure kann ein Vielfaches seines Eigengewichts an Feuchtigkeit speichern. In der Lederhaut (Dermis) bildet sie zusammen mit Kollagen- und Elastinfasern die sogenannte extrazelluläre Matrix, die der Haut Spannkraft, Elastizität und ein gut durchfeuchtetes Erscheinungsbild verleiht. Mit zunehmendem Alter – beschleunigt durch UV-Strahlung, Rauchen und oxidativen Stress – nimmt der Hyaluronsäuregehalt der Haut ab: Sie wird trockener, dünner, verliert an Rückstellkraft, und feine Knitterfältchen entstehen.
Skinbooster setzen genau an diesem Punkt an. Verwendet wird unvernetzte oder nur schwach vernetzte Hyaluronsäure – also ein fließfähiges Präparat ohne die feste Gelstruktur klassischer Filler. Es wird nicht punktuell in tiefere Schichten injiziert, um Volumen aufzubauen, sondern als viele kleine Mikrodepots flächig in die obere bis mittlere Dermis verteilt. Dort wirkt es wie ein Feuchtigkeitsreservoir: Die Depots binden Wasser direkt im Gewebe und versorgen die Haut über Wochen von innen – ein Effekt, den auftragende Kosmetik nicht in gleicher Weise erreichen kann, da deren Wirkstoffe die Hautbarriere kaum durchdringen.
Neben der unmittelbaren Hydratation wird in der Fachliteratur diskutiert, dass die eingebrachte Hyaluronsäure und der Injektionsreiz selbst die Bindegewebszellen (Fibroblasten) anregen können, vermehrt Kollagen und Elastin zu bilden. Ein solcher biostimulatorischer Effekt würde erklären, warum sich Elastizität und Hautdichte in Untersuchungen teilweise auch über die reine Feuchtigkeitswirkung hinaus verbessern. Das Ausmaß dieses Effekts ist individuell unterschiedlich und wissenschaftlich nicht abschließend geklärt – wir stellen ihn daher als möglichen Zusatznutzen dar, nicht als gesicherte Wirkung.
Da die verwendete Hyaluronsäure kaum oder gar nicht vernetzt ist, wird sie von den körpereigenen Enzymen, den Hyaluronidasen, schneller abgebaut als Filler-Gele – daher das Kur-Prinzip mit zwei bis drei Aufbausitzungen und regelmäßigen Auffrischungen. Zugleich ergibt sich daraus ein Sicherheitsvorteil: Das Material ist vollständig abbaubar, und mit medizinisch eingesetzter Hyaluronidase ließe es sich im seltenen Bedarfsfall gezielt auflösen. Die oberflächliche Injektionstechnik in die Dermis macht zudem Komplikationen an tiefer liegenden Strukturen wie größeren Blutgefäßen unwahrscheinlicher als bei tief injizierten Volumenfillern.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Trockene, fahle oder müde wirkende Haut, die an Spannkraft und Ausstrahlung verloren hat
- Feine Knitterfältchen an Wangen, um den Mund oder unterhalb der Augenregion
- Querfältchen und Elastizitätsverlust am Hals
- Lichtgealterte, knitterige Haut am Dekolleté
- Dünner gewordene, faltige Haut an den Handrücken
- Erste Zeichen der Hautalterung, wenn ausdrücklich kein Volumenaufbau gewünscht ist
- Haut, die durch Sonne, Rauchen oder Stress an Qualität verloren hat
- Ergänzend zu anderen ästhetischen Behandlungen als Baustein eines Gesamtkonzepts für die Hautqualität
Studien- & Evidenzlage
Die Behandlung der Hautqualität mit injizierbarer, unvernetzter oder schwach vernetzter Hyaluronsäure ist seit Jahren international verbreitet und in kontrollierten Studien und Übersichtsarbeiten untersucht. Beschrieben werden dort unter anderem messbare Verbesserungen von Hautfeuchtigkeit, Elastizität und Hautoberflächenstruktur sowie eine insgesamt gute Verträglichkeit mit überwiegend milden, vorübergehenden Nebenwirkungen an den Injektionsstellen.
Die Evidenzlage hat allerdings klare Grenzen, die wir offen benennen: Viele Untersuchungen umfassen kleine Teilnehmerzahlen und kurze Beobachtungszeiträume, verwenden unterschiedliche Präparate, Injektionstechniken und Behandlungsintervalle und sind nicht selten herstellerfinanziert. Die Messmethoden für „Hautqualität“ sind zudem heterogen, und ästhetische Endpunkte wie ein „frischeres Hautbild“ lassen sich nur eingeschränkt objektivieren. Ergebnisse einzelner Studien sind daher nicht ohne Weiteres auf jedes Produkt, jedes Areal und jede Person übertragbar.
Für die Praxis bedeutet das: Skinbooster sind ein etabliertes, im Risikoprofil günstiges Verfahren zur Verbesserung von Hautfeuchtigkeit und Hautbild – konkrete Ergebnisgarantien oder bezifferbare Verbesserungen lassen sich aus der Studienlage jedoch nicht ableiten. Wie deutlich der Effekt ausfällt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem vom Ausgangszustand der Haut ab. Wir orientieren uns an den Empfehlungen ärztlicher Fachgesellschaften und an den Fachinformationen der verwendeten Präparate und besprechen mit Ihnen realistisch, was in Ihrem Fall erreichbar erscheint.
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Beratung und Hautanalyse
Im persönlichen Gespräch beurteilen wir Ihren Hautzustand, besprechen Ihre Wünsche und klären, ob Skinbooster die passende Methode sind – oder ob ein anderes Verfahren Ihr Anliegen besser adressiert. Sie erhalten eine vollständige Aufklärung über Ablauf, realistisch erreichbare Effekte, Risiken, Anzahl der empfohlenen Sitzungen und Kosten.
Vorbereitung und Betäubung
Am Behandlungstag wird die Haut gereinigt und sorgfältig desinfiziert. Auf Wunsch tragen wir eine betäubende Creme auf, die etwa 20 bis 30 Minuten einwirkt. Da mit sehr feinen Nadeln und oberflächlich gearbeitet wird, empfinden die meisten Patientinnen und Patienten die Behandlung als gut erträglich.
Einbringen der Hyaluronsäure-Depots
Die unvernetzte bzw. schwach vernetzte Hyaluronsäure wird in Form vieler kleiner Mikrodepots gleichmäßig in die obere bis mittlere Hautschicht eingebracht. Je nach Areal – Gesicht, Hals, Dekolleté oder Handrücken – passen wir Injektionstechnik, Punktabstände und Menge individuell an, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung zu erreichen.
Abschluss und Sofortmaßnahmen
Direkt nach der Behandlung kontrollieren wir die Einstichpunkte und kühlen die behandelten Areale, um Rötungen und Schwellungen entgegenzuwirken. Kleine Quaddeln oder Papeln an den Injektionspunkten sind unmittelbar nach der Sitzung normal und bilden sich in der Regel innerhalb weniger Stunden bis Tage zurück.
Folgesitzungen und Kontrolle
Für den Aufbau des Effekts empfehlen sich meist zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Bei den Folgeterminen beurteilen wir gemeinsam die Entwicklung Ihres Hautbilds und passen das weitere Vorgehen an. Anschließend genügen in der Regel Auffrischungsbehandlungen etwa alle sechs bis neun Monate, um den Effekt zu erhalten.
Transparenz
Preise
- pro Sitzung
- 350 €
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.
Komplette Preisliste ansehen →Gut vorbereitet
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Verzichten Sie in den Tagen vor der Behandlung möglichst auf intensive Sonnenbäder und Solarium; gereizte oder sonnenbelastete Haut sollte sich vor der Sitzung beruhigen.
- Blutverdünnende Medikamente sowie gerinnungshemmende Schmerzmittel bitte nicht eigenmächtig absetzen – besprechen Sie deren Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt, um die Neigung zu Blutergüssen einzuschätzen.
- Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate (etwa Fischöl, Vitamin E, Ginkgo) sowie Alkohol können die Hämatomneigung erhöhen; ein zeitlicher Abstand vor der Behandlung kann sinnvoll sein.
- Informieren Sie uns über Ihre Krankengeschichte, Allergien, frühere ästhetische Behandlungen und eine etwaige Neigung zu Lippenherpes – gegebenenfalls ist eine vorbeugende Medikation sinnvoll.
- Kommen Sie nach Möglichkeit ungeschminkt zur Behandlung oder rechnen Sie mit einer gründlichen Reinigung der Haut vor der Sitzung.
- Planen Sie vor wichtigen Anlässen einen zeitlichen Puffer von etwa ein bis zwei Wochen ein, da Papeln, Rötungen oder kleine Blutergüsse einige Tage sichtbar sein können.
Nach der Behandlung
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Kühlen Sie die behandelten Areale bei Bedarf vorsichtig, um Rötungen und Schwellungen entgegenzuwirken; üben Sie dabei keinen starken Druck aus.
- Berühren, reiben oder massieren Sie die Einstichpunkte in den ersten Tagen nicht, damit sich die Hyaluronsäure-Depots gleichmäßig verteilen können.
- Verzichten Sie für etwa 24 bis 48 Stunden auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad und sehr heiße Bäder, da Wärme und gesteigerte Durchblutung Schwellungen verstärken können.
- Schützen Sie die behandelte Haut konsequent vor UV-Strahlung (LSF 50+) und meiden Sie in der ersten Woche direkte, intensive Sonne und Solarium – das gilt besonders für Dekolleté und Handrücken.
- Tragen Sie auf die frischen Einstichpunkte frühestens nach 24 Stunden wieder Make-up auf, um das Infektionsrisiko gering zu halten.
- Verzichten Sie für etwa eine Woche auf reizende Kosmetika, Fruchtsäure-Peelings, Microneedling und ähnliche Behandlungen im behandelten Areal.
- Trinken Sie ausreichend Wasser – eine gute Flüssigkeitsversorgung unterstützt den Feuchtigkeitseffekt der Behandlung.
- Melden Sie sich umgehend bei uns, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten – insbesondere zunehmende Schmerzen, ausgeprägte Rötung mit Überwärmung, auffällige Hautverfärbungen oder Papeln, die nach mehreren Tagen nicht abklingen.
Aufklärung
Risiken & mögliche Nebenwirkungen
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Rötung und Schwellung an den Einstichpunkten
Sehr häufig und in der Regel harmlos: Unmittelbar nach der Behandlung sind die Injektionspunkte gerötet und leicht geschwollen. Diese Reaktionen klingen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ab und lassen sich durch Kühlung lindern.
Papeln und Quaddeln
Typisch für Skinbooster sind kleine, tastbare Erhebungen an den Injektionspunkten – die frisch gesetzten Hyaluronsäure-Depots. Sie verteilen sich in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen im Gewebe; am Hals und an den Handrücken kann dies gelegentlich etwas länger dauern. Bitte nicht eigenmächtig massieren oder ausdrücken.
Blutergüsse (Hämatome)
Durch die vielen feinen Einstiche können kleine Hautgefäße verletzt werden, sodass sich punktförmige blaue Flecken bilden. Diese sind harmlos, verschwinden meist innerhalb weniger Tage und lassen sich in der Regel gut abdecken. Blutverdünnende Medikamente oder bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können die Neigung verstärken.
Spannungsgefühl und Berührungsempfindlichkeit
In den ersten Tagen können die behandelten Areale gespannt oder berührungsempfindlich sein – Ausdruck der Wassereinlagerung in den Depots und der mechanischen Reizung. Diese Beschwerden klingen üblicherweise rasch und ohne weitere Maßnahmen ab.
Länger anhaltende Knötchen oder Unregelmäßigkeiten
Gelegentlich können einzelne Depots länger tastbar bleiben oder sich kleine Verhärtungen bilden, etwa bei sehr oberflächlicher Lage. Meist hilft Geduld; bei störenden, anhaltenden Knötchen kann das Material mit dem Enzym Hyaluronidase gezielt aufgelöst werden.
Reaktivierung von Lippenherpes
Bei Behandlungen im Gesicht, insbesondere in der Mundregion, kann der Injektionsreiz bei entsprechender Veranlagung einen Herpesschub auslösen. Bei bekannter Herpesneigung besprechen wir vorab eine vorbeugende Medikation.
Infektionen
Wie bei jeder Injektion können trotz steriler Arbeitsweise Keime eindringen und eine örtliche Infektion auslösen, erkennbar an zunehmender Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung. Solche Reaktionen sind selten, müssen aber ärztlich behandelt werden – melden Sie sich in diesem Fall bitte umgehend bei uns.
Allergische Reaktionen
Echte allergische Reaktionen auf moderne Hyaluronsäure-Präparate sind selten, da das Material körperähnlich ist. Möglich sind Reaktionen auf Begleitstoffe wie lokale Betäubungsmittel. Sehr selten kann eine ausgeprägte allergische Reaktion auftreten, die einer raschen ärztlichen Versorgung bedarf.
Gefäßkomplikationen
Die versehentliche Injektion in ein Blutgefäß mit nachfolgender Durchblutungsstörung ist die ernsteste bekannte Komplikation von Hyaluronsäure-Injektionen. Bei Skinboostern ist sie aufgrund der oberflächlichen Injektionstechnik und des fließfähigen, unvernetzten Materials sehr unwahrscheinlich, aber nicht vollständig auszuschließen. Anatomische Kenntnisse, geeignete Technik und die sofort verfügbare Hyaluronidase, mit der sich das Material rasch auflösen lässt, sind die zentralen Sicherheitsmaßnahmen. Bei plötzlichen starken Schmerzen oder auffälligen Hautverfärbungen nach der Behandlung kontaktieren Sie uns bitte umgehend.
Kontraindikationen
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Behandlung.
- Akute Infektionen, Entzündungen oder offene Hautstellen im Behandlungsareal (z. B. aktiver Herpes, akute Akne-Schübe, Ekzeme); die Behandlung wird bis zum vollständigen Abklingen verschoben.
- Bekannte Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Hyaluronsäure oder enthaltenen Begleitstoffen wie lokalen Betäubungsmitteln.
- Aktive Autoimmun- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen, die gegen eine Injektionsbehandlung sprechen können – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
- Bekannte Gerinnungsstörungen oder eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten; eine Behandlung erfolgt nur nach ärztlicher Rücksprache und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
- Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden) im geplanten Behandlungsareal.
- Frühere ausgeprägte oder verzögerte Reaktionen auf Hyaluronsäure-Injektionen in der Vorgeschichte.
- Unrealistische Erwartungen – etwa der Wunsch nach Volumenaufbau oder der Korrektur tiefer Falten, wofür Skinbooster nicht geeignet sind – oder das Fehlen einer sinnvollen Behandlungsindikation aus ärztlicher Sicht.
Optionen
Alternativen & ergänzende Behandlungen
Skinbooster verbessern die Hautqualität – sie ersetzen jedoch keine Verfahren, die Volumen, Konturen oder Mimik adressieren. Bei Volumenverlust, eingefallenen Gesichtspartien oder einzelnen tieferen Falten sind Hyaluronsäure-Filler die passendere Wahl; bei mimisch bedingten Falten wie Zornes- oder Stirnfalten ist Botulinumtoxin meist wirksamer. Häufig ergänzen sich die Verfahren in einem abgestimmten Gesamtkonzept: Filler oder Botulinumtoxin für Struktur und Mimik, Skinbooster für Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit der Haut.
Steht weniger die Feuchtigkeit als die Oberflächenstruktur der Haut im Vordergrund – etwa ausgeprägtere Fältchen, Aknenarben oder grobporige Haut –, können der fraktionierte CO₂-Laser oder der schonendere Erbium:YAG-Laser die geeignetere Methode sein, da sie die Hauterneuerung über einen kontrollierten thermischen Reiz anstoßen. Auch das Radiofrequenz-Microneedling mit dem INFINI™-System, das feine Nadelreize mit Wärmeenergie in der Tiefe kombiniert, adressiert Hautstraffung und -textur auf andere Weise als die reine Feuchtigkeitsbehandlung. Bei Pigmentflecken oder Gefäßveränderungen, die ein Hautbild ebenfalls müde wirken lassen, stehen mit Pico-Laser, Farbstoff-Laser und Nd:YAG-Laser gezielte Verfahren zur Verfügung.
Im regenerativen Bereich bietet unsere Praxis darüber hinaus Eigenfett-basierte Behandlungen mit dem Seffiller®-System an, bei denen aufbereitetes körpereigenes Fettgewebe mit seinen regenerativen Zellbestandteilen genutzt wird – ein Ansatz, der bei bestimmten Indikationen eine körpereigene Alternative oder Ergänzung zu Hyaluronsäure darstellen kann; für die Kopfhaut existiert mit Seffhair® ein verwandtes Verfahren. Welche Behandlung oder Kombination für Ihr Hautbild am besten geeignet ist, klären wir ergebnisoffen im persönlichen Beratungsgespräch – einschließlich der ehrlichen Antwort, wenn aus unserer Sicht zunächst konsequenter Sonnenschutz und gute Hautpflege der sinnvollste Schritt sind.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Skinbooster“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften (www.awmf.org).
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – Fachgesellschaft für Dermatologie mit Empfehlungen und Patienteninformationen.
- Fachinformationen der eingesetzten Medizinprodukte sowie Bewertungen der zuständigen europäischen Behörden zu Verträglichkeit und Anwendung.
- Kontrollierte Studien und Übersichtsarbeiten der dermatologischen und ästhetisch-medizinischen Fachliteratur zu injizierbarer Hyaluronsäure und Hautqualität.
- Veröffentlichungen ärztlicher Fachgesellschaften der ästhetischen Medizin zu Injektionstechnik und Komplikationsmanagement, einschließlich des Einsatzes von Hyaluronidase.
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Persönliche Beratung
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In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
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