Dr. NüchelAesthetik
Exosomen-Therapie bei Dr. Nüchel Aesthetik in MönchengladbachBeispielbild

Regenerative Medizin & Hautqualität

Exosomen-Therapie

Topische, regenerativ ausgerichtete Begleitbehandlung mit exosomenhaltigen Präparaten – aufgetragen unmittelbar nach Microneedling, Radiofrequenz-Microneedling oder Laser, wenn die Haut besonders aufnahmefähig ist. Keine Injektion.

Behandelbare Areale

  • feine Linien
  • fahle Haut
  • ungleichmäßige Hautstruktur
  • Regeneration nach Microneedling
  • Regeneration nach Laser

Exosomen sind winzige, von Zellen abgegebene Bläschen (sogenannte extrazelluläre Vesikel), die im Körper als Botenstoffe zwischen Zellen wirken. Sie transportieren ein Bündel an Signalmolekülen – darunter Proteine, Lipide (Fette) und kurze RNA-Fragmente (Erbgut-Botenstoffe) – und können auf diesem Weg an benachbarte Zellen Informationen weitergeben. Im Bereich der Hautregeneration steht die Idee im Mittelpunkt, dass solche Signalmoleküle hauteigene Reparatur- und Erneuerungsprozesse unterstützen könnten. Die in der ästhetischen Kosmetik eingesetzten Präparate sind dabei zellfrei – sie enthalten also keine lebenden Zellen, sondern nur die aus Zellkulturen oder pflanzlichen Quellen gewonnenen Vesikel beziehungsweise deren Bestandteile.

Sehr wichtig und ausdrücklich vorangestellt: Exosomen-Präparate sind in Deutschland und der Europäischen Union derzeit nicht als Arzneimittel zugelassen. In unserer Praxis kommen sie deshalb ausschließlich topisch zum Einsatz – das heißt, sie werden äußerlich auf die Haut aufgetragen, niemals injiziert oder in den Körper eingebracht. Wir verwenden Exosomen ausschließlich als unterstützende, kosmetische Begleitbehandlung im Anschluss an Verfahren, die die Hautbarriere kurzzeitig durchlässiger machen – typischerweise unmittelbar nach Microneedling, Radiofrequenz-Microneedling (z. B. INFINI™) oder bestimmten Laserbehandlungen, wenn die Haut besonders aufnahmefähig ist. Die Exosomen-Anwendung ist damit kein eigenständiges Heilverfahren, sondern ein ergänzender Pflegebaustein.

Unser Anspruch ist eine ehrliche, zurückhaltende Einordnung: Die Forschung zu Exosomen ist ein junges, sich rasch entwickelndes Feld. Im Labor und in vorklinischen Untersuchungen zeigen sich interessante Ansätze, doch belastbare klinische Studien am Menschen sind bislang begrenzt. Wir versprechen Ihnen daher keine bestimmten Ergebnisse, sondern erklären offen, was diese Begleitbehandlung leisten kann – und was nicht. In einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch besprechen wir Herkunft und Zusammensetzung des verwendeten Präparats, den regulatorischen Rahmen, mögliche Risiken sowie sinnvolle und weniger sinnvolle Erwartungen.

Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.

Wirkprinzip

Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip

Exosomen gehören zur Gruppe der extrazellulären Vesikel – das sind kleine, von einer Membran umschlossene Bläschen, die nahezu alle Zellen des Körpers nach außen abgeben. Mit einem Durchmesser im Nanometerbereich (also dem Millionstel eines Millimeters) sind sie für das bloße Auge unsichtbar. Ihre biologische Aufgabe ist die Kommunikation zwischen Zellen: Sie transportieren ein Bündel an Botenstoffen und geben diese an Zielzellen weiter. Zu diesen Botenstoffen zählen Proteine, Lipide (Fette) und Nukleinsäure-Fragmente, insbesondere kurze RNA-Abschnitte, die in der Empfängerzelle Signalwege beeinflussen können.

Das in der ästhetischen Kosmetik genutzte Wirkprinzip beruht auf der Annahme, dass die in Exosomen enthaltenen Signalmoleküle hauteigene Regenerations- und Reparaturvorgänge unterstützen könnten – etwa Prozesse, die mit der Erneuerung der Hautzellen und der Bildung von Strukturproteinen wie Kollagen und Elastin zusammenhängen. Es handelt sich dabei ausdrücklich um zellfreie Präparate: Sie enthalten keine lebenden Zellen, sondern aus Zellkulturen oder pflanzlichen Quellen gewonnene Vesikel beziehungsweise deren Bestandteile. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von Therapien mit lebenden Zellen.

Die Herkunft der Exosomen variiert je nach Produkt erheblich. Es gibt Präparate auf pflanzlicher Basis, etwa aus pflanzlichen Zellkulturen, und solche, die aus menschlichen oder tierischen Zellkulturen stammen. Zusammensetzung, Konzentration, Aufreinigung und Standardisierung können sich zwischen Produkten deutlich unterscheiden, und es existiert bislang kein einheitlicher, allgemein anerkannter Qualitäts- und Wirksamkeitsstandard für kosmetische Exosomen-Präparate. Diese Heterogenität ist ein wichtiger Grund, weshalb Ergebnisse aus einer Untersuchung nicht ohne Weiteres auf andere Produkte übertragbar sind.

Für die topische Anwendung ist ein praktischer Punkt entscheidend: Die intakte Hautbarriere ist eine wirksame Schutzschicht, die das Eindringen großer Moleküle natürlicherweise begrenzt. Verfahren wie Microneedling, Radiofrequenz-Microneedling oder bestimmte Laserbehandlungen erzeugen kontrolliert feinste Kanäle in der Haut bzw. machen die Barriere kurzzeitig durchlässiger. In genau diesem Zeitfenster werden exosomenhaltige Präparate aufgetragen, in der Annahme, dass die Aufnahme der Wirkstoffe dadurch begünstigt wird. Wie viel der aufgetragenen Bestandteile tatsächlich in welche Hautschichten gelangt und welche biologischen Effekte daraus resultieren, ist wissenschaftlich jedoch nicht abschließend geklärt.

Aus dieser Einordnung ergibt sich der bewusst eng gefasste Einsatz in unserer Praxis: Exosomen werden nicht als eigenständiges Heilverfahren und nicht injiziert eingesetzt, sondern ausschließlich äußerlich als unterstützende Begleitbehandlung im Anschluss an ein etabliertes Basisverfahren. Der eigentliche, gut untersuchte Wirkmechanismus ist dabei der des Basisverfahrens selbst; die Exosomen-Anwendung ist ein ergänzender, regenerativ ausgerichteter Pflegebaustein, dessen Zusatznutzen wir bewusst zurückhaltend und ohne Heilversprechen beschreiben.

Indikationen

Für wen geeignet

Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:

  • Als ergänzende Pflege unmittelbar nach Microneedling, wenn die Haut kurzzeitig aufnahmefähiger ist
  • Als Begleitbehandlung nach Radiofrequenz-Microneedling (z. B. INFINI™) zur Unterstützung der Regenerationsphase
  • Als unterstützende Maßnahme nach geeigneten Laserbehandlungen im Rahmen der ärztlichen Nachsorge
  • Bei Wunsch nach einem regenerativ ausgerichteten Pflegekonzept als Teil eines abgestimmten Gesamtplans
  • Bei fahlem, beanspruchtem Hautbild als kosmetische Begleitmaßnahme zu einem Erneuerungsverfahren
  • Bei feinen Linien und ungleichmäßiger Hautstruktur, ergänzend zur eigentlichen Hautbehandlung
  • Für Patientinnen und Patienten, die einen neuartigen, zurückhaltend eingeordneten Pflegebaustein ausprobieren möchten
  • Nur nach individueller ärztlicher Prüfung, ob die Begleitbehandlung im Einzelfall sinnvoll und geeignet ist

Studien- & Evidenzlage

Die Forschung zu Exosomen ist ein vergleichsweise junges und sich rasch entwickelndes Feld. In der Grundlagenforschung und in vorklinischen Untersuchungen – etwa in Zellkulturen und Tiermodellen – haben extrazelluläre Vesikel als Träger regenerativer Signalmoleküle wissenschaftliches Interesse geweckt, und es werden vielfältige potenzielle Anwendungen diskutiert. Solche vorklinischen Ergebnisse sind jedoch ausdrücklich nicht mit einem belegten Nutzen für die Hautbehandlung am Menschen gleichzusetzen.

Belastbare klinische Studien zur kosmetischen Anwendung exosomenhaltiger Präparate am Menschen sind bislang begrenzt. Vorhandene Untersuchungen sind häufig klein, kurz angelegt, unterschiedlich gestaltet und betreffen jeweils einzelne Produkte oder Verfahrenskombinationen. Hinzu kommt eine erhebliche Heterogenität der Präparate hinsichtlich Herkunft, Zusammensetzung und Standardisierung. In der Summe lässt sich aus der aktuellen Datenlage kein eindeutiger, allgemeingültiger Wirksamkeitsnachweis für die topische Exosomen-Begleitbehandlung ableiten.

Wir formulieren den möglichen Nutzen daher bewusst vorsichtig: Exosomen werden in unserer Praxis als ergänzender Pflegebaustein zu einem etablierten Basisverfahren eingesetzt, dessen Wirksamkeit für sich genommen besser untersucht ist. Ein sichtbares Hautergebnis ist in erster Linie diesem Basisverfahren zuzuschreiben; ein darüber hinausgehender, isolierter Zusatznutzen der Exosomen ist wissenschaftlich nicht gesichert. Verbindliche Wirk- oder Erfolgsversprechen geben wir aus diesem Grund nicht ab.

Auch zur langfristigen Sicherheit kosmetischer Exosomen-Präparate beim Menschen liegen bislang keine umfassenden Daten vor. Wir orientieren uns am aktuellen Kenntnisstand, an einer sorgfältigen Produktauswahl und am Grundsatz der ärztlichen Vorsicht. Sollten sich die wissenschaftliche Evidenz oder der regulatorische Rahmen ändern, passen wir unsere Einschätzung und unser Vorgehen entsprechend an. Diese Offenheit über die Grenzen des Wissens ist uns wichtiger als ein vermeintlich beeindruckendes, aber nicht belegbares Versprechen.

Schritt für Schritt

Behandlungsablauf

So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.

  1. Beratung und Aufklärung

    Im persönlichen Gespräch klären wir, ob eine exosomenhaltige Begleitbehandlung für Sie infrage kommt. Wir erläutern offen den regulatorischen Rahmen (keine Arzneimittelzulassung, ausschließlich topische Anwendung), die Herkunft des Präparats (pflanzlich oder zellkulturbasiert), die begrenzte Studienlage sowie mögliche Risiken und realistische Erwartungen. Die Exosomen-Anwendung erfolgt stets im Zusammenhang mit einem Basisverfahren wie Microneedling oder Laser, das wir gemeinsam festlegen.

  2. Hautvorbereitung und Basisbehandlung

    Die Haut wird gereinigt und desinfiziert. Anschließend führen wir das eigentliche Basisverfahren durch – etwa Microneedling, Radiofrequenz-Microneedling oder eine geeignete Laserbehandlung. Durch diese Behandlung entstehen feinste, kontrollierte Mikrokanäle bzw. wird die Hautbarriere kurzzeitig durchlässiger, sodass aufgetragene Wirkstoffe besser aufgenommen werden können.

  3. Topisches Auftragen der Exosomen

    Direkt im Anschluss, solange die Haut besonders aufnahmefähig ist, tragen wir das exosomenhaltige Präparat äußerlich auf die behandelten Areale auf und arbeiten es sanft ein. Es erfolgt ausdrücklich keine Injektion. Das Auftragen ist in der Regel schmerzfrei; ein vorübergehendes Spannen, Brennen oder Kribbeln stammt meist von der vorausgegangenen Basisbehandlung, nicht von den Exosomen selbst.

  4. Beruhigung und Schutz der Haut

    Nach dem Einarbeiten beruhigen wir die Haut, kühlen bei Bedarf und tragen einen geeigneten Schutz auf. Sie erhalten konkrete Hinweise zur Pflege der nächsten Tage, insbesondere zu Reinigung, Feuchtigkeitspflege und konsequentem Sonnenschutz, da die Haut nach Microneedling oder Laser vorübergehend empfindlicher ist.

  5. Nachsorge und Kontrolle

    Wir besprechen das weitere Vorgehen und vereinbaren bei Bedarf einen Kontrolltermin, um den Heilungsverlauf der Basisbehandlung zu beurteilen. Da die Exosomen als Begleitmaßnahme eingesetzt werden, richtet sich ein eventueller Behandlungsplan in erster Linie nach dem jeweiligen Basisverfahren und Ihrem individuellen Hautbild.

Transparenz

Preise

pro Sitzung
350 €

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.

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Gut vorbereitet

Vorbereitung auf die Behandlung

Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.

  • Besprechen Sie im Beratungsgespräch offen Ihre Krankengeschichte, Allergien, Hauterkrankungen, eine etwaige Neigung zu Lippenherpes sowie Ihre Erwartungen, damit wir die Eignung der Begleitbehandlung sorgfältig prüfen können.
  • Verzichten Sie in den Tagen vor der Behandlung auf intensive Sonnenbäder und Solarium; frisch gebräunte, gereizte oder sonnenverbrannte Haut sollte vor der Basisbehandlung vollständig abklingen.
  • Pausieren Sie nach Absprache reizende Pflegeprodukte (z. B. Retinoide, Fruchtsäure- oder andere Peelings) im Behandlungsareal rechtzeitig vor dem Termin, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren.
  • Klären Sie die Einnahme blutverdünnender Medikamente nicht eigenmächtig, sondern stets in Rücksprache mit uns und Ihrem behandelnden Arzt – sie kann die Reaktion der Haut auf das Basisverfahren beeinflussen.
  • Bei bekannter Herpesneigung kann eine vorbeugende Medikation vor einer Gesichtsbehandlung sinnvoll sein; sprechen Sie uns aktiv darauf an.
  • Erscheinen Sie möglichst ungeschminkt im Behandlungsbereich oder rechnen Sie mit einer gründlichen Reinigung der Haut vor der Behandlung.

Nach der Behandlung

Nachsorge

Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:

  • Halten Sie die behandelte Haut in den ersten Tagen sauber und behandeln Sie sie schonend; verzichten Sie auf kräftiges Reiben, Peelings und reizende Kosmetika, bis die Haut sich beruhigt hat.
  • Verwenden Sie eine milde, beruhigende und feuchtigkeitsspendende Pflege gemäß unseren individuellen Empfehlungen und vermeiden Sie aggressive oder parfümierte Produkte.
  • Schützen Sie die Haut konsequent vor UV-Strahlung und verwenden Sie in den Tagen nach der Behandlung einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+); meiden Sie direkte, intensive Sonneneinstrahlung und Solarium.
  • Verzichten Sie für etwa 24 bis 48 Stunden auf intensiven Sport, Sauna, Dampfbad und sehr heiße Bäder, da Wärme und gesteigerte Durchblutung die Reizung verstärken können.
  • Kratzen oder lösen Sie etwaige kleine Krusten oder Schuppung nicht ab, sondern lassen Sie sie von selbst abheilen, um Narben- oder Pigmentstörungen vorzubeugen.
  • Verzichten Sie am Behandlungstag möglichst auf Alkohol, da dieser die Hautreizung und Schwellung begünstigen kann.
  • Melden Sie sich umgehend bei uns, wenn ungewöhnliche Beschwerden auftreten – insbesondere zunehmende Rötung mit Überwärmung, starke Schmerzen, Eiterbildung, ausgeprägte Schwellung oder Anzeichen einer allergischen Reaktion.
  • Nehmen Sie einen angebotenen Kontrolltermin wahr, damit wir den Heilungsverlauf der Basisbehandlung beurteilen und das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen können.

Aufklärung

Risiken & mögliche Nebenwirkungen

Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.

  • Rötung und vorübergehende Reizung

    Sehr häufig und in der Regel harmlos: Nach der Behandlung kann die Haut gerötet und gereizt erscheinen. Diese Reaktion stammt überwiegend von der Basisbehandlung (Microneedling oder Laser); das topische Auftragen der Exosomen kann ein vorübergehendes Spannungs- oder Wärmegefühl begleiten. Die Beschwerden klingen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ab.

  • Spannungsgefühl, Brennen oder Kribbeln

    Ein leichtes Brennen, Kribbeln oder Spannen unmittelbar nach der Anwendung ist möglich und in der Regel kurzlebig. Es entsteht meist im Zusammenspiel mit der vorausgegangenen Basisbehandlung und lässt sich häufig durch Kühlung und beruhigende Pflege lindern.

  • Unverträglichkeit oder allergische Reaktion

    Selten kann es zu einer Unverträglichkeit oder allergischen Reaktion auf Inhaltsstoffe des Präparats kommen, die sich etwa durch verstärkte Rötung, Juckreiz, Quaddeln oder Schwellung äußert. Bei entsprechenden Anzeichen sollten Sie sich bei uns melden; ausgeprägte allergische Reaktionen bedürfen einer raschen ärztlichen Versorgung.

  • Trockenheit, Schuppung und kleine Krusten

    Im Rahmen der Heilung nach der Basisbehandlung können trockene Stellen, leichte Schuppung oder kleine Krusten auftreten. Diese gehören zum normalen Regenerationsverlauf der Haut und sollten nicht abgekratzt werden, um die Heilung nicht zu stören.

  • Vorübergehende Pigmentveränderungen

    Besonders bei dunklerem oder zu Pigmentstörungen neigendem Hauttyp und bei unzureichendem Sonnenschutz können nach der Basisbehandlung vorübergehende Verdunkelungen (Hyperpigmentierungen) oder seltener Aufhellungen der Haut auftreten. Konsequenter UV-Schutz reduziert dieses Risiko.

  • Infektion im Rahmen der Basisbehandlung

    Da Microneedling und Laser die Hautbarriere kurzzeitig öffnen, besteht – wie bei jeder solchen Behandlung – trotz steriler Arbeitsweise ein geringes Infektionsrisiko, das sich durch zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung äußern kann. Solche Reaktionen sind selten, müssen aber ärztlich behandelt werden.

  • Reaktivierung von Lippenherpes

    Bei Behandlungen im Gesicht kann eine Basisbehandlung bei entsprechend veranlagten Personen einen Lippenherpes (Herpes simplex) reaktivieren. Bei bekannter Herpesneigung kann eine vorbeugende Medikation sinnvoll sein – bitte sprechen Sie uns vorab darauf an.

  • Ausbleibender oder nicht zufriedenstellender Zusatznutzen

    Da der eigenständige Nutzen der topischen Exosomen-Anwendung wissenschaftlich nicht gesichert ist, kann ein über das Basisverfahren hinausgehender Effekt ausbleiben oder hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir hier keine bestimmten Ergebnisse versprechen.

  • Unsicherheiten durch Produktheterogenität

    Weil sich kosmetische Exosomen-Präparate in Herkunft, Zusammensetzung und Standardisierung unterscheiden und kein einheitlicher Qualitätsstandard besteht, lassen sich Verträglichkeit und Effekt nicht pauschal vorhersagen. Wir wählen Präparate sorgfältig aus und informieren transparent über das jeweils verwendete Produkt.

  • Unbekannte Langzeitrisiken

    Zur langfristigen Sicherheit kosmetischer Exosomen-Präparate beim Menschen liegen bislang keine umfassenden Daten vor. Theoretisch nicht vollständig auszuschließende Langzeitrisiken sind derzeit wissenschaftlich nicht abschließend bewertbar. Diese Wissenslücke benennen wir offen und beziehen sie in die gemeinsame Entscheidung ein.

Kontraindikationen

Wann wir nicht behandeln

In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.

  • Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Begleitbehandlung.
  • Akute Infektionen, Entzündungen, offene Hautstellen oder ein aktiver Lippenherpes im Behandlungsareal; die Behandlung wird bis zum vollständigen Abklingen verschoben.
  • Bekannte Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Inhaltsstoffen des verwendeten Präparats.
  • Vorbehalte gegenüber der Herkunft des Präparats (z. B. zellkulturbasierte Gewinnung) – in diesem Fall klären wir vorab, ob eine geeignete Alternative besteht oder von der Anwendung abgesehen wird.
  • Bestehende Kontraindikationen gegen das vorgesehene Basisverfahren (z. B. gegen Microneedling oder Laser), da die Exosomen-Anwendung ohne Basisbehandlung nicht erfolgt.
  • Aktive Autoimmun- oder chronisch-entzündliche Hauterkrankungen im Behandlungsareal, die gegen eine reizende Basisbehandlung sprechen – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
  • Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden) im geplanten Behandlungsareal.
  • Akute, nicht abgeklungene Hautreizung, frische Bräunung oder Sonnenbrand im Behandlungsbereich.
  • Unrealistische Erwartungen oder ein Behandlungswunsch, für den aus ärztlicher Sicht keine sinnvolle Indikation besteht.

Optionen

Alternativen & ergänzende Behandlungen

Da Exosomen bei uns als Begleitbehandlung dienen, steht zunächst die Wahl des passenden Basisverfahrens im Vordergrund. Geht es um die Anregung der Hauterneuerung und eine Verbesserung von Struktur und feinen Linien, sind Microneedling und insbesondere das Radiofrequenz-Microneedling (z. B. INFINI™) etablierte Ansätze, deren Wirkung für sich genommen besser untersucht ist als der isolierte Zusatznutzen von Exosomen. Welches Verfahren für Ihr Hautbild geeignet ist, besprechen wir individuell.

Stehen Hautoberfläche, Pigment- oder Gefäßveränderungen, Narben oder eine ausgeprägtere Hauterneuerung im Mittelpunkt, können ablative oder andere Laserverfahren – etwa der CO₂-Laser oder der schonendere Erbium:YAG-Laser sowie auf die jeweilige Indikation abgestimmte Pigment- und Gefäßlaser – die geeignetere Wahl sein. Diese Verfahren adressieren teils andere Aspekte des Hautbildes und lassen sich, wo sinnvoll, mit einer regenerativ ausgerichteten Nachpflege kombinieren.

Als regenerativ ausgerichtete Alternative kommt – je nach Befund und nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung – auch eine Eigenblut-basierte Behandlung in Betracht, bei der körpereigene Bestandteile genutzt werden. Geht es eher um Volumen- und Konturthemen, sind Hyaluronsäure-Filler das passendere Verfahren. Welche Behandlung oder Kombination für Ihr Anliegen am besten geeignet ist – und ob eine Exosomen-Begleitbehandlung überhaupt sinnvoll erscheint –, besprechen wir ergebnisoffen und ohne Heilversprechen im persönlichen Beratungsgespräch.

FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Exosomen-Therapie“ besonders oft gestellt werden.

Nein. In unserer Praxis werden Exosomen ausschließlich topisch, also äußerlich auf die Haut aufgetragen – niemals injiziert oder in den Körper eingebracht. Hintergrund ist, dass exosomenhaltige Präparate in Deutschland und der EU derzeit nicht als Arzneimittel zugelassen sind. Wir setzen sie deshalb nur als unterstützende, kosmetische Begleitbehandlung ein, die im Anschluss an Verfahren wie Microneedling oder Laser auf die aufnahmefähige Haut aufgetragen wird.

Das reine Auftragen der Exosomen ist in der Regel schmerzfrei. Etwaige Beschwerden wie ein vorübergehendes Spannen, Brennen oder Kribbeln stammen meist von der vorausgegangenen Basisbehandlung – etwa dem Microneedling oder Laser –, nicht von den Exosomen selbst. Wie angenehm die Gesamtbehandlung empfunden wird, hängt daher vor allem vom gewählten Basisverfahren ab; dazu klären wir Sie im jeweiligen Zusammenhang gesondert auf.

Da Exosomen bei uns als Begleitbehandlung eingesetzt werden, richtet sich die Anzahl der Sitzungen in erster Linie nach dem Basisverfahren. Microneedling oder vergleichbare Verfahren werden häufig in einer Serie mehrerer Termine in individuellen Abständen durchgeführt; die Exosomen-Anwendung kann dabei jeweils ergänzend erfolgen. Einen verbindlichen, auf Ihr Hautbild abgestimmten Plan besprechen wir im persönlichen Beratungsgespräch – pauschale Vorgaben wären unseriös.

Eine seriöse, allgemeingültige Aussage zur Haltbarkeit ist bei dieser Begleitbehandlung nicht möglich. Ein sichtbares Hautergebnis entsteht in erster Linie durch das Basisverfahren (z. B. Microneedling oder Laser), dessen Effekt sich über Wochen entwickeln und individuell unterschiedlich lange anhalten kann. Die Exosomen sind als unterstützender Pflegebaustein gedacht und nicht als eigenständiger, langfristig wirkender Filler oder Volumengeber. Wir formulieren hier bewusst zurückhaltend, weil die Datenlage begrenzt ist.

Das topische Auftragen exosomenhaltiger Präparate gilt grundsätzlich als gut verträglich; möglich sind vor allem Rötung, Reizung, ein vorübergehendes Spannungsgefühl oder – selten – Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe. Die wesentlichen Risiken ergeben sich jedoch aus der jeweiligen Basisbehandlung (z. B. Rötung, Schwellung, kleine Krusten oder Infektionsrisiko nach Microneedling oder Laser). Über alle Risiken klären wir Sie vor der Behandlung ausführlich auf. Zu beachten ist außerdem, dass die langfristige Sicherheit von Exosomen-Präparaten beim Menschen wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt ist.

Exosomen-Präparate sind in Deutschland und der EU derzeit nicht als Arzneimittel zugelassen. Der regulatorische Status ist ein dynamisches, in Entwicklung befindliches Feld. Aus diesem Grund verwenden wir Exosomen ausschließlich topisch als kosmetische Begleitbehandlung und nicht als injizierbares oder systemisch wirkendes Heilmittel. Wir verzichten bewusst auf Heilversprechen und ordnen die Anwendung im Beratungsgespräch transparent ein. Über Herkunft und Status des konkret verwendeten Präparats informieren wir Sie individuell.

Je nach Produkt unterscheidet sich die Herkunft: Es gibt Präparate auf pflanzlicher Basis (etwa aus pflanzlichen Zellkulturen) und solche, die aus menschlichen oder tierischen Zellkulturen gewonnen werden. Wir legen Wert auf Transparenz und teilen Ihnen die Herkunft sowie die Zusammensetzung des bei Ihnen vorgesehenen Präparats offen mit, bevor Sie sich für die Begleitbehandlung entscheiden. Wenn Ihnen die Herkunft wichtig ist – etwa aus persönlichen oder weltanschaulichen Gründen –, sprechen Sie uns bitte aktiv darauf an.

Die Kosten richten sich nach dem gewählten Basisverfahren, der behandelten Fläche, dem verwendeten Präparat und dem individuellen Aufwand. Da unsere Preisliste nicht jede Begleitbehandlung abbildet, nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Die Abrechnung erfolgt als privatärztliche bzw. private Leistung; ärztliche Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Ästhetisch motivierte Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie eine transparente, auf Ihre Behandlung zugeschnittene Kosteneinschätzung.

Beratung, Aufklärung und die Durchführung der Basisbehandlung erfolgen ärztlich bzw. unter ärztlicher Verantwortung durch entsprechend qualifiziertes Fachpersonal unserer Praxis. Gerade weil das Feld der Exosomen regulatorisch und wissenschaftlich neu ist, legen wir Wert auf eine sorgfältige ärztliche Einordnung und eine ehrliche Aufklärung über Nutzen, Grenzen und den rechtlichen Rahmen, bevor eine Begleitbehandlung erfolgt.

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht; entscheidend sind der individuelle Hautbefund, das jeweilige Basisverfahren und realistische Erwartungen. In der Praxis betrifft die Behandlung überwiegend Erwachsene. Bei Minderjährigen führen wir ästhetisch motivierte Behandlungen grundsätzlich nicht durch. Junge Menschen beraten wir besonders zurückhaltend und sprechen offen an, wenn aus unserer Sicht keine Behandlungsindikation besteht.

Grundsätzlich ist die Begleitbehandlung ganzjährig möglich. Da die Haut nach dem Basisverfahren (Microneedling oder Laser) vorübergehend empfindlicher und anfälliger für Pigmentverschiebungen ist, ist konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) und das Meiden intensiver, direkter Sonneneinstrahlung sowie von Solarium in den Tagen nach der Behandlung besonders wichtig. Im Hochsommer planen wir den Zeitpunkt daher mit Ihnen individuell und mit Blick auf Ihren Alltag.

Verfahren wie Microneedling, Radiofrequenz-Microneedling oder bestimmte Laserbehandlungen machen die Hautbarriere kurzzeitig durchlässiger bzw. erzeugen feinste Mikrokanäle. In diesem Zeitfenster ist die Haut besonders aufnahmefähig, sodass topisch aufgetragene Wirkstoffe – einschließlich exosomenhaltiger Präparate – tendenziell besser aufgenommen werden können. Genau deshalb erfolgt die Exosomen-Anwendung unmittelbar im Anschluss an das Basisverfahren und ausschließlich äußerlich auf der Haut.

Quellen & Leitlinien

  • AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften (www.awmf.org).
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – Fachgesellschaft für Dermatologie mit Empfehlungen und Patienteninformationen.
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) – Informationen zum regulatorischen Status neuartiger Präparate und biologischer Produkte.
  • Allgemein anerkannte Übersichtsarbeiten und kontrollierte Studien zu extrazellulären Vesikeln und regenerativer Dermatologie, unter Beachtung der bislang begrenzten klinischen Evidenz am Menschen.

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.

Persönliche Beratung

Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch

In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.