Regenerative Medizin & Hautqualität
Radiofrequenz-Microneedling (INFINI™)
Hautstraffung und Narbenbehandlung mit dem INFINI™-System: Feine Mikronadeln geben Radiofrequenz-Energie gezielt in die Tiefe der Haut ab und regen die körpereigene Kollagenneubildung an – bei weitgehend geschonter Hautoberfläche.
Behandelbare Areale
- Aknenarben
- Wangen
- Poren
- Kinnlinie
- Hals
- Mundumgebung
Radiofrequenz-Microneedling (kurz: RF-Microneedling) verbindet zwei bewährte Prinzipien der ästhetischen Medizin in einem Verfahren: das Microneedling, bei dem feinste Nadeln kontrollierte Mikroverletzungen in der Haut setzen, und die Radiofrequenz-Therapie, bei der hochfrequenter Wechselstrom Wärme im Gewebe erzeugt. Beim INFINI™-System werden isolierte Mikronadeln in präzise einstellbarer Tiefe in die Haut eingebracht und geben ihre Energie ausschließlich an der Nadelspitze ab – also genau dort, wo sie wirken soll: in der Lederhaut (Dermis), der bindegewebigen Schicht, in der Kollagen und Elastin für Festigkeit und Spannkraft sorgen.
Durch die punktgenau eingebrachte Wärme entstehen in der Tiefe winzige, kontrollierte Koagulationszonen – Bereiche, in denen das Gewebe gezielt erwärmt wird und daraufhin ein natürlicher Reparatur- und Umbauprozess einsetzt. Die Haut bildet neues Kollagen, strafft sich allmählich und gewinnt an Struktur. Da die Hautoberfläche (Epidermis) dabei weitgehend geschont bleibt, ist die Ausfallzeit mit meist ein bis drei Tagen Rötung und Schwellung deutlich kürzer als bei vielen abtragenden Verfahren. Typische Anwendungsgebiete sind eingesunkene Aknenarben, nachlassende Hautspannung an Gesicht, Kinnlinie und Hals, vergrößerte Poren, feine Knitterfältchen und eine unregelmäßige Hauttextur.
Weil die Energie unter der Hautoberfläche freigesetzt wird und die oberste Hautschicht kaum thermisch belastet, kann RF-Microneedling – nach sorgfältiger ärztlicher Beurteilung – auch bei dunkleren Hauttypen in Betracht kommen, bei denen ablative Laserverfahren wegen des höheren Risikos für Pigmentverschiebungen zurückhaltender eingesetzt werden. Das Ergebnis entwickelt sich nicht über Nacht: Die Kollagenneubildung ist ein biologischer Prozess, der sich über Wochen bis Monate aufbaut. In der Regel planen wir ein bis drei Sitzungen im Abstand von etwa sechs Wochen – abgestimmt auf Ihren Befund und Ihre Ziele, die wir im persönlichen Beratungsgespräch gemeinsam festlegen.
Alle Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Behandlungsergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Wirkprinzip
Medizinischer Hintergrund & Wirkprinzip
Die Festigkeit und Elastizität unserer Haut beruhen wesentlich auf der Lederhaut (Dermis), einem bindegewebigen Geflecht aus Kollagen- und Elastinfasern. Mit zunehmendem Alter, durch UV-Strahlung und nach entzündlichen Prozessen wie einer Akne verändert sich dieses Gerüst: Die Kollagenproduktion nimmt ab, vorhandene Fasern werden umgebaut oder – wie bei eingesunkenen (atrophen) Aknenarben – durch minderwertiges, strähniges Narbengewebe ersetzt. Die Folgen sind nachlassende Spannkraft, feine Knitterfältchen, sichtbare Poren und unebene Narbenareale.
RF-Microneedling setzt genau an dieser Schicht an. Feinste Mikronadeln werden kontrolliert in die Haut eingebracht und geben dort Radiofrequenz-Energie ab – hochfrequenten Wechselstrom, der im Gewebe Reibungswärme erzeugt. Um jede Nadelspitze entsteht eine winzige, räumlich begrenzte Koagulationszone: ein Bereich, in dem Gewebeeiweiße durch die Hitze gezielt denaturiert werden. Der Körper reagiert darauf mit einer geordneten Wundheilungskaskade: Reparaturzellen wandern ein, Wachstumsfaktoren werden freigesetzt, und spezialisierte Bindegewebszellen (Fibroblasten) bilden über Wochen bis Monate neues Kollagen und Elastin. Dieses sogenannte Kollagen-Remodeling strafft das Gewebe allmählich und kann eingesunkene Narben von innen heraus anheben.
Die Besonderheit des INFINI™-Systems liegt in den isolierten Mikronadeln: Der Nadelschaft ist elektrisch isoliert, sodass die Energie ausschließlich an der nicht isolierten Nadelspitze austritt. Eindringtiefe (je nach Areal typischerweise zwischen unter einem und mehreren Millimetern) und Energieabgabe lassen sich präzise einstellen. Häufig wird in mehreren Durchgängen mit gestaffelten Tiefen gearbeitet, um die Lederhaut dreidimensional – in verschiedenen Ebenen – zu behandeln. Die Hautoberfläche wird dabei mechanisch nur punktuell perforiert und thermisch weitgehend geschont; das unterscheidet das Verfahren sowohl von ablativen Lasern, die die Oberfläche abtragen, als auch von rein oberflächlich applizierter Radiofrequenz, deren Energie erst durch die Oberhaut hindurch muss.
Aus dieser Architektur ergibt sich ein praktisch bedeutsamer Vorteil: Da die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) überwiegend in der untersten Schicht der Oberhaut sitzen und diese weitgehend umgangen wird, ist das Risiko für entzündungsbedingte Pigmentverschiebungen – insbesondere die postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH), eine vorübergehende Nachdunkelung behandelter Areale – in der Regel geringer als bei abtragenden Verfahren. RF-Microneedling kann daher nach sorgfältiger ärztlicher Beurteilung auch bei dunkleren Hauttypen in Betracht kommen, bei denen ablative Laser zurückhaltender eingesetzt werden. Ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen und ist Teil der individuellen Aufklärung und Therapieplanung.
Indikationen
Für wen geeignet
Ob eine Behandlung in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Beratungsgespräch. Typische Anliegen sind unter anderem:
- Aknenarben, insbesondere eingesunkene (atrophe) Narbenformen
- Nachlassende Hautspannung an Gesicht, Kinnlinie (Jawline) und Hals
- Vergrößerte, sichtbare Poren
- Feine Knitterfältchen, etwa an Wangen, um den Mund oder am Hals
- Unregelmäßige, grobe Hauttextur und müdes Hautbild
- Wunsch nach Hautstraffung ohne Operation und ohne abtragenden Laser
- Patientinnen und Patienten mit dunkleren Hauttypen, bei denen ablative Laser nur zurückhaltend eingesetzt werden – nach individueller ärztlicher Beurteilung
- Auch in Kombination mit anderen Verfahren als Teil eines abgestimmten Behandlungskonzepts
Studien- & Evidenzlage
RF-Microneedling ist international ein etabliertes Verfahren der ästhetischen Dermatologie. Kontrollierte Studien und Übersichtsarbeiten beschreiben bei sachgerechter Anwendung Verbesserungen von atrophen Aknenarben, Hauttextur, Porenbild und leichter bis mäßiger Hauterschlaffung; das Nebenwirkungsprofil wird überwiegend als günstig bewertet, mit meist milden und vorübergehenden Reaktionen. Auch der Einsatz bei dunkleren Hauttypen ist in der Fachliteratur beschrieben, mit vergleichsweise niedrigen Raten an Pigmentkomplikationen.
Zugleich hat die vorliegende Evidenz klare Grenzen: Die Studienlage ist heterogen – untersucht werden unterschiedliche Geräte, Nadelkonfigurationen, Energieeinstellungen und Behandlungsprotokolle, häufig an kleinen Patientengruppen und mit kurzen Nachbeobachtungszeiten. Die Bewertung ästhetischer Ergebnisse erfolgt zudem oft anhand subjektiver Skalen, was die Vergleichbarkeit einschränkt. Ergebnisse einzelner Studien lassen sich daher nicht uneingeschränkt auf jedes Gerät, jedes Protokoll und jede Person übertragen; belastbare Langzeitdaten über viele Jahre sind begrenzt.
Für die Vergleichsfrage – RF-Microneedling gegenüber klassischem Microneedling oder fraktionierten Lasern – deuten verfügbare Vergleichsstudien darauf hin, dass die Verfahren je nach Indikation ähnliche oder einander ergänzende Effekte erzielen können, mit Unterschieden bei Ausfallzeit und Pigmentrisiko. Eindeutige, für alle Befunde gültige Überlegenheitsaussagen lassen sich daraus nicht ableiten. Für die Praxis bedeutet das: Realistisch ist eine schrittweise, moderate Verbesserung über eine Behandlungsserie – kein garantiertes oder vollständiges Verschwinden von Narben oder Falten. Wir besprechen mit Ihnen offen, was bei Ihrem Befund erwartbar ist und wo die Grenzen des Verfahrens liegen.
Schritt für Schritt
Behandlungsablauf
So läuft die Behandlung bei uns in der Regel ab – von der ersten Beratung bis zur Nachsorge.
Beratung und Hautanalyse
Im persönlichen Gespräch beurteilen wir Ihren Hautbefund – etwa Narbenform und -tiefe, Hauterschlaffung und Hauttyp – und besprechen Ihre Erwartungen. Wir klären mögliche Kontraindikationen ab, erläutern realistisch erreichbare Ergebnisse, die voraussichtliche Anzahl der Sitzungen sowie Ablauf, Risiken und Kosten. Erst auf dieser Grundlage entscheiden wir gemeinsam, ob RF-Microneedling für Sie das geeignete Verfahren ist.
Vorbereitung und Betäubung
Am Behandlungstag wird die Haut gründlich gereinigt und desinfiziert. Anschließend tragen wir eine betäubende Creme auf, die etwa 30 bis 45 Minuten einwirkt. Sie macht die Behandlung in der Regel gut erträglich; ein Wärme- und Druckgefühl bleibt meist spürbar, wird von den meisten Patientinnen und Patienten aber als aushaltbar beschrieben.
RF-Microneedling mit dem INFINI™-System
Der Behandlungskopf mit den isolierten Mikronadeln wird Schritt für Schritt über die geplanten Areale geführt. Nadeltiefe und Energieabgabe stellen wir individuell ein – je nach Region, Hautdicke und Befund. Häufig behandeln wir in mehreren Durchgängen mit unterschiedlichen Eindringtiefen, um verschiedene Schichten der Lederhaut zu erreichen. Die reine Behandlungszeit beträgt je nach Areal meist etwa 20 bis 30 Minuten.
Beruhigende Nachbehandlung
Direkt im Anschluss kühlen wir die behandelte Haut und tragen eine beruhigende, wundfreundliche Pflege auf. Die Haut ist nun gerötet und kann sich anfühlen wie nach einem Sonnenbrand. Sie erhalten konkrete Verhaltenshinweise für die ersten Tage – insbesondere zu Hautpflege, Make-up und Sonnenschutz.
Nachsorge, Folgesitzungen und Kontrolle
Rötung und Schwellung klingen in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen ab; feine Mikrokrüstchen können sich einige Tage halten und lösen sich von selbst. Je nach Befund planen wir ein bis drei Sitzungen im Abstand von etwa sechs Wochen. Den Behandlungserfolg beurteilen wir gemeinsam in einem Kontrolltermin – sinnvollerweise erst einige Monate nach der letzten Sitzung, wenn der Kollagenaufbau weit fortgeschritten ist.
Transparenz
Preise
- Halbes Gesicht
- 400 €
- Ganzes Gesicht
- 750 €
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert gerne im Beratungsgespräch.
Komplette Preisliste ansehen →Gut vorbereitet
Vorbereitung auf die Behandlung
Mit einigen einfachen Maßnahmen vor dem Termin tragen Sie selbst zu einem möglichst guten und komplikationsarmen Ergebnis bei.
- Meiden Sie in den zwei Wochen vor der Behandlung intensive Sonnenbäder und Solarium und verwenden Sie konsequent Sonnenschutz – auf gebräunter Haut behandeln wir nicht.
- Pausieren Sie reizende Wirkstoffe wie Fruchtsäuren oder Vitamin-A-Säure-Präparate (Retinoide) nach Rücksprache einige Tage vor dem Termin, damit die Haut nicht vorgereizt ist.
- Informieren Sie uns über Ihre Krankengeschichte, Implantate (insbesondere Herzschrittmacher oder Metall im Behandlungsareal), Medikamente, Allergien und eine etwaige Neigung zu Lippenherpes – bei Herpesneigung kann eine vorbeugende Medikation sinnvoll sein.
- Blutverdünnende Medikamente bitte nicht eigenmächtig absetzen, sondern deren Einnahme vorab mit uns besprechen.
- Erscheinen Sie möglichst ungeschminkt; die Haut wird vor der Behandlung gründlich gereinigt und desinfiziert.
- Planen Sie vor wichtigen Anlässen einen zeitlichen Puffer von etwa einer Woche ein, da Rötung, Schwellung und Mikrokrüstchen einige Tage sichtbar sein können.
Nach der Behandlung
Nachsorge
Die richtige Pflege nach der Behandlung unterstützt die Heilung und das Ergebnis. Sie erhalten von uns individuelle Empfehlungen – in der Regel gilt:
- Kühlen Sie die behandelte Haut in den ersten Stunden vorsichtig (kein Eis direkt auf die Haut), um Rötung und Schwellung zu lindern.
- Verzichten Sie in den ersten 24 bis 48 Stunden auf Make-up und berühren Sie die Haut möglichst wenig, solange die Mikrokanäle noch offen sind.
- Lösen oder kratzen Sie die feinen Mikrokrüstchen nicht ab – sie fallen von selbst ab; vorzeitiges Entfernen erhöht das Risiko für Pigmentverschiebungen und Närbchen.
- Pflegen Sie die Haut in der ersten Woche mild und feuchtigkeitsspendend; verzichten Sie auf Peelings, Fruchtsäuren, Retinoide und alkoholhaltige Produkte, bis die Haut vollständig abgeheilt ist.
- Meiden Sie für etwa zwei bis drei Tage intensiven Sport, Sauna, Dampfbad und Schwimmbad – Schwitzen und Keimbelastung können die Abheilung stören.
- Schützen Sie die behandelten Areale für mehrere Wochen konsequent vor UV-Strahlung (LSF 50+, direkte Sonne und Solarium meiden), um Pigmentverschiebungen vorzubeugen.
- Melden Sie sich umgehend bei uns, wenn zunehmende Schmerzen, ausgeprägte Rötung mit Überwärmung, Pusteln oder andere ungewöhnliche Beschwerden auftreten.
- Nehmen Sie die vereinbarten Folge- und Kontrolltermine wahr – den Behandlungserfolg beurteilen wir am besten einige Monate nach der letzten Sitzung, wenn der Kollagenaufbau weit fortgeschritten ist.
Aufklärung
Risiken & mögliche Nebenwirkungen
Zu einer seriösen Behandlung gehört eine offene Aufklärung über mögliche Risiken und Nebenwirkungen – auch wenn sie selten auftreten.
Rötung, Schwellung und Wärmegefühl
Sehr häufig und erwartbar: Unmittelbar nach der Behandlung ist die Haut gerötet, leicht geschwollen und fühlt sich an wie nach einem Sonnenbrand. Diese Reaktionen sind Ausdruck des gewollten Behandlungsreizes und klingen in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen ab; Kühlung lindert die Beschwerden.
Mikrokrüstchen und Hauttrockenheit
An den Einstichpunkten können sich feine, punktförmige Krüstchen bilden, die sich innerhalb weniger Tage von selbst lösen. Die Haut kann sich vorübergehend trocken und rau anfühlen und leicht schuppen. Bitte nicht kratzen oder die Krüstchen ablösen – das erhöht das Risiko für Pigmentverschiebungen und Närbchen.
Punktförmige Einblutungen und kleine Hämatome
Durch die Nadelstiche können kleinste Blutgefäße verletzt werden, was zu punktförmigen Einblutungen oder vereinzelten blauen Flecken führt. Diese sind harmlos und verschwinden meist innerhalb weniger Tage; blutverdünnende Medikamente können die Neigung verstärken.
Berührungsempfindlichkeit und vorübergehende Missempfindungen
In den ersten Tagen kann die behandelte Haut berührungsempfindlich sein; gelegentlich werden vorübergehendes Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Juckreiz beschrieben. Diese Empfindungen klingen üblicherweise von selbst ab.
Vorübergehende Hyperpigmentierung
Als Reaktion auf den Behandlungsreiz kann die Haut in den behandelten Arealen vorübergehend nachdunkeln (postinflammatorische Hyperpigmentierung). Das Risiko ist beim RF-Microneedling geringer als bei ablativen Verfahren, aber nicht ausgeschlossen – insbesondere bei dunkleren Hauttypen, frischer Bräune oder fehlendem Sonnenschutz. Meist bildet sich die Verfärbung über Wochen bis Monate zurück; konsequenter UV-Schutz ist die wichtigste Vorbeugung.
Hypopigmentierung (Aufhellung)
Selten kann es in behandelten Arealen zu einer Aufhellung der Haut kommen, die länger anhalten kann. Eine zurückhaltende Wahl der Energieeinstellungen, angepasst an Hauttyp und Areal, dient der Vorbeugung.
Infektion und Herpes-Reaktivierung
Trotz steriler Arbeitsweise können über die Mikrokanäle Keime eindringen und eine örtliche Infektion auslösen – erkennbar an zunehmender Rötung, Überwärmung, Schmerzen oder Pusteln. Bei Neigung zu Lippenherpes kann die Behandlung einen Ausbruch begünstigen; eine vorbeugende Medikation kann sinnvoll sein. Bei Anzeichen einer Infektion melden Sie sich bitte umgehend bei uns.
Narbenbildung und Grid-Marks
Sehr selten kann es – etwa durch zu hohe Energie, ungünstige Wundheilung oder Manipulation der Krusten – zu Narbenbildung oder zu sichtbaren, rasterförmigen Abdruckmustern der Nadelmatrix (sogenannten Grid-Marks) kommen. Eine sorgfältige, an Hauttyp und Areal angepasste Einstellung von Nadeltiefe und Energie sowie eine konsequente Nachsorge minimieren dieses Risiko.
Ausbleibender oder geringerer Effekt als erhofft
Das Ansprechen auf die Behandlung ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von Narbentyp, Hautbeschaffenheit, Alter und Regenerationsfähigkeit ab. Trotz korrekter Durchführung kann das Ergebnis hinter den Erwartungen zurückbleiben oder weitere Sitzungen erfordern. Ein bestimmtes Resultat kann – wie bei jedem medizinischen Verfahren – nicht garantiert werden.
Kontraindikationen
Wann wir nicht behandeln
In bestimmten Situationen führen wir eine Behandlung nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durch – zu Ihrer Sicherheit.
- Schwangerschaft und Stillzeit – mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf die Behandlung.
- Herzschrittmacher, implantierter Defibrillator oder andere aktive elektronische Implantate – Radiofrequenzströme können deren Funktion stören.
- Metallhaltige Implantate im Behandlungsareal – hier ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich.
- Akute Hautinfektionen, Entzündungen, offene Wunden oder ein aktiver Herpes im Behandlungsareal; auch eine floride, stark entzündliche Akne sollte zunächst kontrolliert werden.
- Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden oder hypertrophen Narben).
- Eine Therapie mit Isotretinoin (Wirkstoff gegen schwere Akne) in den zurückliegenden Monaten – der geeignete Zeitabstand wird individuell ärztlich festgelegt.
- Relevante Gerinnungsstörungen oder eine blutverdünnende Therapie – eine Behandlung erfolgt nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung.
- Ausgeprägte Wundheilungsstörungen, schwer eingestellter Diabetes oder eine deutliche Immunschwäche bzw. immunsupprimierende Therapie.
- Frisch gebräunte oder sonnenverbrannte Haut im Behandlungsareal – die Behandlung wird verschoben, bis sich die Haut beruhigt hat.
- Unrealistische Erwartungen oder ein Befund, für den aus ärztlicher Sicht ein anderes Verfahren besser geeignet ist.
Optionen
Alternativen & ergänzende Behandlungen
Bei Aknenarben, ausgeprägten Fältchen und deutlichen Texturproblemen kann der fraktionierte CO₂-Laser eine wirksame Alternative oder Ergänzung sein: Er trägt die Hautoberfläche mikroskopisch fein ab und erzielt dadurch oft einen kräftigeren Oberflächeneffekt – allerdings mit längerer Abheilzeit und erhöhter Vorsicht bei dunkleren Hauttypen. Für oberflächlichere Anliegen steht mit dem Erbium:YAG-Laser ein schonenderes abtragendes Verfahren zur Verfügung. RF-Microneedling und Laserverfahren schließen sich nicht aus; je nach Befund kann auch eine zeitlich gestaffelte Kombination sinnvoll sein.
Steht weniger die Hautqualität als ein Volumen- oder Konturverlust im Vordergrund – etwa eingefallene Wangen oder eine wenig definierte Kinnlinie –, sind Hyaluronsäure-Filler häufig das passendere Verfahren; bei mimisch bedingten Falten wie Zornes- oder Stirnfalten ist Botulinumtoxin oft die bessere Wahl. Nicht selten ergänzen sich die Ansätze: Das RF-Microneedling verbessert Hautstruktur und Spannkraft, während Injektabilia gezielt Volumen und Mimik adressieren.
Welche Behandlung – oder welche Kombination – für Ihr Anliegen am besten geeignet ist, hängt von Befund, Hauttyp, gewünschter Ausfallzeit und Ihren Zielen ab. Im persönlichen Beratungsgespräch vergleichen wir die infrage kommenden Verfahren ergebnisoffen und entwickeln ein Konzept, das zu Ihnen passt.
FAQ
Häufige Fragen
Antworten auf Fragen, die uns zur Behandlung „Radiofrequenz-Microneedling (INFINI™)“ besonders oft gestellt werden.
Quellen & Leitlinien
- AWMF-Leitlinienregister – Register der wissenschaftlich begründeten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften, u. a. zur Behandlung von Aknenarben (www.awmf.org).
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) – Fachgesellschaft für Dermatologie mit Empfehlungen und Patienteninformationen.
- Kontrollierte Studien und Übersichtsarbeiten in dermatologischen Fachzeitschriften zu Radiofrequenz-Microneedling bei Aknenarben, Hauttextur und Hautlaxität.
- Herstellerinformationen und technische Dokumentation des INFINI™-Systems sowie regulatorische Bewertungen des Medizinprodukts.
Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Vor jeder Behandlung klären wir Sie individuell über Ablauf, Risiken und Alternativen auf.
Persönliche Beratung
Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch
In einem vertraulichen Gespräch in unserer Praxisetage im Albertus Zentrum Mönchengladbach nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und prüfen, ob die Behandlung für Sie geeignet sein kann.
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