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Dr. Nüchel
Kasse und privatDurchführung: Ärztin/ArztDermatologie

Akne

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel. Wir ordnen Form und Schweregrad ein und behandeln äußerlich, innerlich und bei Bedarf mit der Aknetoilette.

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Areale

Was ist das?

Akne gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. Sie beginnt im Talgdrüsenfollikel, also dort, wo ein feines Haar und eine Talgdrüse in die Haut münden. Eine Verhornungsstörung verstopft den Ausführungsgang, der Talg staut sich, und es entstehen Mitesser (Komedonen). Kommen eine vermehrte, meist hormonell angestoßene Talgproduktion und Bakterien der normalen Hautflora hinzu, entzündet sich der Follikel. Daraus werden Knötchen (Papeln), Eiterbläschen (Pusteln) oder tief liegende Knoten.

Akne ist keine Folge mangelnder Hygiene. Häufiges oder kräftiges Waschen bessert das Hautbild nicht und reizt die Haut zusätzlich. Die Erkrankung tritt meist in der Pubertät auf, kann aber bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben oder erst dann beginnen. Sie belastet viele Betroffene im Alltag und kann Narben hinterlassen, die bleiben.

Form und Schweregrad bestimmen die Behandlung: ob eine äußerliche Therapie ausreicht, ob zusätzlich eine innerliche Behandlung sinnvoll ist und ob eine Aknetoilette die Therapie ergänzt. Diese Seite beschreibt das Krankheitsbild und die üblichen Behandlungsstufen. Wie der Termin in unserer Praxis abläuft, steht auf der Seite Aknesprechstunde.

Für wen?

  • Mitesser (Komedonen) an Gesicht, Brust oder Rücken
  • Entzündliche Akne mit Papeln, Pusteln oder tiefen Knoten
  • Akne, die trotz frei verkäuflicher Produkte bestehen bleibt oder wiederkehrt
  • Akne im Erwachsenenalter, auch wenn sie erstmals auftritt
  • Verdacht auf eine Akne, die Medikamente, Kosmetika oder beruflicher Kontakt mit Ölen und Fetten unterhalten
  • Deutliche seelische Belastung durch das Hautbild
  • Narben nach Akne, sobald die aktive Entzündung ausreichend kontrolliert ist

Ablauf

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    Untersuchung und Einordnung

    Wir sehen uns die Haut an und fragen nach dem Verlauf: seit wann die Akne besteht, was Sie bereits angewendet haben, welche Medikamente Sie einnehmen und ob Kosmetika oder Ihr Beruf eine Rolle spielen. Daraus ergibt sich, ob überwiegend Mitesser, entzündliche Papeln und Pusteln oder tiefe Knoten vorliegen. TODO: Welche weiterführenden Untersuchungen bietet die Praxis bei Akne an, etwa eine hormonelle Abklärung bei Frauen oder einen mikrobiologischen Abstrich?

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    Äußerliche Behandlung

    Die äußerliche (topische) Therapie ist die Grundlage fast jeder Aknebehandlung. Zum Einsatz kommen Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge (Retinoide) gegen die Verhornungsstörung, Benzoylperoxid gegen Bakterien und Mitesser, Azelainsäure sowie äußerlich anzuwendende Antibiotika, oft zwei Wirkstoffe in Kombination. Antibiotika setzen wir nicht allein und nicht dauerhaft ein, damit keine unempfindlichen Bakterien entstehen. Meist beginnen wir mit niedriger Konzentration und steigern die Anwendung langsam.

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    Innerliche Behandlung

    Reicht die äußerliche Therapie nicht aus, kommt bei ausgeprägten entzündlichen oder knotigen Formen eine innerliche (systemische) Behandlung in Betracht: Antibiotika aus der Gruppe der Tetrazykline, zeitlich begrenzt und immer zusammen mit einer äußerlichen Therapie; bei Frauen eine hormonelle Therapie, sofern Vorerkrankungen und das Thromboserisiko nicht dagegen sprechen; bei schweren Formen Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge zum Einnehmen. Die innerlichen Retinoide erfordern regelmäßige Kontrollen einschließlich Laboruntersuchungen. TODO: Führt die Praxis systemische Aknetherapien einschließlich der Laborkontrollen selbst durch, und erfolgen die Laborkontrollen im Haus oder über ein externes Labor?

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    Aknetoilette (Decystage) und Glykolsäure

    Die Aknetoilette ergänzt die medikamentöse Therapie. Dermatologisch geschulte Kosmetikerinnen eröffnen Mitesser und Pusteln mechanisch und versorgen die Haut anschließend medizinisch-kosmetisch. Ein Peeling mit Glykolsäure kann die Behandlung ergänzen: Es löst die oberen Hautschichten und unterstützt das Abheilen der entzündlichen Areale. Glykolsäure erhöht die Sonnenempfindlichkeit nicht; frisch geschälte Haut sollten Sie trotzdem vor intensiver Sonne schützen. TODO: Bestätigen, ob die Aknetoilette weiterhin angeboten wird und durch wen (Kosmetikerinnen der Praxis oder SKINSTYLE). TODO: Bietet die Praxis bei entzündlicher Akne lichtbasierte Verfahren an (IPL, Excimer-Laser)? Falls ja, Verfahren bestätigen.

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    Verlaufskontrolle und Erhaltung

    Nach einigen Wochen beurteilen wir, wie die Haut anspricht, und passen die Behandlung an. Ist die Akne abgeklungen, führen wir die Therapie meist in geringerer Intensität als Erhaltungstherapie fort, statt sie abrupt zu beenden. TODO: Abstand der Verlaufskontrollen angeben. TODO: Gibt es für die Aknesprechstunde eine eigene Sprechzeit, oder erfolgt die Behandlung im regulären Sprechstundenbetrieb?

Was Sie realistisch erwarten können

  • Eine Aknetherapie braucht Zeit. Bis sich das Hautbild deutlich ändert, vergehen in der Regel mehrere Wochen bis Monate. Ein zu früher Wechsel des Präparats verschenkt Wirkung; sprechen Sie uns an, bevor Sie eine Behandlung absetzen.
  • Zu Beginn kann sich die Haut vorübergehend verschlechtern. Die Verträglichkeit der äußerlichen Wirkstoffe bessert sich meist im Lauf der ersten Wochen, wenn Sie die Anwendung langsam steigern und die Haut rückfettend pflegen.
  • Nach dem Abklingen ist eine Erhaltungstherapie über längere Zeit üblich, weil die Veranlagung zur Akne bestehen bleibt.
  • Narben, anhaltende Rötungen und dunkle Flecken behandeln wir erst, wenn die aktive Akne ausreichend kontrolliert ist.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Hautreizung durch äußerliche WirkstoffeVor allem in den ersten Wochen sind Trockenheit, Schuppung, Rötung und Brennen möglich. Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge erhöhen die Lichtempfindlichkeit; Sonnenschutz gehört deshalb zur Behandlung. Benzoylperoxid kann Textilien und Haare bleichen.
  • Schwangerschaft und StillzeitVitamin-A-Säure-Abkömmlinge kommen auch äußerlich nicht in Betracht. Sagen Sie uns vor Beginn einer Aknetherapie, wenn Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen; dann stehen andere Wirkstoffe zur Verfügung, etwa Azelainsäure.
  • AntibiotikaInnerlich angewendete Tetrazykline können die Lichtempfindlichkeit deutlich erhöhen und Magen-Darm-Beschwerden verursachen. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei jüngeren Kindern kommen sie nicht in Betracht. Wir setzen Antibiotika nur zeitlich begrenzt und nie als alleinige Behandlung ein.
  • Hormonelle TherapieSie ist nicht für jede Frau geeignet. Vorerkrankungen, Rauchen und das Thromboserisiko wägen wir vorher ab; die Abstimmung mit der frauenärztlichen Behandlung ist sinnvoll.
  • Innerliche RetinoideVitamin-A-Säure-Abkömmlinge zum Einnehmen schädigen das ungeborene Kind schwer. Eine zuverlässige Verhütung vor, während und für einen festgelegten Zeitraum nach der Behandlung ist zwingend, ebenso regelmäßige Schwangerschaftstests und Laborkontrollen. Häufig sind ausgeprägte Trockenheit von Haut, Lippen und Augen sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Beschrieben sind außerdem Veränderungen von Stimmung und Verhalten: depressive Verstimmung, Angst, Aggressivität und Suizidgedanken. Bemerken Sie oder Ihre Angehörigen solche Veränderungen, besprechen Sie das bitte umgehend mit uns. Tetrazykline und innerliche Retinoide erhöhen beide den Druck im Schädelinneren; wir geben sie deshalb nicht gleichzeitig.
  • WarnzeichenStellen Sie sich bitte umgehend ärztlich vor, wenn während einer innerlichen Aknetherapie starke Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen auftreten.
  • Aknetoilette und PeelingNach der mechanischen Eröffnung sind Rötung und kleine Krusten möglich. Nach einem Glykolsäure-Peeling schuppt die Haut; frisch geschälte Haut braucht Schutz vor intensiver Sonne.
  • NarbenAuch bei konsequenter Behandlung können ausgeprägte Verläufe Narben, anhaltende Rötungen oder dunkle Flecken hinterlassen. Je früher die Behandlung beginnt, desto eher lässt sich das begrenzen.

Wann wir nicht behandeln

  • Schwangerschaft und Stillzeit für Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge und Tetrazykline
  • Erhöhtes Thromboserisiko oder Rauchen bei einer hormonellen Therapie (Einzelfallprüfung)

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Bringen Sie eine Liste der Produkte und Medikamente mit, die Sie anwenden; manche Kosmetika und einige Arzneimittel können eine Akne unterhalten oder auslösen.
  • Kommen Sie möglichst ungeschminkt, damit wir die Haut beurteilen können.

Nachsorge

  • Reinigen Sie die betroffenen Stellen zweimal täglich mit einem milden Produkt und verwenden Sie Pflege-, Make-up- und Sonnenschutzprodukte, die als nicht komedogen ausgewiesen sind.
  • Lassen Sie entzündete Stellen in Ruhe; Ausdrücken begünstigt Narben.
  • Bleiben Sie bei der verabredeten Anwendung, auch wenn sich in den ersten Wochen wenig zeigt.
  • Schützen Sie die Haut vor der Sonne, vor allem unter Retinoiden, Tetrazyklinen und nach einem Peeling.
  • Sprechen Sie es an, wenn das Hautbild Sie belastet. Das gehört ins Gespräch.

Kosten und Erstattung

Die Behandlung der Akne ist die Behandlung einer Erkrankung. Untersuchung, Beratung und die ärztlich verordnete äußerliche oder innerliche Therapie rechnen wir über die gesetzliche oder private Krankenkasse ab.

TODO: Kostenstatus der Aknetoilette und des Glykolsäure-Peelings angeben (Kassenleistung, IGeL oder Selbstzahler) und ob dafür ein eigener Termin nötig ist.

Die Behandlung von Aknenarben mit Laser oder Radiofrequenz ist eine Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); Näheres steht auf der Seite Aknenarben.

Formen der Akne

Die Einordnung der Form hilft bei der Wahl der Behandlung:

  • Komedonen-Akne: überwiegend Mitesser, offen (schwarz) oder geschlossen (weiß)
  • Papulopustulöse Akne: entzündete Knötchen und Eiterbläschen
  • Knotige Akne (Acne conglobata): tiefe, schmerzhafte Knoten, die zu Narben neigen
  • Akne im Erwachsenenalter (Acne tarda): häufig bei Frauen, oft an Kinn und Unterkiefer, teils hormonell mitbedingt
  • Akneformen, die Medikamente, Kosmetika oder beruflicher Kontakt mit Ölen und Fetten auslösen

Häufige Fragen

Besser nicht. Beim Ausdrücken gelangt ein Teil des Inhalts in die Tiefe, die Entzündung nimmt zu, und das Risiko für dunkle Flecken und Narben steigt. Die mechanische Eröffnung gehört in geschulte Hände, etwa bei der Aknetoilette.

In der Fachliteratur stehen Milchprodukte und stark zuckerhaltige Kost in der Diskussion. Die Datenlage ist nicht eindeutig, und eine allgemeine Diät gegen Akne gibt es nicht. Wenn Sie bei sich einen Zusammenhang bemerken, sprechen wir darüber.

Diese Seite erklärt das Krankheitsbild und die Behandlungsstufen. Die Seite Aknesprechstunde beschreibt, wie der Termin in unserer Praxis abläuft und wann Sie dafür kommen können.

Sobald die aktive Akne ausreichend kontrolliert ist. Die Möglichkeiten besprechen wir dann. Nach einer innerlichen Behandlung mit Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen ist vor einer Laserbehandlung zusätzlich ein zeitlicher Abstand einzuhalten.

In der Fachliteratur gelten lichtbasierte Verfahren als Ergänzung bei entzündlicher Akne; ihre Wirkung ist schwächer belegt als die der äußerlichen und der innerlichen Therapie. Ob ein solches Verfahren für Sie infrage kommt, besprechen wir in der Untersuchung.

Die ärztliche Behandlung der Akne ist eine Kassenleistung. Ob die Aknetoilette und das Glykolsäure-Peeling dazugehören, steht im Abschnitt Kosten und Erstattung.

Dermatologie

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