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Dr. Nüchel
SelbstzahlerDurchführung: KosmetikerinKosmetik

Chemische Peelings

Eine Säure löst Verhornungen und regt die Zellerneuerung an: für ein glatteres, klareres und gleichmäßigeres Hautbild.

  • Ausfallzeitje nach Peeling keine bis wenige Tage Rötung und Schuppung
  • Betäubungkeine
  • Sitzungeneinzeln oder als Serie, nach Hautbild
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Areale
Eingesetzte Technik

Was ist das?

Beim chemischen Peeling trägt die Kosmetikerin eine Wirkstofflösung auf die Haut auf. Die Säure löst den Zusammenhalt abgestorbener Hornzellen, sodass sich die oberste Schicht ablöst, und regt darunter die Zellerneuerung an. Je nach Wirkstoff und Eindringtiefe erneuern sich unterschiedliche Hautschichten; die Hautoberfläche wirkt danach glatter und ebenmäßiger, der Feuchtigkeitsgehalt steigt.

Bei SKINSTYLE stehen Oberflächenpeelings mit Fruchtsäure, Salizylsäure, Retinol und Jessner-Lösung zur Wahl, dazu ein Gel für die Augenpartie. Sie kommen bei Unreinheiten, Pigmentflecken, feinen Linien und müder Haut infrage und lassen sich an allen Körperarealen anwenden. Welches Peeling zu Ihrer Haut passt, entscheidet die Beratung; ohne sie findet keine Behandlung statt.

Tiefer reichende Peelings, etwa mit Trichloressigsäure, sind ärztliche Verfahren. Sie gehören in die Hand der Ärztinnen und Ärzte der Praxis und sind auf dieser Seite nur als Hinweis genannt. TODO: bestätigen, ob die Praxis mitteltiefe Peelings (TCA 20 % und 35 %, Blue-Peel laut alter Praxisseite) weiterhin anbietet und wo sie auf der Website stehen sollen.

Für wen?

  • Unreine Haut mit Mitessern und verstopften Poren
  • Oberflächliche Pigmentflecken, Altersflecken und ungleichmäßiger Teint
  • Feine Linien und erste Zeichen vorzeitiger Hautalterung
  • Reife, müde wirkende Haut
  • Grobe Poren und feine Narben
  • Verhornte, raue Hautschichten
  • Trockene Haut, der Feuchtigkeit fehlt
  • Empfindliche Augenpartie mit feinen Linien oder Milien (Grießkörnern)

Ablauf

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    Beratung und Auswahl

    Die Kosmetikerin beurteilt Hauttyp, Pigmentstatus und Anliegen und wählt Wirkstoff und Konzentration. Sie fragt nach Pflege, Medikamenten, Sonnengewohnheiten und Unverträglichkeiten. Unklare Hautveränderungen im Areal gehören vorher in die Hautarztpraxis.

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    Vorbereitung der Haut

    Je nach Peeling bereitet eine abgestimmte Pflege die Haut über einige Tage vor, damit die Lösung gleichmäßig einwirkt. Was Sie pausieren und was Sie anwenden, bekommen Sie mit.

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    Reinigung und Auftragen

    Am Behandlungstag reinigt und entfettet die Kosmetikerin die Haut und trägt die Lösung gleichmäßig auf. Ein Wärme- oder Kribbelgefühl und eine Rötung sind dabei üblich. Die Einwirkzeit richtet sich nach dem Peeling und nach der Reaktion Ihrer Haut, die sie dabei beobachtet.

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    Neutralisieren und Pflege

    Je nach Wirkstoff neutralisiert oder entfernt sie das Peeling, beruhigt die Haut und trägt Lichtschutz auf. Die Nachsorge bekommen Sie erklärt.

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    Weiteres Vorgehen

    Nach der Abheilung zeigt sich, wie Ihre Haut reagiert hat. Ob eine weitere Anwendung sinnvoll ist und in welchem Abstand, besprechen Sie dann; eine feste Zahl an Sitzungen gibt es nicht.

Technologie oder Wirkstoff

Fruchtsäuren (Alpha-Hydroxysäuren, AHA) wirken vor allem in der Hornschicht und bleiben oberflächlich. Salizylsäure (eine Beta-Hydroxysäure) ist fettlöslich und dringt in die Poren ein, deshalb passt sie zu unreiner, öliger Haut. Retinol greift nicht als Säure an, sondern als Abkömmling von Vitamin A, der die Zellerneuerung anstößt; die Schuppung setzt hier verzögert ein.

Die Jessner-Lösung ist eine Kombination mehrerer Säuren für ein Auffrischungspeeling; sie verfeinert und glättet die Oberfläche und kommt bei Farbunterschieden, Pigmentflecken, Melasma und Unreinheiten zum Einsatz. Die Variante mit Trichloressigsäure (TCA-Jessner) zielt auf Altersflecken, Sonnenschäden, oberflächliche Falten, kleine Aknenarben und grobe Poren. TODO: bestätigen, ob die Kosmetik das TCA-Jessner-Peeling selbst durchführt oder ob es als ärztliches Peeling gilt.

Für die Augenpartie gibt es ein spezielles Gel (Glyco-Eye), das die empfindliche Haut straffer und frischer wirken lassen und feine Linien und Milien mildern soll.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Nach einem Oberflächenpeeling wirkt die Haut glatter, klarer und frischer. Verhornungen lösen sich, Pigmentflecken können blasser werden, und die Haut nimmt Pflege besser auf.
  • Die Veränderung baut sich über Tage bis Wochen auf, wenn sich die Haut erneuert hat. Bei Pigmentflecken und feinen Linien braucht es meist mehrere Anwendungen.
  • Tiefe Falten, ausgeprägte Narben oder erschlaffte Haut erreichen Oberflächenpeelings nicht. Der Effekt hält nicht dauerhaft, weil Hautalterung und Sonne weiterwirken.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Rötung, Brennen und SpannungsgefühlWährend und nach der Einwirkzeit sind eine Rötung sowie ein Brenn- oder Spannungsgefühl üblich und Teil der erwünschten Reaktion. Sie klingen ab, sobald sich die Haut beruhigt; Kühlung und die empfohlene Pflege lindern sie.
  • Schuppung und KrustenbildungDass sich die Haut schuppt, gehört zum Verfahren. Bei stärkeren Peelings können sich zusätzlich Krusten bilden. Sie dürfen nicht abgezogen oder abgerubbelt werden, weil sonst Narben und Pigmentstörungen entstehen können.
  • PigmentverschiebungenDie behandelte Haut kann vorübergehend dunkler (Hyperpigmentierung) oder heller (Hypopigmentierung) erscheinen, selten auch länger anhaltend. Frische Bräune, dunklere Hauttypen und fehlender UV-Schutz erhöhen dieses Risiko.
  • Erhöhte LichtempfindlichkeitDie frisch behandelte Haut reagiert über Wochen empfindlicher auf Sonne. Ohne konsequenten Lichtschutz sind Reizungen und Pigmentflecken wahrscheinlicher, und das erreichte Ergebnis hält schlechter.
  • Infektion und Aufflammen von HerpesIst die Hautbarriere kurzzeitig gestört, besteht ein geringes Infektionsrisiko. Bei bekanntem Lippenherpes kann eine Behandlung im Gesicht einen Schub auslösen; sagen Sie deshalb vorher Bescheid.
  • Ungleichmäßiges ErgebnisDie Haut nimmt die Lösung nicht überall gleich auf. Übergänge zu unbehandelten Arealen oder unterschiedlich starke Abtragung können zu einem fleckigen Zwischenstadium führen, das sich meist im Verlauf ausgleicht.
  • NarbenbildungSelten, vor allem nach vorzeitigem Ablösen von Krusten, bei Infektionen, bei stärkerer Abtragung oder bei Veranlagung zu überschießender Narbenbildung.
  • Reizung und allergische ReaktionAuf einzelne Bestandteile der Peeling- oder Pflegeprodukte kann die Haut irritativ oder allergisch reagieren. Melden Sie sich, wenn Rötung, Schwellung oder Juckreiz zunehmen statt abzuklingen.

Wann wir nicht behandeln

  • Frische Bräune, Sonnenbrand oder Solarium im Behandlungsareal
  • Akute Infektionen, ein aktiver Herpes, entzündliche oder offene Hautveränderungen im Areal
  • Unklare oder auffällige Pigmentmale und Hautveränderungen: vorher in die Hautarztpraxis
  • Schwangerschaft und Stillzeit: kein Retinolpeeling; die übrigen nur nach Rücksprache
  • Laufende oder kurz zurückliegende Aknetherapie mit Retinoid-Tabletten; Rücksprache mit der Hautarztpraxis
  • Bekannte Unverträglichkeit gegen einen der Wirkstoffe, etwa Salizylsäure
  • Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide)
  • Eingeschränkte Wundheilung, etwa bei schlecht eingestelltem Diabetes oder unter immunschwächender Therapie
  • Kurz zurückliegende andere Behandlungen im selben Areal, etwa Laser, Microneedling, Wachsen oder ein anderes Peeling

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Halten Sie sich an die Vorbereitungspflege, die Sie für Ihr Peeling bekommen; sie sorgt für gleichmäßiges Einwirken.
  • Meiden Sie im Areal Sonne, Solarium und Selbstbräuner.
  • Verzichten Sie vorher auf Fruchtsäureprodukte in Eigenregie, Microneedling, Wachsen oder Enthaarungscreme im Areal.
  • Nennen Sie Medikamente und Erkrankungen, besonders Retinoide und lichtsensibilisierende Wirkstoffe, sowie eine Neigung zu Lippenherpes.
  • Kommen Sie ohne Make-up und sagen Sie ab, wenn im Areal ein Sonnenbrand, eine Entzündung oder ein Herpes besteht.

Nachsorge

  • Schützen Sie die Haut über Wochen mit Lichtschutzfaktor 50+, auch an bedeckten Tagen.
  • Ziehen oder rubbeln Sie Schuppen und Krusten nicht ab.
  • Pflegen Sie mit den empfohlenen Produkten und verzichten Sie auf Fruchtsäuren, Retinol und andere reizende Wirkstoffe, bis die Haut abgeheilt ist.
  • Pausieren Sie Sauna, Dampfbad, Schwimmbad, heiße Bäder und intensiven Sport, solange die Haut reagiert.
  • Tragen Sie Make-up erst wieder auf abgeheilter Haut auf.
  • Melden Sie sich, wenn Rötung, Schwellung oder Schmerzen zunehmen, sich Bläschen bilden oder die Haut nässt.

Kosten und Erstattung

TODO: Preise der Kosmetik ergänzen (Stand skinstyle-kosmetik.de: keine Angaben).

Chemische Peelings sind kosmetische Selbstzahlerleistungen. Der Betrag richtet sich nach Peeling und Areal; die Krankenkasse übernimmt ihn nicht.

Die Peelings bei SKINSTYLE

Für Fruchtsäure-, Salizylsäure- und Retinolpeeling nennt skinstyle-kosmetik.de keinen Einsatzbereich; die Zuordnung folgt der alten Praxisseite und der üblichen Kosmetikpraxis. TODO: Einsatzbereiche durch die Kosmetik bestätigen.

PeelingEinsatzbereich
FruchtsäurepeelingOberflächliche Hautalterung, Unreinheiten, raue Haut
SalizylsäurepeelingUnreine, ölige Haut, verstopfte Poren
RetinolpeelingZeichen der Hautalterung, ungleichmäßiger Teint
Aellas Glyco-EyeEmpfindliche Augenpartie: feine Linien, Fältchen, Milien
Aellas JessnerAuffrischung; Farbunterschiede, Pigmentflecken, Melasma, Unreinheiten
Aellas TCA-JessnerAltersflecken, Sonnenschäden, oberflächliche Falten (auch Mundpartie), kleine Aknenarben, grobporige Haut

Wirkprinzip und Evidenz

Alternativen

Soll dieselbe Hautschicht mechanisch statt chemisch gelöst werden, ist die Mikrodermabrasion der andere Weg; die Haut reagiert danach meist weniger deutlich, der Abtrag bleibt dafür an der Oberfläche. Geht es um Hauttextur und feine Narben, kommt das Microneedling infrage. Umschriebene Pigmentflecken lassen sich in der Praxis ärztlich mit dem Rubinlaser oder dem Pico-Laser behandeln, tiefere Falten und Sonnenschäden mit abtragenden Lasern oder dem RF-Microneedling der Ästhetik-Etage.

Quellen

  • skinstyle-kosmetik.de, Seite Chemische Peelings (Verfahren, Eignung, Peelings)
  • drnuechel.de, alte Praxisseite Peeling (Wirkbeschreibung, ärztliche Peelings)
  • Herstellerangaben der eingesetzten Peelinglösungen

Häufige Fragen

Das entscheiden Hauttyp, Pigmentstatus, Anliegen und die Körperstelle. Bei unreiner Haut kommt eher Salizylsäure infrage, bei Pigmentflecken eine Jessner-Lösung, bei ersten Zeichen der Hautalterung Fruchtsäure oder Retinol. Die Auswahl fällt in der Beratung, nicht am Telefon.

Während der Einwirkzeit sind ein Kribbeln, Brennen oder Wärmegefühl und eine Rötung üblich, umso deutlicher, je stärker das Peeling. Die Empfindung lässt nach, sobald die Lösung neutralisiert oder entfernt ist; Kühlung lindert zusätzlich.

Nach einem Oberflächenpeeling meist ja, mit einer Rötung und einer feinen Schuppung über einige Tage. Planen Sie ein Peeling deshalb nicht direkt vor einem wichtigen Anlass.

Die frisch behandelte Haut ist über Wochen lichtempfindlicher, und ohne UV-Schutz sind Pigmentverschiebungen wahrscheinlicher. Die dunkle Jahreszeit ist deshalb günstiger. Im Sommer setzt eine Anwendung voraus, dass Sie direkte Sonne meiden und täglich hohen Lichtschutz verwenden.

Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Ein Auffrischungspeeling wirkt einzeln, bei Pigmentflecken oder Unreinheiten ist meist eine Serie sinnvoll. Wie oft und in welchem Abstand, richtet sich nach dem Peeling und danach, wie Ihre Haut auf die erste Anwendung reagiert.

Wenn oberflächliche Peelings nicht ausreichen, etwa bei mitteltiefen Falten oder ausgeprägten Sonnenschäden. Peelings mit Trichloressigsäure gehören in ärztliche Hand, weil Einwirkzeit und Abnahmezeitpunkt Erfahrung verlangen und die Haut danach deutlicher reagiert. Die Beratung kann direkt an die Ärztinnen und Ärzte der Praxis weiterleiten.

Die Kosmetikerin von SKINSTYLE, unter hautfachärztlicher Leitung. Bei Pigmentstörungen wie Melasma oder bei unklaren Hautveränderungen beurteilt zuerst die Hautarztpraxis, ob ein Peeling infrage kommt.

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