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Dr. Nüchel
SelbstzahlerDurchführung: KosmetikerinKosmetik

Mikrodermabrasion

Ein feiner Kristallstrahl trägt die oberste Hautschicht kontrolliert ab und regt die Hauterneuerung von unten an.

  • Ausfallzeitmeist keine; Rötung für Stunden bis wenige Tage
  • Betäubungkeine
  • Sitzungenmeist 5–10 im Abstand von 1–2 Wochen
Zum Bereich
Areale
Eingesetzte Technik

Was ist das?

Die Mikrodermabrasion ist ein mechanisches Peeling. Ein Handstück strahlt winzige Kristalle auf die Haut und trägt so die oberste Hautschicht kontrolliert ab; ein Vakuum saugt die Kristalle zusammen mit dem gelösten Material im selben Arbeitsschritt wieder ab. Stärke und Abtragungstiefe stellt die Kosmetikerin je nach Hautzustand und Anliegen ein, für jedes Areal einzeln.

Ursprünglich für die Medizin entwickelt, gehört das Verfahren heute zur apparativen Kosmetik. Bei SKINSTYLE führt es die Kosmetikerin unter hautfachärztlicher Leitung durch. Typische Anliegen sind Hautunreinheiten, grobporige Haut, feine Narben, Pigmentstörungen und feine Falten im Gesicht, am Hals und im Dekolleté. Eigene Programme gibt es für Augenpartie, Lippen, Hände und Körper.

Der Abtrag bleibt oberflächlich: keine Nadel, keine Säure, deshalb reagiert die Haut danach meist mild. Die Mikrodermabrasion ist als Serie angelegt und lässt sich mit weiteren Bausteinen kombinieren, etwa mit Masken, Wirkstoffkonzentraten oder der kosmetischen Mesotherapie.

Für wen?

  • Hautunreinheiten und verstopfte Poren, auch bei öliger Haut
  • Grobporige, unebene Hautoberfläche
  • Feine Fältchen und erste Zeichen der Hautalterung
  • Reife, müde oder lichtgeschädigte Haut, Raucherhaut
  • Feine Narben und oberflächliche Pigmentstörungen
  • Schwangerschaftsstreifen, sobald sie nicht mehr gerötet sind
  • Strapazierte Hände, trockene Lippenregion, empfindliche Augenpartie
  • Sensible Haut, mit angepasstem Programm

Ablauf

  1. 1

    Beratung und Hautanalyse

    Die Kosmetikerin sieht sich Ihre Haut an, fragt nach Pflege, Unverträglichkeiten und Vorerkrankungen und wählt das passende Programm. Unklare Hautveränderungen im Areal gehören vorher in die Hautarztpraxis im selben Haus.

  2. 2

    Reinigung

    Zu Beginn reinigt und entfettet sie die Haut. Reste von Make-up oder Pflege würden den Abtrag ungleichmäßig machen. Die Augen deckt sie ab, damit keine Kristalle hineingelangen.

  3. 3

    Abtragen mit dem Kristallstrahl

    Das Handstück gleitet Bahn für Bahn über das Areal. Die Kristalle lösen die oberste Hautschicht; wie viel, steuert die Kosmetikerin über Kristallmenge, Sogstärke und die Zahl der Durchgänge. An dünner Haut, etwa am Hals, arbeitet sie zurückhaltender als an einer grobporigen Wange.

  4. 4

    Absaugen

    Das Vakuum saugt Kristalle und gelöstes Hautmaterial im selben Schritt ab, sodass nichts auf der Haut liegen bleibt.

  5. 5

    Pflege im Anschluss

    Die abgetragene Haut nimmt Wirkstoffe besser auf. Deshalb folgt eine auf Ihre Haut abgestimmte Maske, ein Konzentrat oder eine Creme, danach Lichtschutz. Sie bekommen Hinweise für die nächsten Tage mit.

  6. 6

    Serie

    Zwischen den Anwendungen liegen meist ein bis zwei Wochen. Vor jedem Termin prüft die Kosmetikerin, wie Ihre Haut auf die letzte Anwendung reagiert hat, und passt Intensität und Abstand an.

Technologie oder Wirkstoff

Die Kristalle lösen die abgestorbenen Zellen der Hornschicht. Zusammen mit dem Sog des Vakuums setzt das in der Basalzellschicht, der untersten Schicht der Oberhaut, einen Reiz: Dort entstehen vermehrt junge Hautzellen, die nach oben wandern und nach und nach geschädigtes Gewebe ersetzen. Die Haut erneuert sich also von innen nach außen.

Über denselben Reiz kann die Bildung von Kollagen und Elastin zunehmen; Festigkeit und Elastizität der Haut können sich dadurch verbessern, Poren feiner und feine Falten flacher erscheinen. Weil die Hornschicht nach dem Abtrag dünner ist, nimmt die Haut anschließend aufgetragene Masken und Cremes besser auf.

TODO: Kristallart bestätigen. skinstyle-kosmetik.de nennt Korundkristalle, die alte Praxisseite drnuechel.de mikrofeinen Quarzsand; die Basisbehandlung läuft laut SKINSTYLE mit dem SkinPeeler.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Direkt nach der Anwendung wirkt die Haut glatter und frischer, weil die Hornschicht dünner ist. Der Aufbau darunter braucht Zeit; deshalb ist das Verfahren als Serie angelegt.
  • Festigkeit und Elastizität können zunehmen, Poren feiner und feine Fältchen weniger sichtbar erscheinen. Wie deutlich, ist von Haut zu Haut verschieden.
  • Tiefe Falten, eingesunkene Narben oder erschlaffte Haut erreicht der oberflächliche Abtrag nicht; dafür kommen ärztliche Verfahren infrage.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Rötung und WärmegefühlDie häufigste Reaktion und Teil des gewollten Reizes. Unmittelbar nach der Anwendung ist die Haut gerötet und fühlt sich warm an. Kühlung und milde Pflege lindern das; die Rötung klingt meist innerhalb von Stunden bis Tagen ab.
  • Trockenheit, Spannungsgefühl, feine SchuppungWeil die Hornschicht dünner ist, kann sich die Haut einige Tage trocken und gespannt anfühlen und leicht schuppen. Bitte nicht rubbeln und nicht mit zusätzlichen Peelings nacharbeiten.
  • Punktförmige EinblutungenDer Sog kann kleinste Gefäße zum Platzen bringen, vor allem an dünner Haut und bei zarter Gefäßstruktur. Es entstehen punktförmige Einblutungen oder vereinzelt kleine blaue Flecken, die sich meist innerhalb weniger Tage zurückbilden. Blutverdünnende Medikamente verstärken diese Neigung.
  • Reizung der AugenBei Behandlungen im Gesicht können Kristalle in Richtung der Augen gelangen; deshalb deckt die Kosmetikerin sie ab. Gerät trotzdem etwas ins Auge, sagen Sie es sofort, damit sie spülen kann.
  • PigmentverschiebungenBehandelte Areale können vorübergehend dunkler, seltener heller erscheinen. Frische Bräune, dunklere Hauttypen und fehlender Lichtschutz erhöhen das Risiko. Meist bilden sich solche Verfärbungen über Wochen bis Monate zurück; UV-Schutz ist die wichtigste Vorbeugung.
  • Erhöhte LichtempfindlichkeitDie frisch behandelte Haut reagiert einige Zeit empfindlicher auf Sonne. Ohne Lichtschutz sind Reizungen und Pigmentflecken wahrscheinlicher.
  • Infektion und LippenherpesIst die Hornschicht kurzzeitig dünner, besteht ein geringes Infektionsrisiko. Anzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerzen oder Pusteln. Bei bekanntem Lippenherpes kann eine Behandlung im Gesicht einen Schub begünstigen; sagen Sie das vorher.
  • Reizung bei empfindlicher HautHaut, die zu Rötungen oder erweiterten Äderchen neigt, kann auf die mechanische Bearbeitung stärker reagieren. Die Kosmetikerin wählt dann ein sanfteres Programm oder rät ab.
  • Ungleichmäßiges Ergebnis, selten NarbenDie Haut gibt nicht überall gleich viel ab, sodass ein Areal fleckig wirken kann, bis sich das ausgleicht. Narben sind selten und meist Folge eines zu kräftigen Abtrags, einer gestörten Wundheilung oder abgelöster Krüstchen.

Wann wir nicht behandeln

  • Akute Infektionen, entzündliche Hauterkrankungen, offene Wunden oder ein aktiver Herpes im Behandlungsareal
  • Stark entzündliche Akne mit Pusteln und Knoten: erst die ärztliche Behandlung, danach kommt die Mikrodermabrasion infrage
  • Frisch gebräunte oder sonnenverbrannte Haut im Areal
  • Unklare oder auffällige Pigmentmale und Hautveränderungen: vorher dermatologisch abklären; über Muttermale arbeitet die Kosmetikerin nicht
  • Ausgeprägte Neigung zu Rötungen und erweiterten Äderchen oder eine aktive Rosazea; nur nach Rücksprache mit der Hautarztpraxis
  • Gerinnungsstörungen oder blutverdünnende Medikamente; bitte vorher ansprechen, verordnete Medikamente nie eigenmächtig absetzen
  • Aknetherapie mit Retinoid-Tabletten in den zurückliegenden Monaten; den Abstand legt die Hautarztpraxis fest
  • Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide)
  • Wundheilungsstörungen, schlecht eingestellter Diabetes, Immunschwäche
  • Kurz zurückliegende andere Behandlungen im selben Areal, etwa Peeling, Laser, Microneedling oder Wachsen

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Meiden Sie im Behandlungsareal Sonne, Solarium und Selbstbräuner. Auf frisch gebräunter Haut findet keine Behandlung statt.
  • Pausieren Sie nach Rücksprache einige Tage vorher reizende Wirkstoffe wie Fruchtsäuren oder Retinol.
  • Verzichten Sie vorher auf Peelings in Eigenregie, Wachsen oder Enthaarungscreme im Areal.
  • Nennen Sie Erkrankungen, Medikamente, Allergien, eine Schwangerschaft oder Stillzeit und eine Neigung zu Lippenherpes.
  • Kommen Sie ungeschminkt. Kontaktlinsen nehmen Sie für eine Behandlung im Gesicht besser vorher heraus.
  • Planen Sie vor Anlässen, bei denen Sie ungern gerötet erscheinen, einen Puffer von einigen Tagen ein.

Nachsorge

  • Kühlen Sie bei Bedarf in den ersten Stunden, ohne Eis direkt auf die Haut zu legen.
  • Pflegen Sie in den ersten Tagen mild und feuchtigkeitsspendend, ohne Peelings, Fruchtsäuren, Retinol oder alkoholhaltige Produkte.
  • Rubbeln Sie nicht an schuppenden Stellen und lösen Sie Krüstchen nicht ab.
  • Schützen Sie die Haut mehrere Wochen mit Lichtschutzfaktor 50+ und meiden Sie direkte Sonne und Solarium.
  • Verzichten Sie einige Tage auf Sauna, Dampfbad, Schwimmbad und intensiven Sport.
  • Tragen Sie Make-up erst wieder auf, wenn die Rötung abgeklungen ist.
  • Melden Sie sich, wenn Rötung, Schwellung oder Schmerzen zunehmen, sich Bläschen oder Pusteln bilden oder die Haut nässt.

Kosten und Erstattung

TODO: Preise der Kosmetik ergänzen (Stand skinstyle-kosmetik.de: keine Angaben).

Die Mikrodermabrasion ist eine kosmetische Selbstzahlerleistung. Der Betrag richtet sich nach Programm und Areal; die Krankenkasse übernimmt ihn nicht.

Die Programme bei SKINSTYLE

Die Basisbehandlung lässt sich mit weiteren Bausteinen erweitern. Welches Programm passt, entscheidet der Hautzustand am Behandlungstag.

ProgrammGeeignet für
microderm abrasion basicBasisbehandlung mit dem SkinPeeler für alle Hauttypen; auch begleitend zu einer ärztlichen Hautbehandlung
neuro sensitive treatmentSensible Haut; begleitend bei Neurodermitis nur nach Rücksprache mit der Hautarztpraxis
Seborrhoe siccaUnreine Haut mit schuppigen, sensiblen Arealen; Tiefenausreinigung verstopfter Poren
Seborrhoe oleosaUnreine, ölige Haut; Ziel ist ein feineres Porenbild
purity treatmentNormale bis leicht unreine Haut, Vorbeugung neuer Unreinheiten
anti OX treatmentHaut unter oxidativem Stress durch innere und äußere Einflüsse
age prevention treatmentLeicht regenerationsbedürftige Haut mit ersten Zeichen der Hautalterung
global antiaging treatmentRegenerationsbedürftige Haut mit moderaten bis deutlichen Zeichen der Hautalterung
oxygen III-step treatmentReife, müde und lichtgeschädigte Haut, Raucherhaut
hand MDAStrapazierte, regenerationsbedürftige Hände
lip care hydroLippen und die Region um den Mund, auch bei Seborrhoe
eye careEmpfindliche Augenpartie, alle Hauttypen
body stylerRegenerationsbedürftige und reife Haut am Körper; Glättung, auch bei Cellulite

Wirkprinzip und Evidenz

Alternativen

Soll dieselbe Hautschicht chemisch statt mechanisch gelöst werden, ist das chemische Peeling der andere Weg; es reicht je nach Wirkstoff auch etwas tiefer. Geht es um einen Reiz in der Tiefe statt um einen Abtrag, kommt das Microneedling infrage. Reicht beides nicht, stehen in der Ästhetik-Etage ärztliche Verfahren bereit: das RF-Microneedling bei eingesunkenen Narben und nachlassender Spannkraft, der Erbium:YAG-Laser und das Alma Hybrid für einen abtragenden Laserreiz mit mehr Wirkung und mehr Abheilzeit.

Quellen

  • skinstyle-kosmetik.de, Seite Mikrodermabrasion (Verfahren, Wirkmechanismus, Programme)
  • drnuechel.de, alte Praxisseite Mikrodermabrasion (Anwendungsgebiete, Serie)
  • Herstellerinformationen des eingesetzten Mikrodermabrasionssystems

Häufige Fragen

Die Mikrodermabrasion ist keine Einmalbehandlung. Die alte Praxisseite empfahl fünf bis zehn Anwendungen im Abstand von ein bis zwei Wochen; wie viele in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt vom Hautbild und vom Ansprechen ab. TODO: Sitzungszahl und Abstände der Kosmetik bestätigen (Angabe stammt von drnuechel.de, nicht von skinstyle-kosmetik.de).

Alle drei setzen einen Reiz für die Hauterneuerung, aber auf verschiedenen Wegen. Die Mikrodermabrasion trägt die oberste Schicht mechanisch ab. Das chemische Peeling löst dieselbe Schicht mit einer Säure und lässt sich über Wirkstoff und Konzentration abstufen. Das Microneedling trägt nichts ab, sondern setzt mit feinen Nadeln punktförmige Reize. Für Unreinheiten, grobe Poren und einen Abtrag ohne Säure ist die Mikrodermabrasion der erste Schritt; bei Pigmentflecken eher das Peeling, bei Hauttextur und feinen Narben eher das Microneedling.

Die meisten beschreiben ein kratzendes Gefühl mit einem spürbaren Zug durch das Vakuum. Dünne und knochennahe Stellen sind empfindlicher. Sagen Sie während der Behandlung Bescheid, dann nimmt die Kosmetikerin Sogstärke und Kristallmenge zurück.

Meist ja, allerdings mit einer Rötung, die je nach Abtrag Stunden bis wenige Tage anhält. In den Tagen danach kann die Haut leicht schuppen. Vor einem wichtigen Termin legen Sie die Anwendung besser einige Tage davor.

Ja. Nach dem Abtrag nimmt die Haut Wirkstoffe besser auf, deshalb folgen Masken oder Konzentrate direkt im Anschluss. Auch die kosmetische Mesotherapie passt dazu. Ob und in welcher Reihenfolge, legt die Kosmetikerin im Behandlungsplan fest.

Die Kosmetikerin von SKINSTYLE, unter hautfachärztlicher Leitung. Liegen Pigmentstörungen oder unklare Hautveränderungen im Areal, beurteilt zuerst die Hautarztpraxis, ob eine kosmetische Anwendung infrage kommt.

In erster Linie Gesicht, Hals und Dekolleté. Eigene Programme gibt es für die Augenpartie, die Lippenregion, die Hände und den Körper. Ob Schwangerschaftsstreifen an Bauch oder Hüften infrage kommen, klärt die Beratung. TODO: bestätigen, ob SKINSTYLE Schwangerschaftsstreifen außerhalb von Gesicht, Hals und Dekolleté behandelt.

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