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Dr. Nüchel
PrivatleistungDurchführung: Ärztin/ArztLasermedizin

IPL Stellar M22

Intensives gepulstes Licht behandelt flächige Rötungen und fleckige Pigmentierung an Gesicht und Dekolleté in einem Arbeitsgang.

  • Dauerca. 30 Min. pro Sitzung inkl. Vorbereitung und Kühlung
  • AusfallzeitRötung und Wärmegefühl für Stunden bis 1 Tag; Pigmentflecken dunkeln 7–14 Tage nach
  • Wirkdauerin der Regel Monate; Auffrischung möglich
  • Betäubungmeist nicht nötig (Kühlgel, integrierte Kühlung)
  • Sitzungenmeist 3–5 im Abstand von einigen Wochen
Zum Bereich
Areale
Eingesetzte Technik

Was ist das?

Diffuse, flächige Rötungen oder eine fleckige, ungleichmäßige Pigmentierung lassen sich mit Make-up oft nur mühsam ausgleichen. Genau hier setzt die IPL-Behandlung an (Intense Pulsed Light, intensives gepulstes Licht), ein seit vielen Jahren etabliertes Verfahren der Lichtmedizin. In der Praxis arbeiten wir dafür mit der Stellar M22 von Lumenis, einer modularen Plattform mit wechselbaren Filtern und Aufsätzen.

Technisch ist IPL eine hochenergetische Xenon-Blitzlampe. Anders als ein Laser strahlt sie Licht vieler Wellenlängen aus (polychromatisches Licht, etwa 500 bis 1200 Nanometer) und lässt sich in Wellenlänge, Pulsdauer und Pulsfolge einstellen. Über Filter schneiden wir das Spektrum auf das Behandlungsziel zu. So sprechen wir in einem Arbeitsgang oberflächliche Gefäße (Rötungen) und Melanin (Pigmentflecken) an. Deshalb eignet sich IPL besonders zum flächigen Angleichen des Hauttons an Gesicht und Dekolleté.

Für wen?

  • Diffuse, flächige Rötungen im Gesicht (gerötete Wangen, Nase, Stirn)
  • Ungleichmäßige, fleckige Pigmentierung, wenn ein gleichmäßiger Hautton das Ziel ist
  • Sonnenbedingte Hautalterung mit Rötungen und Pigmentflecken (Photorejuvenation)
  • Ebenmäßigerer Teint im Gesicht und am Dekolleté
  • Feine, oberflächliche Äderchen im Rahmen eines flächigen Befundes
  • Wunsch nach einem gleichmäßigeren Hautbild ohne längere Ausfallzeit

Ablauf

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    Ärztliche Beratung und Hautanalyse

    Wir beurteilen Hauttyp und Befund, bei Bedarf mit einer Hautanalyse (Canfield VISIA), und besprechen realistische Ergebnisse, Risiken und Alternativen. Gebräunte oder dunklere Haut schätzen wir besonders sorgfältig ein.

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    Vorbereitung der Haut

    Die Haut sollte ungebräunt, sauber und frei von Make-up sein. Wir reinigen das Areal, dokumentieren es bei Bedarf fotografisch und tragen ein kühlendes Kontaktgel auf. Sie erhalten eine Schutzbrille.

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    IPL-Behandlung

    Über das Areal geben wir kurze, helle Lichtimpulse ab. Je nach Größe des Areals dauert dieser Schritt nur wenige Minuten.

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    Direkt nach der Behandlung

    Im Anschluss kühlen wir die Haut. Eine vorübergehende Rötung und ein Wärmegefühl sind normal.

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    Kontrolle und Folgesitzungen

    Für ein gleichmäßiges Ergebnis sind bei flächigen Befunden meist mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen sinnvoll, häufig drei bis fünf, je nach Befund und Hauttyp. Nach etwa vier bis sechs Wochen beurteilen wir das Ergebnis gemeinsam und planen das weitere Vorgehen.

Technologie oder Wirkstoff

  • HerstellerLumenis
  • Wellenlängenca. 500–1200 nm (Spektrum, über Cut-off-Filter eingegrenzt)
  • TypIPL-Plattform (Xenon-Blitzlampe, modular, wechselbare Filter und Aufsätze)
  • ZielstrukturenOxyhämoglobin (oberflächliche Gefäße), Melanin (Pigmentflecken)

IPL steht für Intense Pulsed Light. Ein Laser sendet monochromatisches, kohärentes Licht einer einzigen Wellenlänge aus. Ein IPL-Gerät erzeugt dagegen ein breites, polychromatisches Spektrum von etwa 500 bis 1200 Nanometern, das Cut-off-Filter auf das Behandlungsziel zuschneiden. Wirksam wird IPL über die selektive Photothermolyse: Bestimmte Farbstoffe der Haut (Chromophore, vor allem Oxyhämoglobin in oberflächlichen Gefäßen und Melanin in Pigmentflecken) nehmen das Licht bevorzugt auf und wandeln es in Wärme um.

In den oberflächlichen Gefäßen verschließt die Wärme erweiterte Äderchen, flächige Rötungen gehen zurück. In Pigmentflecken erhitzt sich das Melanin; die Stellen verfärben sich zunächst dunkler („Kaffeesatz-Phänomen“) und lösen sich über Tage feinkrümelig ab. Die Energie kommt in kurzen Impulsen, deren Dauer und Abfolge das Zielgewebe ausreichend erhitzen, die umgebende Haut aber schonen. Kontaktgel und das integrierte Kühlsystem schützen die oberste Hautschicht.

Maßgeblich für Wirksamkeit und Sicherheit sind die ärztlich gewählten Parameter: Filter (Wellenlängenbereich), Energie (Fluenz), Impulsdauer und Impulsabfolge. Deshalb gehören Indikationsstellung und Geräteeinstellung in ärztliche Hand. IPL ist besonders stark bei flächigen, oberflächlichen Befunden und hellem Hauttyp. Tiefer liegende oder einzelne, kräftige Gefäße sowie sehr dunkle, klar umschriebene Pigmentflecken sprechen mitunter besser auf spezialisierte Laser an. Bei dunkleren Hauttypen oder gebräunter Haut steigt das Risiko für Pigmentverschiebungen; dann setzen wir IPL nur mit besonderer Vorsicht oder gar nicht ein.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Ziel ist ein gleichmäßigerer Hautton: weniger flächige Rötung, weniger Pigmentflecken. Für flächige Befunde sind meist drei bis fünf Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig.
  • Behandelte Pigmentflecken verfärben sich zunächst dunkler und lösen sich über etwa ein bis zwei Wochen ab. Gesellschaftsfähig sind Sie in der Regel rasch.
  • Ergebnisse halten in der Regel über Monate an. Sonne und Veranlagung lassen Rötungen und Pigmente mit der Zeit neu entstehen; eine Auffrischung ist dann möglich.
  • IPL ist am stärksten bei flächigen, oberflächlichen Befunden und hellem Hauttyp. Einzelne kräftige Gefäße oder sehr dunkle, scharf begrenzte Flecken sprechen mitunter besser auf einen Laser an.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Rötung und WärmegefühlDirekt nach der Behandlung sind eine Rötung und ein Wärmegefühl im Areal die Regel. Diese Reaktion ist harmlos und klingt meist innerhalb von Stunden bis zu einem Tag ab.
  • Vorübergehende Dunkelfärbung von PigmentfleckenBehandelte Pigmentflecken verfärben sich zunächst dunkler und lösen sich über etwa ein bis zwei Wochen feinkrümelig ab. Das ist ein erwünschter Teil des Prozesses; die Krüstchen bitte nicht abrubbeln.
  • SchwellungVor allem an empfindlichen Stellen kann eine vorübergehende Schwellung auftreten. Sie bildet sich in der Regel innerhalb weniger Tage zurück.
  • PigmentverschiebungenHellere (Hypopigmentierung) oder dunklere (Hyperpigmentierung) Hautstellen können entstehen, besonders bei gebräunter oder dunklerer Haut und bei unzureichendem Sonnenschutz. Sie bilden sich meist über Wochen bis Monate zurück, selten bleiben sie länger bestehen.
  • Blasen- und KrustenbildungSeltener bilden sich oberflächliche Blasen oder Krusten. Bitte nicht manipulieren; sie heilen meist folgenlos ab. Vorzeitiges Entfernen erhöht das Risiko für Pigmentveränderungen oder Narben.
  • Unvollständiges Ansprechen oder WiederkehrNicht jeder Befund spricht vollständig an, und durch Sonne und Veranlagung können sich Rötungen oder Pigmente neu bilden. Mehrere Sitzungen und Auffrischungen können nötig sein; ein vollständiges Verschwinden lässt sich nicht zusagen.
  • Reaktivierung von LippenherpesBei entsprechender Neigung kann eine Behandlung im Gesicht einen Lippenherpes auslösen. Bei bekannter Vorgeschichte besprechen wir vorbeugende Maßnahmen.
  • NarbenbildungBei sachgerechter Durchführung sehr selten. Das Risiko steigt bei zu hoher Energie, Manipulation an Krusten oder einer Neigung zu überschießender Narbenbildung.

Wann wir nicht behandeln

  • Frisch gebräunte oder sonnenexponierte Haut sowie kürzliche Solariumbesuche: Das Risiko für Pigmentverschiebungen ist deutlich erhöht.
  • Dunklere Hauttypen: IPL ist nur eingeschränkt oder mit besonderer Vorsicht geeignet; die Eignung beurteilen wir im Einzelfall.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Mangels ausreichender Datenlage verzichten wir auf nicht dringliche ästhetische Lichtbehandlungen.
  • Akute Entzündungen, Infektionen oder offene Wunden im Areal, einschließlich eines aktiven Lippenherpes.
  • Einnahme lichtempfindlichkeitssteigernder Medikamente oder Erkrankungen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit.
  • Eingeschränkte Wundheilung oder Immunabwehr, etwa bei nicht eingestelltem Diabetes mellitus oder unter immunsuppressiver Therapie.
  • Unklare oder verdächtige Pigmentmale im Behandlungsareal: Sie müssen zuvor dermatologisch abgeklärt sein.
  • Bekannte Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide).
  • Unrealistische Erwartungen: Hier steht zunächst ein ausführliches Gespräch im Vordergrund.

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Meiden Sie in den etwa vier Wochen vor der Behandlung Sonne und Solarium und schützen Sie das Areal konsequent vor UV-Strahlung; gebräunte Haut sollte vorher wieder abgeblasst sein.
  • Verzichten Sie in den Wochen vor dem Termin auf Selbstbräuner im Behandlungsareal.
  • Besprechen Sie alle Medikamente offen mit uns: Einige Präparate erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Änderungen nur nach ärztlicher Rücksprache.
  • Informieren Sie uns über eine bekannte Neigung zu Lippenherpes, damit wir vorbeugende Maßnahmen besprechen können.
  • Kommen Sie mit sauberer, ungeschminkter Haut ohne Cremes oder Make-up im Areal.
  • Planen Sie vor wichtigen Anlässen etwas Puffer ein, da behandelte Pigmentflecken einige Tage dunkler erscheinen können.

Nachsorge

  • Kühlen Sie das Areal bei Bedarf in den ersten Stunden vorsichtig, um Rötung und Wärme zu lindern.
  • Schützen Sie die Haut über mehrere Wochen konsequent mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+). Das ist entscheidend, um Pigmentverschiebungen vorzubeugen.
  • Rubbeln Sie verkrustete Pigmentpünktchen nicht ab; sie lösen sich von selbst.
  • Verzichten Sie für einige Tage auf Sauna, Dampfbad, heiße Bäder, intensiven Sport und starke Hitze.
  • Pflegen Sie die Haut mild und beruhigend; vermeiden Sie Peelings und reizende Wirkstoffe, bis sich die Haut erholt hat.
  • Nehmen Sie die Verlaufskontrolle nach etwa vier bis sechs Wochen wahr, damit wir das Ergebnis beurteilen und Folgesitzungen planen können.
  • Melden Sie sich bei ungewöhnlich starker Schwellung, Blasen, Zeichen einer Infektion oder anderen Auffälligkeiten zeitnah bei uns.

Kosten und Erstattung

Die IPL-Behandlung ist eine Privatleistung; wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

Richtwert laut Preistabelle: ganzes Gesicht 250 €. Dekolleté und weitere Areale nennen wir Ihnen im Beratungsgespräch. Der endgültige Betrag richtet sich nach Größe und Zahl der Areale sowie nach der Sitzungszahl.

IPL (Stellar M22)
IPL (Stellar M22)Richtwert
Ganzes Gesicht250 €

Dekolleté und weitere Areale nennen wir Ihnen im Beratungsgespräch.

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Zur Preisliste

Wirkprinzip und Evidenz

TODO: Gerät bestätigen (bietet die Stellar M22 wie das frühere IPL/RF-System eine Kombination mit Radiofrequenzstrom, dann das RF-Prinzip aus der alten Seite IPL/RF hier ergänzen)

IPL zählt zu den etablierten Verfahren der ästhetischen Lichtmedizin und dient seit vielen Jahren der Photorejuvenation; das Prinzip der selektiven Photothermolyse ist in der dermatologischen Fachliteratur beschrieben. Sonnenbedingte Pigmentflecken (Lentigines), flächige Rötung und das allgemeine Hautbild sprechen erfahrungsgemäß an; auch bei der gefäßbedingten Rötung im Rahmen einer Rosazea ist IPL eine Behandlungsoption. Heller Hauttyp und oberflächliche, flächige Veränderungen sprechen in der Regel besser an als tiefe oder einzelne, kräftige Befunde. Realistisch ist das Ziel einer Besserung; die zugrunde liegende Veranlagung bleibt.

Bei der Bewertung der Datenlage ist Zurückhaltung angebracht: Die verfügbaren Untersuchungen unterscheiden sich in Gerätetypen, Filtern, Einstellungen und Bewertungsmethoden, ein Teil umfasst kleinere Fallzahlen. Orientierung bieten die im AWMF-Register gelisteten Leitlinien (u. a. zur Rosazea) sowie die Empfehlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG).

Alternativen

IPL ist die flächige Option. Für einzelne, klar umschriebene Gefäße ist häufig der Farbstofflaser (Vbeam) die gezieltere Wahl, für kräftige einzelne Altersflecken der Rubinlaser (Rubystar), für Pigmentflecken oder Tätowierungen der Pico-Laser (PicoStar). Stehen Hautstruktur, Falten oder Narben im Vordergrund, kommen der fraktionierte CO₂-Laser (Alma Hybrid), der Erbium:YAG-Laser oder das RF-Microneedling in Betracht.

Quellen

  • Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), u. a. Leitlinie Rosazea.
  • Empfehlungen und Fortbildungsmaterialien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zur Licht- und Lasertherapie.
  • Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) als Grundlage der Abrechnung privatärztlicher Leistungen.

Häufige Fragen

Nicht im engeren Sinne. Ein Laser sendet gebündeltes Licht einer einzigen Wellenlänge aus, IPL dagegen ein breites Spektrum, das Filter an das Behandlungsziel anpassen. Dadurch kann IPL flächige Rötungen und Pigmentunregelmäßigkeiten gleichzeitig angehen.

Die meisten empfinden die Lichtimpulse als kurzes, warmes Schnalzen, ähnlich einem Gummiband. Das integrierte Kühlsystem und das Kühlgel machen die Behandlung in der Regel gut erträglich, sodass meist keine Betäubung nötig ist.

Eine erste Orientierung bietet der Richtwert in der Preistabelle (ganzes Gesicht 250 €). Der endgültige Betrag richtet sich nach Größe und Zahl der Areale sowie nach der Sitzungszahl; die Abrechnung erfolgt privatärztlich nach der GOÄ.

Die Einstellung der Parameter und die Behandlung erfolgen in ärztlicher Verantwortung. Gerade die Wahl von Filter, Energie und Impulsabfolge, abgestimmt auf Hauttyp und Befund, entscheidet über das Ergebnis und die Verträglichkeit.

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