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Dr. Nüchel
PrivatleistungDurchführung: Ärztin/ArztLasermedizin

Laser-Tattooentfernung

Unerwünschte Tätowierungen und Permanent-Make-up lassen sich mit Pico- und Q-Switch-Lasern über mehrere Sitzungen deutlich aufhellen oder weitgehend entfernen.

  • Dauerca. 15–45 Min. pro Sitzung, je nach Größe des Tattoos
  • Ausfallzeitmeist keine; Rötung und Schwellung wenige Tage, Krusten oder Bläschen ca. 1–2 Wochen
  • Wirkdauerentferntes Pigment kehrt nicht zurück
  • BetäubungKühlung, auf Wunsch betäubende Creme
  • Sitzungenhäufig 6–12 im Abstand von ca. 6–8 Wochen
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Eingesetzte Technik

Was ist das?

Ein Motiv aus jungen Jahren, ein Name, ein Tattoo, das nicht mehr zur eigenen Lebenssituation passt: Viele Menschen wünschen sich später eine Entfernung. Das gilt auch für ein Permanent-Make-up, das unpassend gestochen wurde. In unserer Praxis in Mönchengladbach entfernen wir Tätowierungen per Laser unter ärztlicher Leitung.

Dafür stehen drei Systeme zur Verfügung. Hauptgerät ist der Picosekundenlaser PicoStar von Asclepion. Je nach Farbspektrum kommen der Q-Switch-Nd:YAG-Laser Evo Q-Plus (Quanta System) und der Rubinlaser Rubystar (Asclepion) hinzu. So lassen sich auch mehrfarbige Tätowierungen behandeln. Alle drei Laser arbeiten mit sehr kurzen Impulsen im Nano- oder Pikosekundenbereich: Die Impulse zersprengen die Farbpigmente in kleinste Partikel, die das Lymphsystem anschließend abtransportiert.

Deshalb sind mehrere Sitzungen nötig, häufig sechs bis zwölf im Abstand von etwa sechs bis acht Wochen. Wie viele es werden, hängt von Farben, Stichtiefe, Alter des Tattoos und Hauttyp ab. Eine restlose Entfernung können wir nicht in jedem Fall zusagen. Auf Wunsch behandeln wir vorab ein kleines Areal zur Probe.

Für wen?

  • Tätowierungen, die Sie vollständig oder weitgehend entfernen lassen möchten
  • Mehrfarbige Tattoos, bei denen wir Pico-Laser und Q-Switch-Laser kombinieren
  • Aufhellung eines bestehenden Tattoos als Vorbereitung für ein Cover-up
  • Laientätowierungen und unprofessionell gestochene Tattoos
  • Schriftzüge, Namen und kleinere Motive, die nicht mehr zur Lebenssituation passen
  • Tattoos an sichtbaren Körperstellen, die aus beruflichen Gründen weichen sollen
  • Permanent-Make-up an geeigneten Arealen nach ärztlicher Beurteilung

Ablauf

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    Beratung und Aufklärung

    Wir sehen uns Ihr Tattoo an: Farben, Größe, Stichtiefe und Alter. Dazu beurteilen wir Ihren Hauttyp und klären Sie über Ablauf, Risiken und Grenzen der Behandlung auf. Sie erhalten einen Behandlungsplan mit Kostenübersicht.

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    Probebehandlung (optional)

    Auf Wunsch oder bei unklarer Pigmentreaktion behandeln wir zunächst ein kleines Testareal. So lässt sich einschätzen, wie Farbpigmente und Haut auf das Laserlicht ansprechen.

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    Vorbereitung

    Wir reinigen und desinfizieren das Areal, kühlen die Haut und geben Ihnen eine Schutzbrille. Bei Bedarf tragen wir vorher eine örtlich betäubende Creme auf.

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    Laserbehandlung

    Je nach Farbspektrum setzen wir den Pico-Laser, den Q-Switch-Nd:YAG-Laser, den Rubinlaser oder eine Kombination ein. Die ultrakurzen Lichtimpulse zertrümmern die Farbpigmente. Während der Behandlung kühlen wir die Haut fortlaufend.

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    Nachsorge in der Praxis

    Direkt nach der Sitzung kühlen wir das Areal erneut und versorgen es mit einer Wundsalbe, bei Bedarf mit einem Verband. Sie erhalten schriftliche Pflegehinweise für zu Hause.

Technologie oder Wirkstoff

Tätowierfarben liegen in der Lederhaut (Dermis). Die Pigmentpartikel sind zu groß, als dass körpereigene Fresszellen (Makrophagen) sie abbauen könnten; deshalb bleiben sie dauerhaft sichtbar. Der Laser verkleinert die Pigmente so weit, dass der Körper sie über das Lymphsystem entsorgen kann. Von Sitzung zu Sitzung wird das Tattoo blasser.

Das Wirkprinzip heißt selektive Photothermolyse; bei sehr kurzen Impulsen spricht man von einem photoakustischen Effekt. Extrem kurze, energiereiche Lichtimpulse treffen gezielt die Farbpigmente. Die entstehenden Druckwellen lassen das Pigment in kleinste Partikel zerspringen, das umliegende Gewebe bleibt weitgehend geschont. Gütegeschaltete (Q-Switch) Laser arbeiten im Nanosekundenbereich, der Pico-Laser im Pikosekundenbereich. Seine noch kürzeren Impulse können vor allem bunte Pigmente feiner aufbrechen.

Jede Farbe nimmt Licht in einem bestimmten Spektralbereich am besten auf. Der Rubinlaser mit 694 Nanometern eignet sich vor allem für Schwarz, Blau, Türkis und Grün. Der Q-Switch-Nd:YAG-Laser mit 532 und 1064 Nanometern deckt Schwarz, Braun, Rot, Orange und Gelb ab. Deshalb kombinieren wir die Systeme je nach Farbspektrum; die Tabelle auf dieser Seite zeigt die Zuordnung.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Das Tattoo wird von Sitzung zu Sitzung blasser. Schwarze, grüne und blaue Farbtöne sprechen erfahrungsgemäß gut an, Rot und Gelb sind schwieriger zu entfernen.
  • Häufig sind sechs bis zwölf Sitzungen im Abstand von etwa sechs bis acht Wochen nötig. Die gesamte Behandlung erstreckt sich deshalb meist über mehrere Monate bis über ein Jahr. Profitätowierungen brauchen deutlich mehr Sitzungen als Laientätowierungen.
  • Eine restlose Entfernung gelingt nicht in jedem Fall. Blasse Restschatten oder einzelne Farbanteile können zurückbleiben. Für ein Cover-up genügt oft eine deutliche Aufhellung.
  • Die behandelte Haut kann nach Abschluss heller oder dunkler als die Umgebung erscheinen; meist gleicht sich das über Monate an.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Rötung, Schwellung und WundgefühlDirekt nach der Behandlung sind Rötung, leichte Schwellung und ein wundes, brennendes Gefühl normal. Diese Reaktionen klingen meist innerhalb weniger Stunden bis Tage ab; Kühlung lindert sie.
  • Bläschen, Krusten und punktförmige BlutungenHäufig zeigt sich zunächst eine weißliche Verfärbung der Haut. Danach können sich kleine Bläschen, Krusten oder vereinzelte punktförmige Blutungen bilden. Sie heilen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen folgenlos ab, sofern Sie Krusten nicht abkratzen und Bläschen nicht öffnen.
  • Vorübergehende Nachdunkelung (postinflammatorische Hyperpigmentierung)Vor allem bei dunkleren Hauttypen oder nach UV-Belastung kann die Haut im behandelten Bereich vorübergehend nachdunkeln. Die Verfärbung bildet sich meist über Wochen bis Monate zurück. Konsequenter Sonnenschutz beugt vor.
  • Aufhellung der Haut (Hypopigmentierung)Die Haut kann im Behandlungsareal heller werden als die Umgebung, weil die pigmentbildenden Zellen vorübergehend oder, seltener, dauerhaft beeinträchtigt sind. Meist ist die Aufhellung rückläufig, sie kann aber länger bestehen bleiben. TODO: Die alte Website nennt für bleibende Aufhellungen bei dunkleren Hauttypen eine Anschlussbehandlung mit dem Excimer-Laser; das System gilt im Relaunch als unbestätigt, ärztlich klären.
  • Texturveränderungen der HautIn Einzelfällen verändert sich die Oberfläche der Haut, etwa durch eine geringfügig unebene oder feinere Textur. Sorgfältig gewählte Laserparameter und eine konsequente Nachsorge verringern dieses Risiko.
  • Paradoxes Nachdunkeln und GhostingBestimmte Pigmente, vor allem weiße, hautfarbene und rote sowie Permanent-Make-up, können sich unter der Laserenergie chemisch verändern und nachdunkeln. Als Ghosting bezeichnet man verbleibende, schwer entfernbare Restschatten der Tätowierung. Eine Probebehandlung macht das Risiko besser einschätzbar.
  • Reaktion auf freigesetzte FarbpigmenteBeim Zertrümmern gelangen Bestandteile der Tätowierfarbe in den Körper. Vor allem bei roten und bestimmten bunten Pigmenten sind in seltenen Fällen lokale, sehr selten allgemeine allergische Reaktionen möglich. Eine bereits bestehende Unverträglichkeit gegen das Tattoo erfordert besondere Vorsicht.
  • NarbenbildungSelten bleiben Narben zurück, vor allem nach dem Abkratzen von Krusten, bei einer Infektion oder bei Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide). Fachgerechte Durchführung und sorgfältige Nachsorge halten dieses Risiko gering.
  • InfektionSolange die Hautbarriere nicht intakt ist, kann sich das Areal infizieren, vor allem bei vernachlässigter Wundpflege. Zunehmende Rötung, Überwärmung, Eiter oder Fieber sollten Sie ärztlich abklären lassen.
  • Unvollständige Entfernung und RestschattenTrotz mehrerer Sitzungen lässt sich eine restlose Entfernung nicht in jedem Fall erreichen. Je nach Pigment bleiben blasse Restschatten oder einzelne Farbanteile zurück. Eine vollständige Entfernung können wir nicht zusagen.
  • Augenschädigung ohne SchutzLaserlicht kann das Auge ernsthaft schädigen. Deshalb tragen Sie und das Praxisteam während der gesamten Behandlung eine Schutzbrille; Permanent-Make-up in Augennähe erfordert besondere Vorsicht.

Wann wir nicht behandeln

  • Schwangerschaft und Stillzeit: In dieser Zeit behandeln wir vorsorglich nicht.
  • Akute Entzündungen, Infektionen, offene Wunden oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal, etwa eine aktive Herpesinfektion, Schuppenflechte oder Neurodermitis an dieser Stelle.
  • Frische, intensive Bräunung durch Sonne oder Solarium sowie Selbstbräuner im Areal; beides erhöht das Risiko für Pigmentverschiebungen.
  • Bekannte Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloide) oder ausgeprägte Wundheilungsstörungen.
  • Lichtsensibilisierende Medikamente oder Präparate, zum Beispiel Johanniskraut, sowie hochdosierte Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge (Retinoide). Je nach Wirkstoff ist ein zeitlicher Abstand nötig.
  • Frische, noch nicht vollständig abgeheilte Tätowierungen. Die Haut muss verheilt sein, in der Regel mehrere Wochen bis Monate nach dem Stechen.
  • Bekannte allergische Reaktionen auf das vorhandene Tattoo oder auf Tätowierfarben, weil freigesetzte Pigmente die Reaktion verstärken können.
  • Bestimmte Allgemeinerkrankungen, eine eingeschränkte Lymph- oder Immunfunktion oder eine Therapie, die die Wundheilung beeinträchtigt. Hier wägen wir im Einzelfall ab.
  • Die Erwartung eines vollständigen, narbenfreien Ergebnisses. Ein ehrliches Gespräch über das Erreichbare ist Voraussetzung für die Behandlung.

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Meiden Sie in den vier bis sechs Wochen vor der Behandlung intensive Sonne, Solarium und Selbstbräuner. Die Haut im Areal sollte ungebräunt und intakt sein.
  • Gerinnungshemmende Medikamente pausieren Sie nur nach Rücksprache mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt, nie eigenmächtig.
  • Informieren Sie uns über Vorerkrankungen, Allergien, bekannte Reaktionen auf das Tattoo, eine Neigung zu Lippenherpes und alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen.
  • Reinigen Sie das Areal am Behandlungstag und verzichten Sie dort auf Cremes, Lotionen, Make-up und Parfüm. Behaarte Stellen können Sie vorab vorsichtig rasieren.
  • Bei empfindlichen Arealen lässt sich nach Absprache rechtzeitig vor dem Termin eine betäubende Creme auftragen; planen Sie dafür etwa 30 bis 60 Minuten ein.
  • Ein Sonnenbrand im Areal ist ein Grund, den Termin zu verschieben.

Nachsorge

  • Kühlen Sie das Areal in den ersten Stunden nach der Sitzung vorsichtig; das lindert Schwellung und Wundgefühl.
  • Halten Sie das Areal sauber und trocken und pflegen Sie es mit der empfohlenen Wundsalbe. Anfangs schützt bei Bedarf ein Verband.
  • Kratzen Sie Krusten nicht ab und öffnen Sie keine Bläschen. So beugen Sie Narben und Infektionen vor.
  • Schützen Sie das Areal während der gesamten Behandlungsserie vor UV-Strahlung: Lichtschutzfaktor 50+, keine direkte Sonne, kein Solarium.
  • Verzichten Sie für etwa ein bis zwei Wochen auf Sauna, Dampfbad, Schwimmbad und intensiven Sport.
  • Trinken Sie ausreichend; das unterstützt den Abtransport der zertrümmerten Pigmente über das Lymphsystem.
  • Melden Sie sich bei Anzeichen einer Infektion (zunehmende Rötung, Überwärmung, Eiter, Fieber) oder bei ungewöhnlichen Reaktionen zeitnah in der Praxis. Halten Sie den Abstand bis zur Verlaufskontrolle ein; erst dann lässt sich die nächste Sitzung sinnvoll planen.

Kosten und Erstattung

Die Laser-Tattooentfernung ist eine Privatleistung. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab; eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse kommt in der Regel nicht in Betracht.

Richtwerte pro Sitzung stehen in der Preistabelle auf dieser Seite: kleines Tattoo 150 €, mittleres 250 €, großes 400 €, Augenbrauen (Permanent-Make-up) 150 €. Den Betrag für Ihr Tattoo und die voraussichtliche Sitzungszahl nennen wir Ihnen nach der Untersuchung.

Laser-Tattooentfernung
Laser-TattooentfernungRichtwert
Kleinpro Sitzung150 €
Mittelpro Sitzung250 €
Großpro Sitzung400 €
Augenbrauen (Permanent Make-up)pro Sitzung150 €

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Zur Preisliste

Welche Tattoo-Farbe spricht auf welchen Laser an?

Die Übersicht zeigt, welche Wellenlänge sich bei welcher Farbe erfahrungsgemäß eignet. Sie dient der Einordnung und ersetzt keine ärztliche Beurteilung: Das Ansprechen hängt zusätzlich von Pigmentart, Stichtiefe, Alter und Hauttyp ab. Hauptgerät ist der Picosekundenlaser PicoStar; die aufgeführten Systeme kommen je nach Farbe hinzu. TODO: Die Tabelle stammt von der bisherigen Website ohne Pico-Laser; ärztlich ergänzen, welche Farben der PicoStar abdeckt.

Tattoo-FarbeRubinlaser 694 nmQ-Switch-Nd:YAG 532 nmQ-Switch-Nd:YAG 1064 nm
Schwarzsehr gutsehr gut
Braunbedingtsehr gutsehr gut
Blausehr gutsehr gut
Grünsehr gut
Blaugrünsehr gut
Rotsehr gut
Orangegut
Gelbbedingt

Wirkprinzip und Evidenz

Wie gut ein Tattoo anspricht, lässt sich anhand der sogenannten Kirby-Desai-Faktoren einschätzen: enthaltene Farben, Schichtung und Pigmentdichte, Lage am Körper (rumpfnahe Areale entsorgt das Lymphsystem besser als Hände oder Füße), Hauttyp, vorhandene Narben sowie Laien- oder Profitätowierung. Diese Faktoren helfen bei einer realistischen Einschätzung. Ein verlässlicher Punkte-Score sind sie nicht, und sie erlauben keine sichere Vorhersage von Sitzungszahl oder Endergebnis.

Die Laserbehandlung gilt nach derzeitigem Kenntnisstand als schonendes, etabliertes Verfahren zur Entfernung von Tätowierungen. Kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass sich Tattoos mit gütegeschalteten und mit Pikosekundenlasern in vielen Fällen deutlich aufhellen oder weitgehend entfernen lassen, bei sachgerechter Anwendung mit guter Verträglichkeit. Ob Pikosekundenlaser mit weniger Sitzungen auskommen, ist nicht einheitlich belegt; eine generelle Überlegenheit eines Systems lässt sich aus der Evidenz nicht ableiten.

Diese Evidenz hat Grenzen: Viele Studien umfassen kleine Fallzahlen, unterschiedliche Geräte und uneinheitliche Bewertungsmaßstäbe, und die Pigmentzusammensetzung handelsüblicher Tätowierfarben ist nicht standardisiert. Verlässliche Vorhersagen für das einzelne Tattoo sind deshalb nur eingeschränkt möglich. Die Reaktion ist individuell, eine restlose Entfernung gelingt nicht in jedem Fall, und Restschatten oder Pigmentverschiebungen kommen vor.

Alternativen

Bei sehr kleinen Tätowierungen kommt in Einzelfällen eine chirurgische Entfernung in Betracht; sie hinterlässt in der Regel eine Narbe. Von aggressiven Selbstbehandlungen und nicht-ärztlichen Entfernungsverfahren raten wir wegen des hohen Narben- und Infektionsrisikos ab.

Quellen

  • AWMF-Leitlinienregister: Leitlinien zu Lasermedizin und ästhetischer Dermatologie.
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Stellungnahmen und Patienteninformationen zur Lasertherapie und zur Entfernung von Tätowierungen.
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Informationen zu Tätowiermitteln, Pigmenten und zur Anwendung von Lasern an der Haut.
  • Fachinformationen und Herstellerangaben der eingesetzten Lasersysteme; Hygiene- und Medizinprodukteanforderungen.

Häufige Fragen

Viele beschreiben die Impulse als kurzes Zwicken, ähnlich dem Schnippen eines Gummibands: vergleichbar mit dem Stechen des Tattoos, aber deutlich kürzer. Die fortlaufende Kühlung mildert das Empfinden. Bei empfindlichen Arealen tragen wir etwa 30 bis 60 Minuten vorher eine betäubende Creme auf.

Zwischen den Sitzungen liegen etwa sechs bis acht Wochen. Die gesamte Behandlung erstreckt sich deshalb meist über mehrere Monate bis über ein Jahr. Kürzere Abstände sind nicht sinnvoll: Die Haut braucht Zeit zur Regeneration, und engere Intervalle erhöhen das Risiko für Nebenwirkungen.

Schwarz spricht sowohl auf den Rubinlaser als auch auf den Nd:YAG-Laser mit 1064 Nanometern sehr gut an. Der Rubinlaser (694 Nanometer) eignet sich außerdem für Blau, Türkis und Grün, der Nd:YAG-Laser mit 532 Nanometern für Rot, Orange und Braun. Hauptgerät ist der Pico-Laser, der bunte Pigmente mit seinen noch kürzeren Impulsen feiner aufbricht. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt die Zuordnung.

Approbierte Ärztinnen und Ärzte mit dermatologischem Hintergrund und Erfahrung in der Lasermedizin. Wegen möglicher Risiken wie Pigmentverschiebungen oder Reaktionen auf freigesetzte Farbpigmente halten wir die ärztliche Begutachtung der Haut, die Wahl der Laserparameter und die Aufklärung über Chancen und Grenzen für unverzichtbar.

Grundsätzlich behandeln wir Erwachsene ab 18 Jahren. Bei Minderjährigen ist eine Behandlung allenfalls in begründeten Einzelfällen mit Einwilligung der Sorgeberechtigten denkbar. Eine Altersobergrenze gibt es nicht; entscheidend sind Hautzustand, Gesundheit und das Fehlen von Gegenanzeigen.

Ja. Häufig genügt eine deutliche Aufhellung, damit ein neues Motiv den verbleibenden Schatten überdeckt. Dafür sind meist weniger Sitzungen nötig. Auf Wunsch stimmen wir Aufhellungsgrad und Zeitplan mit Ihrem Tätowierer ab.

Lasermedizin

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