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Dr. Nüchel
PrivatleistungDurchführung: Ärztin/ArztLasermedizin

Pikosekundenlaser PicoStar

Ultrakurze Impulse im Pikosekundenbereich zerlegen Pigment über eine Druckwelle statt über Hitze: für gutartige Pigmentflecken und die Tattooentfernung.

  • Ausfallzeitca. 1–3 Tage; Flecken dunkeln nach und schuppen 1–2 Wochen
  • BetäubungKühlung, auf Wunsch Betäubungscreme
  • Sitzungen1–3 bei Flecken, 3–5 fürs Hautbild; Tattoos siehe Behandlungsseite
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Eingesetzte Technik

Was ist das?

Der PicoStar von Asclepion ist der Pikosekundenlaser der Praxis. Er arbeitet mit Lichtimpulsen im Pikosekundenbereich, also von Billionstel Sekunden Dauer. Durch diese extrem kurze Impulsdauer wirkt er vorwiegend photoakustisch: Das Pigment nimmt die Energie schlagartig auf, es entsteht eine winzige Druckwelle, und die Farbpartikel zerbrechen mechanisch, statt sich vor allem zu erhitzen. Fresszellen des Immunsystems transportieren die Bruchstücke ab, oder die Haut stößt sie mit ihrer natürlichen Erneuerung ab.

In der Tattooentfernung ist der PicoStar unser Hauptgerät. Je nach Farbspektrum kombinieren wir ihn mit dem Q-Switch-Nd:YAG-Laser Evo Q-Plus und dem Rubinlaser Rubystar, weil jede Farbe Licht in einem bestimmten Spektralbereich am besten aufnimmt. Die noch kürzeren Pico-Impulse können vor allem bunte Pigmente feiner aufbrechen. Daneben behandeln wir mit dem Gerät gutartige Pigmentflecken und verfeinern das Hautbild, etwa bei vergröberten Poren und unruhigem Teint; der Nutzen ist hier zurückhaltender einzuschätzen als bei der Pigmententfernung.

Vor jeder Behandlung steht die dermatologische Beurteilung: Für den Laser kommen nur eindeutig gutartige Pigmentveränderungen infrage. Unklare Pigmentmale klären wir vorher ab, im Zweifel feingeweblich, denn hinter einem vermeintlichen Altersfleck kann sich in seltenen Fällen eine Frühform des schwarzen Hautkrebses (Lentigo maligna) verbergen. Ablauf, Sitzungszahl, Kosten und die vollständigen Risiken stehen auf den Behandlungsseiten zum Pico-Laser und zur Tattooentfernung.

Für wen?

  • Tätowierungen, auch mehrfarbige, in Kombination mit dem Q-Switch-Nd:YAG-Laser und dem Rubinlaser
  • Permanent-Make-up
  • Alters- und Sonnenflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen und Dekolleté
  • Fleckige Pigmentierung durch Sonnenschäden und Sommersprossen, nach dermatologischer Beurteilung
  • Gutartige oberflächliche Pigmentveränderungen wie einzelne Café-au-lait-Flecken, nach ärztlicher Prüfung im Einzelfall
  • Verfeinerung des Hautbildes bei vergröberten Poren, unruhigem Teint und feinen Knitterfältchen, praktisch ohne Ausfallzeit

Technologie oder Wirkstoff

  • HerstellerAsclepion
  • TypPikosekundenlaser (gütegeschaltet, vorwiegend photoakustische Wirkung)
  • ZielstrukturenMelanin (Pigmentflecken), Farbpigmente von Tätowierungen

Der PicoStar gehört zu den gütegeschalteten Lasersystemen. Grundlage ist die selektive Photothermolyse: Licht einer bestimmten Wellenlänge nimmt bevorzugt der Zielfarbstoff (Chromophor) auf, hier das Melanin der Haut oder das Farbpigment einer Tätowierung. Das umliegende Gewebe bleibt weitgehend verschont.

Klassische Pigmentlaser im Nanosekundenbereich, etwa der gütegeschaltete Rubinlaser, erhitzen das Pigment vor allem. Beim Pikosekundenlaser tritt der photoakustische Effekt in den Vordergrund: Die schlagartige Energieaufnahme erzeugt eine Druckwelle, die das Pigment zerschlägt. So entstehen tendenziell kleinere Bruchstücke bei geringerer Wärmebelastung des Gewebes. Behandelte Flecken dunkeln deshalb zunächst nach, schuppen und erscheinen dann heller.

Bei der Hautbildverfeinerung nutzen wir teils die laserinduzierte optische Durchbruchbildung (LIOB): winzige, kontrollierte Reizpunkte in tieferen Hautschichten, die körpereigene Umbauprozesse anregen können, ohne die Oberfläche abzutragen. Ob daraus ein sichtbarer Effekt entsteht, ist individuell verschieden.

TODO: Die Wellenlängen des PicoStar sind in den Quellen der Praxis nicht belegt (Pikosekunden-Nd:YAG-Systeme arbeiten üblicherweise mit 1064 nm und 532 nm). Bitte ärztlich bestätigen und unter den Kurzfakten des Systems eintragen.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Viele Alters- und Sonnenflecken hellen sich in ein bis drei Sitzungen deutlich auf. Behandelte Flecken dunkeln zunächst nach und schuppen innerhalb von etwa ein bis zwei Wochen ab; das Ergebnis lässt sich meist nach zwei bis vier Wochen beurteilen.
  • Tätowierungen brauchen mehrere Sitzungen. Wie viele, hängt von Farbe, Pigmentdichte, Stichtiefe und Hauttyp ab; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Tattooentfernung.
  • Für die Hautbildverfeinerung ist eine schrittweise, eher moderate Verbesserung über eine Serie realistisch.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Risiken der BehandlungDie Risiken und Nebenwirkungen stehen ausführlich auf den Behandlungsseiten zum Pico-Laser und zur Tattooentfernung. Allgemein gilt: Rötung, Schwellung, Krusten und Bläschen sind möglich. Pigmentverschiebungen, vor allem bei dunkleren Hauttypen und gebräunter Haut, Infektionen und in seltenen Fällen Narben oder Texturveränderungen lassen sich nicht ausschließen. Vor der Behandlung klären wir Sie persönlich auf.
  • Unklare PigmentmaleDas schwerwiegendste Risiko liegt vor der Behandlung: Lasert man eine bösartige Veränderung fälschlich als Altersfleck, verschwindet sie optisch, ohne behandelt zu sein. Deshalb beurteilen wir jedes Pigmentmal vorher, im Zweifel mit dem Auflichtmikroskop, und klären unklare Befunde feingeweblich ab.
  • MelasmaBei Melasma (hormonell mitbedingte Pigmentstörung) kann eine Laserbehandlung die Pigmentierung verstärken. Wir grenzen die Diagnose vorher ab und setzen den Laser hier nur sehr zurückhaltend ein.

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Kosten und Erstattung

Behandlungen mit dem PicoStar sind Privatleistungen; wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Für die Tattooentfernung gilt die eigene Preisliste; für die Pigment- und Hautbildbehandlung nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch.

Die ärztliche Beratung mit Hautanalyse (50 €) verrechnen wir bei einer anschließenden Behandlung.

Abrechnung nach GOÄ, Aufklärung vorab.

Wirkprinzip und Evidenz

Pikosekundenlaser sind in der ästhetischen Dermatologie seit mehreren Jahren etabliert. Bei gutartigen Pigmentveränderungen, vor allem Lentigines und Sommersprossen, hellen sich behandelte Flecken häufig in wenigen Sitzungen deutlich auf. Ob das Verfahren bei bestimmten Hauttypen seltener zu entzündungsbedingten Nachpigmentierungen führt als ältere Pigmentlaser, ist nicht abschließend geklärt. Zur Hautbildverfeinerung ist die Datenlage uneinheitlich.

Quellen

  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und AWMF-Leitlinienregister, Empfehlungen zur Lasertherapie der Haut
  • Vorgaben zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung beim Einsatz von Lasern an der Haut (NiSV)
  • Herstellerangaben und Fachinformationen zum PicoStar

Häufige Fragen

Der gütegeschaltete Rubinlaser ist ein klassischer, sehr selektiver Pigmentlaser; seine Wellenlänge von 694 Nanometern nimmt Melanin besonders gut auf. Der PicoStar arbeitet mit deutlich kürzeren Impulsen und wirkt stärker photoakustisch, die Wärmebelastung des umliegenden Gewebes fällt tendenziell geringer aus. Beide Systeme haben bei gutartigen Pigmentveränderungen ihre Berechtigung; die Wahl hängt vom Befund ab.

Jede Farbe nimmt Licht in einem bestimmten Spektralbereich am besten auf. Der PicoStar ist das Hauptgerät; für bestimmte Farben ergänzen wir den Q-Switch-Nd:YAG-Laser und den Rubinlaser. Welche Farbe auf welche Wellenlänge anspricht, zeigt die Übersicht auf der Seite zur Tattooentfernung.

Ausschließlich approbierte Ärztinnen und Ärzte mit dermatologischem Hintergrund. Die Beurteilung der Pigmentveränderungen, die Wahl der Laserparameter und die Aufklärung über Nutzen und Risiken bleiben in ärztlicher Hand.

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