Psoriasis (Excimer-Laser)
Einzelne Schuppenflechte-Herde bestrahlen wir punktgenau mit dem Excimer-Laser (308 nm); die gesunde Haut ringsum bleibt ausgespart.
- Sitzungenin der Regel 10–15
Was ist das?
TODO: Bitte bestätigen, ob der Excimer-Laser in der Praxis weiterhin eingesetzt wird (alte Website: XTRAC Ultra von Photomedex). Die Lichttherapie gehört bei der Schuppenflechte (Psoriasis) seit Jahren zu den etablierten Behandlungen. Üblich ist die Schmalspektrum-UVB-Bestrahlung mit 311 nm, die den ganzen Körper oder einen großen Teil davon trifft. Bis zu einem befriedigenden Hautbild sind nicht selten mehr als 40 Bestrahlungen nötig, mit entsprechender UV-Gesamtbelastung.
Der Excimer-Laser geht einen anderen Weg. Der gepulste XeCl-Laser gibt UV-Licht mit 308 nm ab, also sehr nahe am Spektrum der 311-nm-Geräte, aber nur auf den erkrankten Herd. Die gesunde Haut ringsum bleibt ausgespart. Deshalb kann die Behandlung mit einer höheren Dosis beginnen, und die Dosis lässt sich von Sitzung zu Sitzung rascher steigern, während der übrige Körper deutlich weniger UV-Strahlung erhält. Das Behandlungsfeld ist mit etwa 4 cm² klein. So lassen sich auch Kopfhaut, Achselhöhlen, Leisten und Analregion behandeln, die eine Ganzkörperbestrahlung kaum erreicht.
In der Regel reichen 10 bis 15 Sitzungen, um die behandelten Herde weitgehend abheilen zu lassen. Danach bleibt das Hautbild dort erfahrungsgemäß etwa 6 bis 12 Monate stabil. Die Schuppenflechte selbst ist anlagebedingt und bleibt bestehen: Der Laser behandelt die vorhandenen Herde, die Veranlagung beseitigt er nicht. Treten neue, meist kleine Herde auf, ist eine frühe erneute Bestrahlung sinnvoll; dann genügen oft wenige Zyklen. Ablauf, Dosissteigerung und Risiken im Einzelnen stehen auf der Seite zur Schuppenflechte in der Dermatologie.
Für wen?
- Schuppenflechte in umschriebenen, kleinflächigen Herden
- Hartnäckige Plaques, die auf äußerliche Behandlungen nur wenig ansprechen
- Herde an Kopfhaut, in Achselhöhlen, Leisten und Analregion, die eine UVB-Ganzkörperbestrahlung kaum erreicht
- Wunsch, die UV-Belastung des übrigen Körpers gering zu halten
Risiken und Nebenwirkungen
- Nebenwirkungen und GrenzenDie Risiken stehen ausführlich auf der Seite zur Schuppenflechte in der Dermatologie. Allgemein gilt: Im bestrahlten Areal entsteht nicht selten eine Entzündung ähnlich einem Sonnenbrand, und die behandelte Haut färbt sich vorübergehend braun; das bildet sich nach Therapieende zurück. Eine zu hohe Dosis kann Blasen verursachen. Bei hohen UV-Gesamtdosen ist, wie bei jeder UV-Therapie, ein langfristig leicht erhöhtes Hautkrebsrisiko nicht völlig auszuschließen; deshalb steuert und begrenzt der Arzt die Dosis. Die Schuppenflechte lässt sich mit dem Laser nicht heilen, behandelt werden die bestehenden Herde. Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Kosten und Erstattung
Die Excimer-Laserbehandlung ist bisher keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie lässt sich nicht über die Chipkarte abrechnen; wir stellen sie nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Rechnung. Private Kassen übernehmen die Kosten in der Regel. Die ärztliche Abklärung der Schuppenflechte erfolgt in der Hautarztsprechstunde. Welche Kosten in Ihrem Fall anfallen, klären wir vorab.
Abrechnung nach GOÄ, Aufklärung vorab.
Häufige Fragen
In der Regel 10 bis 15. Danach bleibt das Hautbild in den behandelten Arealen erfahrungsgemäß etwa 6 bis 12 Monate stabil. Neue Herde bestrahlen wir am besten früh, solange sie klein sind; dann reichen oft wenige Zyklen.
Die Schmalspektrum-UVB-Bestrahlung trifft den ganzen Körper oder einen großen Teil davon. Der Excimer-Laser bestrahlt nur die erkrankten Herde. Dadurch ist die Lichtdosis in der Plaque höher, während der übrige Körper deutlich weniger UV-Strahlung erhält. Der Laser gibt sein Licht vollständig bei 308 nm ab; bei Excimer-Blitzlampen bezeichnet dieselbe Angabe nur das Maximum eines breiteren Spektrums.
Lasermedizin
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